Guardiola: Franck ist "unglaublich"

Weltfußballer: Ribéry unter den Top 3

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Franck Ribéry darf weiter auf den Titel hoffen.

Berlin - Mittelfeldstar Franck Ribéry von Triple-Gewinner FC Bayern München gehört zu den drei Finalisten bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres 2013. Das teilte der Weltverband FIFA am Montag mit.

Franck Ribéry darf auf die Krönung eines atemberaubenden Jahres hoffen - dagegen muss Deutschland weiter auf den ersten Weltfußballer seit Lothar Matthäus warten. Der französische Nationalspieler Ribéry zählt erwartungsgemäß zu den drei erlesenen Kandidaten, von denen einer am 13. Januar 2014 in Zürich den Ballon d'Or verliehen bekommt. Seine Gegner: Der argentinische Dauersieger Lionel Messi vom FC Barcelona und Real Madrids portugiesischer Offensivstar Cristiano Ronaldo, der zwischenzeitlich schon mit einem Fernbleiben beim Gala-Abend kokettierte. „Franck hat es letzte Saison unglaublich gut gemacht. Ich hoffe für Franck, alles wird gut“, lobte Bayern-Trainer Pep Guardiola am Montag in München den schon zu Europas Fußballer des Jahres gekürten Triple-Sieger.

„Drei unglaubliche Spieler“, so Guardiola, sind beim Kampf um die begehrte Trophäe verblieben. In der FIFA-Vorauswahl der besten 23 Akteure hatten es auch fünf deutsche Nationalspieler geschafft: Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer und Thomas Müller vom FC Bayern München sowie Mesut Özil vom FC Arsenal. Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Auszeichnung von Matthäus im Jahr 1991 gibt es also auch diesmal keine Weltfußballer-Ehren für einen DFB-Auswahlspieler.

Ribéry ist optimistisch

Joachim Löw, der wie die anderen Nationalmannschaftstrainer und die Kapitäne dieser Mannschaften sowie ausgewählte Medienvertreter stimmberechtigt war, enthielt sich der Wahl. Der Bundestrainer hätte in einer Art Zwickmühle gesteckt, weil er maximal drei seiner Spieler hätte wählen können. Bei Lahm soll das Votum angeblich auf Mitspieler Ribéry, Ronaldo und Messi gefallen sein. „Wenn jemand Europas Fußballer des Jahres wird, ist er mit Sicherheit der Favorit auf den Weltfußball-Pokal“, erklärte Lahm vor seiner Stimmabgabe. Die Abgabefrist war überraschend bis nach den von Ronaldo bestimmten Playoff-Spielen zur Fußball-WM verlängert worden.

Nach Ansicht von Bayern-Präsident Uli Hoeneß kann es aber trotzdem nur einen Sieger geben. „Es gibt keinen einzigen Spieler auf der Welt, der das mehr verdient hätte als Franck“, erklärte der Präsident. „Und wenn er es nicht wird, dann ist das eine Riesensauerei.“ Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hofft auf einen Erfolg des seit 2007 für die Bayern wirbelnden Franzosen. „Wir wären sehr stolz, wenn einer von unseren Spielern am 13. Januar 2014 den Titel als Weltfußballer 2013 gewinnen würde“, betonte Rummenigge. Ribéry selbst demonstrierte kürzlich Optimismus. „Ich habe keine Angst, ich bin zuversichtlich. Ich habe alles getan, was getan werden musste“, sagte der 30-Jährige.

"Europas Fußballer des Jahres" seit 1970

"Europas Fußballer des Jahres" seit 1970

Der kleine Franzose dürften sich auch gefreut haben, dass sein letztjähriger Chef Jupp Heynckes auch zu den drei Top-Coaches zählt. Neben dem Triple-Trainer zählen Jürgen Klopp (Borussia Dortmund) und Trainer-Legende Sir Alex Ferguson (Manchester United) dazu. Bei den Frauen gehört die deutsche Nationaltorhüterin Nadine Angerer zu den Finalistinnen. Außerdem wurden die fünfmalige Weltfußballerin Marta (Brasilien) und Abby Wambach (USA) nominiert. Bundestrainerin Silvia Neid und Ralf Kellermann vom Triple-Gewinner VfL Wolfsburg dürfen sich neben der schwedischen Auswahltrainerin Pia Sundhage Hoffnungen auf die Auszeichnung machen.

Viermal nacheinander gewann Barcelonas Superstar Lionel Messi von 2009 bis 2012 die Weltfußball-Trophäe. Bei der Wahl des Weltfußballers des Jahres 2012 schaffte es nur Özil (Platz 14) und Neuer (Rang 19) in die 23er-Liste. Bei den Trainern kam Klopp auf Platz sechs. Bundestrainer Löw wurde vor Heynckes Neunter.

1996 heimste der jetzige Bayern-Sportdirektor Matthias Sammer im Trikot von Borussia Dortmund als letzter Deutscher den Ballon d'Or ein. Damals wurde die Trophäe noch an Europas Fußballer des Jahres überreicht - heute bekommt sie der Weltfußballer.

sid/dpa

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