Trotz genügend Geld

Lizenzprobleme wegen Logo bei RB Leipzig

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Da tanzt der rote Bulle: RB Leipzig steht vor dem (sportlichen) Sprung in die 2. Liga.

Berlin - Als Hansa Rostock in der Bundesliga für Furore sorgte, war RB Leipzig noch gar nicht gegründet. Doch längst hat der finanzstarke Emporkömmling den Traditionsklub überflügelt.

Tradition und Sympathie hier, Geld und Visionen da - doch bei allen Gegensätzen haben die Fußball-Drittligisten Hansa Rostock und RB Leipzig auch eine Gemeinsamkeit: Probleme bei der Lizenz. Aber schon ein Blick auf die Gründe dafür beweist, dass im Spiel am Samstag (14.00 Uhr) zwei Welten aufeinandertreffen.

Die Rollen sind dabei klar verteilt: Der finanzstarke Emporkömmling aus Sachsen kann einen vielleicht entscheidenden Schritt Richtung 2. Liga machen, der wirtschaftlich schwer in den Seilen hängende Traditionsklub aus Rostock will eine Aufstiegsfeier des „Brauseklubs“ in seinem Wohnzimmer mit aller Macht verhindern. „Wir werden alles daran setzen, dass sie die noch um mindestens eine Woche vertagen müssen“, sagte Hansas neuer Trainer Dirk Lottner vor seiner Heim-Premiere.

Am Durchmarsch des ambitionierten Aufsteigers dürfte aber wohl kaum noch ein Weg vorbeiführen. Es sei denn, die Deutsche Fußball Liga (DFL) schiebt einen Riegel vor. Nach einem Bericht des Fachmagazins kickers muss RB im Falle eines sportlichen Aufstieges gleich drei Bedingungen erfüllen, um die Lizenz zu erhalten.

So muss der Klub offenbar sein Vereinslogo ändern, das derzeit noch große Ähnlichkeit mit dem Firmenlogo von Geldgeber Red Bull hat. Außerdem muss die Möglichkeit einer Mitgliedschaft im Klub deutlich vereinfacht werden. Auf der Entscheidungsebene müssten die Besetzungen der Führungsgremien geändert werden, weil sie zum Teil dem Grundgedanken der „50+1“-Regelung widersprechen.

Die Leipziger, die sich aktuell nicht zum Thema Lizenzerteilung äußern wollen, haben bis zum 28. Mai Zeit, die Auflagen zu erfüllen oder anzufechten. Es gilt als wahrscheinlich, dass der erst 2009 gegründete Klub kreative Lösungen für jede Auflage finden wird.

Auch Hansa wird die Lizenz für die kommende Drittliga-Saison nur unter Auflagen erhalten. Die chronisch klammen Mecklenburger brauchen jeden Euro, deswegen haben sie auch gegen die jüngste 20. 000-Euro-Strafe und den Teilausschuss der Fans auf Bewährung durch das DFB-Sportgericht Einspruch eingelegt. Grund für die Sanktionen waren wieder einmal Verstöße der Problemfans.

Auch am Samstag ist die Polizei in erhöhter Alarmbereitschaft. Schon im Hinspiel hatte es gewalttätige Ausschreitungen gegeben, bei denen sich 22 Polizisten leicht verletzt hatten.

SID

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