Nach Sieg über Paderborn

SC Freiburg steigt in die Bundesliga auf

+
Der SC Freiburg steigt zum fünften Mal in die Fußball-Bundesliga auf.

Paderborn - Der SC Freiburg steigt zum fünften Mal in die Fußball-Bundesliga auf.

Christian Streich blieb zehn Sekunden lang regungslos sitzen, dann flitzte der Trainer des SC Freiburg zu den mitgereisten Fans und ließ sich von seinen Spielern in die Luft werfen. "Zum Glück mache ich immmer kräftig Gymnastik, daher kann ich das aushalten", sagte Streich bei Sky, nachdem er wieder gesund und munter auf dem Rasen stand und mit etwas Abstand den Aufstieg genießen durfte.

Zu feiern hatte der SC Freiburg zu später Stunde in der Tat genug. "Eins hoch! Auf uns!", stand in Anlehnung an den WM-Hit von Andreas Bourani auf den roten T-Shirts der Freiburger, nachdem mit dem hart erarbeiteten 2:1 (0:0) beim SC Paderborn der Traum von der direkten Rückkehr in die Bundesliga wahr geworden war.

"Wir wussten: Wenn wir heute gewinnen, sind wir durch. Wir haben mit der direkten Rückkehr etwas ganz Besonderes geschaffen. Wir haben eine super Mannschaft mit super Charakteren", sagte Mike Frantz, der kurz nach der Pause (46.) das wichtige 1:0 erzielt hatte.

Nur 152 Sekunden später legte Torjäger Nils Petersen (48.) das 2:0 nach, beiden Treffern waren haarsträubende Stellungsfehler von SCP-Innenverteidiger Niklas Hoheneder vorausgegangen. Den mitgereisten Fans war es egal, schon früh hallte der Evergreen "Nie mehr 2. Liga" durch die Arena.

"Wir müssen das jetzt erstmal realisieren", sagte Petersen: "Das war sicher kein super Spiel von uns, aber am Ende zählt nur der Sieg und der Aufstieg - und dass wir wieder jubeln können." Das galt mit etwas Verzögerung auch für Streich, der nach dem Anschluss durch Moritz Stoppelkamp (58.) in der Schlussphase immer nervöser wurde und an der Linie auf und ab lief.

"Diese Mannschaft ist außergewöhnlich. Aber wir hatten heute auch Glück, Paderborn muss einem heute ein Stück leid tun", sagte Streich angesichts von drei Lattentreffern der Gastgeber in der Schlussphase. "Ich glaube, die Latte hatte heute ein Freiburger Trikot an. Aber wenn du unten stehst, hast du die Scheiße am Schuh. Wir hatten sie heute an der Latte", sagte Stoppelkamp - und erhielt Zustimmung von Streich.

Streich war so oder so der Mann des Tages, wurde Freiburg doch für das Festhalten an seinem Trainer belohnt. Der Klub hatte den beliebten Coach trotz des Abstiegs vor einem Jahr behalten, nun zahlte Streich das Vertrauen zurück. "Christian ist ein Glücksfall für den Verein", sagte nicht nur Sportvorstand Jochen Saier, im Februar wurde Streich mit einer Vertragsverlängerung belohnt.

Letztes Ziel der Freiburger bleibt nun die Zweitliga-Meisterschaft, die seit 2009 mit einer eigenen Schale belohnt wird - damals war Freiburg der erste Klub, der die "Radkappe" erhielt. Schon beim kommenden Heimspiel gegen Heidenheim wird die Trophäe im Stadion sein, um im Fall des Falles die große Sause starten zu können. Es wäre die zweite innerhalb einer Woche.

SID

Mehr zum Thema:

Dramatischer Appell aus Paris: Gnade für Aleppo

Dramatischer Appell aus Paris: Gnade für Aleppo

Fünf Tote bei Zug-Inferno in Bulgarien

Fünf Tote bei Zug-Inferno in Bulgarien

Tanks explodiert: Fünf Tote bei Zug-Inferno

Tanks explodiert: Fünf Tote bei Zug-Inferno

Verdener Weihnachtszauber

Verdener Weihnachtszauber

Meistgelesene Artikel

Sieben Verträge enden: FC Bayern stellt Weichen

Sieben Verträge enden: FC Bayern stellt Weichen

FCB-Boss: „Hoeneß hat höchstens Interesse an Sticheleien“

FCB-Boss: „Hoeneß hat höchstens Interesse an Sticheleien“

FC Bayern besiegt Atlético Madrid dank Lewandowski

FC Bayern besiegt Atlético Madrid dank Lewandowski

Hitziges Verfolgerduell endet mit Remis

Hitziges Verfolgerduell endet mit Remis

Kommentare