BVB-Keeper fordert mehr Mut

Weidenfeller: Respekt vor Bayern zu groß

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BVB-Keeper Roman Weidenfeller.

Dortmund - Für Roman Weidenfeller, Torhüter von Borussia Dortmund, steht fest: Die Bundesliga-Mannschaften haben zu viel Respekt vor dem FC Bayern München.

Der souveräne Tabellenführer spiele laut Weidenfeller zwar "extrem gut auf", dennoch appelliert der Torhüter von Borussia Dortmund an die Mannschaften, mit mehr Mut gegen die scheinbar übermächtigen Bayern anzutreten. "Auf der anderen Seite haben die Gegner offenbar häufig nicht mehr das Selbstvertrauen, um ihnen standzuhalten. Einige gehen schon vor dem Spiel in die Knie", sagte der 33-Jährige der "Bild am Sonntag".

Aussagen wie jene von Schalke-Trainer Jens Keller, der vor dem Gastspiel seiner Mannschaft in der Allianz Arena geunkt hatte, am liebsten den eigenen Mannschaftsbus ins Tor zu stellen, damit die Bayern nicht treffen, hält Weidenfeller für wenig zielführend. "Völlig unabhängig von Schalke oder Jens Keller: Ich würde so eine Aussage nicht treffen wollen, weil ich persönlich sie für ein falsches Zeichen halte." Trotz oder vielleicht auch wegen Kellers Aussage und der möglicherweise daraus resultierenden Passivität der Schalker hatten die "Königsblauen" in der Vorwoche beim 1:5 in München eine heftige Klatsche kassiert.

Viele Mannschaften zeigten den Bayern gegenüber zu viel Demut. "Natürlich muss man Respekt haben – aber eben nicht so viel, dass man die eigenen Ambitionen schon vor der Partie am Stadiontor abgibt. Der Respekt ist aus meiner Sicht zu groß geworden."

Weidenfellers Zwischenfazit nach den zuletzt 16 Siegen des FC Bayern nacheinander "Manch ein Spieler wirkt nach einer Niederlage gegen Bayern München auf mich gar nicht mehr niedergeschlagen. Ich will jedes Spiel gewinnen. Dementsprechend groß und sichtbar ist die Enttäuschung, wenn das mal nicht gelingt. Ich persönlich denke, das darf man von einem Profi auch erwarten."

Für das Duell beim alten und wahrscheinlich auch neuen Deutschen Meister am 12. April in der Allianz Arena kündigt Weidenfeller schon jetzt einen forschen Auftritt an. "Wir werden in jedem Fall nicht vor Ehrfurcht erstarren. Unsere Fans können ganz sicher sein: Wir werden alles daransetzen, sie in München zu ärgern. Das hat in gewissem Maße auch etwas mit Stolz zu tun."

wi

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