Aufstieg im Visier

Für RB Leipzig kann es nur eins geben

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Ralf Rangnick will seinen dritten Erstliga-Aufstieg perfekt machen.

Leipzig - RB Leipzig hat sich in der Winterpause mit 31:2 Toren in fünf Testspielen warm geschossen. Ralf Rangnick will seinen dritten Erstliga-Aufstieg perfekt machen - ohne das Gehaltsgefüge zu sprengen.

Personelle Verstärkungen für den Zweitliga-Endspurt hat Ralf Rangnick nicht nötig, längst muss der Stratege im Hinterkopf auch schon für die Bundesliga planen. Vor den verbleibenden 15 Spielen im Fußball-Unterhaus drängen sich die Profis aus dem exquisiten Kader von Liga-Krösus RasenBallsport Leipzig nur so auf: Der aus dem Wintertrainingslager in Belek mit körperlicher Frische zurückgekommene Däne Yussuf Poulsen verdrängte bei der Generalprobe gegen FK Teplice (5:0) sogar Acht-Millionen-Zugang Davie Selke aus der Startformation. Auch der erfahrene Marvin Compper hat in dem genesenen Türken Atinc Nukan interne Konkurrenz im Abwehrzentrum.

„Für uns zählt jetzt der Aufstieg. Darauf liegt unser Fokus“, betonte Rangnick und fühlt sich bestätigt darin, ein 25-Mann-Team zur Verfügung zu haben: „Gerade die Hinrunde hat gezeigt, dass es absolut hilfreich ist, so einen starken und ausgeglichenen Kader zu haben. Auf uns warten noch 15 schwere Spiele. Da wird jeder Einzelne gebraucht.“ Damit der Kampf um die Stammplätze bei den „Roten Bullen“ nicht überstrapaziert wird, ließ er in der Winterpause Tim Sebastian trotz dessen Verdiensten zum SC Paderborn ziehen. Zsolt Kalmár wurde an den FSV Frankfurt ausgeliehen.

Gesunder Konkurrenzkampf

Vor dem Spiel am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig ist die erste Elf noch unklar. „Ich bin froh, dass wir so einen gesunden Konkurrenzkampf haben und viele Spieler Druck machen“, meinte der 57 Jahre alte Trainer und Sportdirektor des Zweitliga-Tabellenführers, der acht Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz und gar elf auf Rang vier hat. In spätestens 1350 Spielminuten will Rangnick seinen dritten Erstliga-Aufstieg nach 2002 (Hannover 96) und 2008 (TSG Hoffenheim) perfekt machen.

Auch wenn seine Spieler Begehrlichkeiten wecken - „wir sind in der glücklichen Lage, keinen verkaufen zu müssen“, stellte Rangnick klar und erklärte Schwedens Nationalstürmer Emil Forsberg für unverkäuflich. Der bei seinen vorangegangenen fünf Trainerstationen in der 1. und 2. Bundesliga immer klug wirtschaftende Schwabe Rangnick lässt sich auch von den Diskussionen um den Schalker Leroy Sané nicht beirren.

Den hatte er schon vor zwei Jahren im Notizbuch stehen. Derzeit will er das „bestehende Gehaltsgefüge mit Sicherheit nicht in die Luft jagen. Das muss organisch mitwachsen“, meinte Rangnick und weiß: „Zu hohen Ablösesummen gehören oft auch hohe Gehälter. Und genau das wollen und werden wir nicht mitmachen, denn wir verfolgen eine ganz klare Philosophie. Wir wollen Spieler entwickeln und selbst Marktwerte schaffen.“

Für die Konkurrenz nicht mehr aufzuhalten

Zudem stellt sich RB Leipzig abseits des Rasens noch professioneller auf. Im Sommer kommt ein Sales Director, der die Tür für neue Sponsoren öffnen soll. Immerhin müssen die Leipziger den Anteil von Hauptgeldgeber Red Bull am Gesamtsponsoring auf 30 Prozent drücken. Das fordert die Europäische Fußball-Union UEFA im Rahmen des Financial Fairplay, sollten die Leipziger auch irgendwann international spielen.

Für die Zweitliga-Konkurrenz ist der Klub von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz nicht mehr aufzuhalten. „Sie sind bereits durchgestartet. Sie spielen einen überragenden Fußball. Das werden sie auch in der Rückrunde tun“, sagte St. Paulis Abwehrchef Lasse Sobiech. Nürnbergs Trainer René Weiler meinte: „Es war absehbar, dass Leipzig eine dominante Rolle spielen wird. Und auch, dass sich Absteiger Freiburg so gut schlägt.“

dpa

Kurzinterview mit Rangnick auf Vereins-Homepage

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