"Bin wieder voll im Saft"

Podolski schon in Brasilien-Laune

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Lukas Podolski hat - wie immer - gute Laune beim Nationalteam.

Stuttgart - In einem Londoner Pub haben Bundestrainer Löw und DFB-Dauerbrenner Podolski schon mal die WM besprochen. Nach langer Verletzungspause freut sich der Wahl-Engländer Podolski auf Brasilien.

Es war eine lange Abstinenz für „Prinz Poldi“ und eine noch viel längere Nationalmannschafts-Pause für Kevin Großkreutz. Der Wahl-Engländer Lukas Podolski hat im August 2013 letztmals für Deutschland gespielt, der Dortmunder Universalspieler Großkreutz war sogar über drei Jahre nicht mehr bei der DFB-Elf dabei. Am Mittwoch gegen Chile gehören beide wieder zum Kreis von Bundestrainer Joachim Löw.

Podolski liebt die Fußball-Nationalmannschaft, Podolski ist Nationalmannschaft, Podolski wird bei der WM im Sommer garantiert dabei sein, auch wenn er länger nicht mehr erste Wahl war. „Es war eine lange Zeit für mich. Ich fühle mich hier wohl, das ist noch immer so“, berichtete der Kölner Junge in Stuttgart von seinen Befindlichkeiten: „Nach langer Verletzung bin ich wieder voll im Saft“, betonte der Offensivmann des FC Arsenal, der mit seinen jüngsten Leistungen im Training und im Wettkampf zufrieden ist. Angst, eventuell den WM-Zug zu verpassen, hat Podolski nicht - und er braucht sie auch nicht zu haben. Für Löw ist der 111-malige Nationalspieler noch immer eine wertvolle Größe.

In einem Londoner Pub, bei „einem Glas Tee“, wie er selbst lächelnd berichtete, hatte Podolski jüngst mit Löw über vieles geplaudert. Natürlich auch über die WM. „Es war ein gutes Gespräch“, betonte Podolski, der Löws Warnungen an alle Brasilien-Kandidaten nachvollziehen kann: „Es wäre fahrlässig, die nächsten Wochen ins Training zu gehen und zu sagen, man ist gut drauf und dabei.“

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Brasilien hat der 28-Jährige dennoch fest eingeplant. „Man sieht den Karneval in Köln und Rio, da steigt die WM-Vorfreude natürlich“, gestand Podolski und stachelte am Dienstag auf der Pressekonferenz des Deutschen Fußball-Bundes in Stuttgart seinen Podiums-Partner Großkreutz zu einer ähnlichen Aussage an: „Hau's raus!“

Der Dortmunder DFB-Rückkehrer zögerte kurz. „Motiviert bin ich immer, ich möchte hier und im Verein gute Leistungen zeigen, dann wird man weiter sehen“, sagte Großkreutz zunächst zurückhaltend. Mit gutem Grund: Seinem dritten Länderspiel im Februar 2011 gegen Italien war eine lange, lange Pause gefolgt. 100 Tage vor dem WM-Start eröffnet ihm die Versetzung von Kapitän Philipp Lahm ins zentrale Mittelfeld eine Chance als Rechtsverteidiger - zunächst gegen Chile, danach möglicherweise sogar beim Weltchampionat in Südamerika.

„Ich habe in Brasilien schon mal Urlaub gemacht“, erzählte der 25-Jährige. Vor allem seine Stärke, viele Rollen ausfüllen zu können, könnte seine Chancen erhöhen. Er sieht die Vielseitigkeit wie sein Trainer „als Vorteil“ an. „Kevin kann mindestens vier, wenn nicht sogar fünf Positionen spielen. Ein solcher Spieler ist ein Segen für jede Mannschaft“, hatte BVB-Coach Jürgen Klopp hervorgehoben. „Es wäre wunderbar“, sagte Großkreutz schließlich zu seinen WM-Hoffnungen und ließ sich von Podolski und einem Radioreporter doch noch zu einer klaren Aussage verführen: „Ja, ich will zur WM!“

dpa

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