Ärger über Vermarktung der Nationalmannschaft

Rummenigge: DFB-Elf ist Konkurrent des FC Bayern

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Thomas Müller (l.) und Jerome Boateng (r., in der Mitte Lukas Podolski) werben im DFB-Team für Mercedes, beim FC Bayern aber für Audi.

Charlotte - Der FC Bayern prangert die aggressive Vermarktung der Nationalelf durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) an. DIe Nationalmannschaft konkurriere mit dem FCB.

„Unser größter Konkurrent im Sponsoring ist nicht Borussia Dortmund - sondern die deutsche Nationalmannschaft!“, sagte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge der „Bild am Sonntag“ während der USA-Reise des Bundesliga-Topclubs.

„Wir bezahlen die Spieler mittlerweile in einer noch vor zehn Jahren nicht vorstellbaren Höhe. Und der DFB und alle anderen Verbände nutzen unsere Spieler für Länderspiele und Sponsoren-Termine“, kritisierte der Vorstandsvorsitzende des Rekordmeisters.

Rummenigge verdeutlichte seine Kritik an einem Beispiel: „Wir haben einen wichtigen Vertrag mit unserem Gesellschafter Audi. Während der EM wurde aber beim DFB die gesamte Klaviatur von Mercedes Benz hoch und runter gespielt - mit unseren Spielern!“ Mercedes Benz ist Generalsponsor des DFB. „Das kann und wird in Zukunft nicht mehr funktionieren“, erklärte der 60-Jährige. „Wir werden die Verbände im Zweifel an die Rechtslage und ihre Verantwortung erinnern.“

Spieler nicht mehr abzustellen, schloss der Bayern-Chef allerdings auf Nachfrage als Konsequenz aus. „Nein, das wäre falsch. Ich habe selber 95 Länderspiele gemacht und weiß, welchen Wert die Nationalelf für jedes Land hat. Den Wert sollte niemand mindern. Aber: Die Verbände tragen bei den Spielern keine Gehaltskosten.“

dpa

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