Van Marwijk soll bleiben

Was plant der HSV-Aufsichtsrat?

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Bert van Marwijk.

Hamburg - Bert van Marwijk (61) soll trotz der historischen Negativ-Serie von sechs Pleiten in Folge Trainer beim taumelnden Bundesligisten Hamburger SV bleiben.

Das ist das Ergebnis einer Krisensitzung des Vorstandes nach dem Debakel gegen Hertha BSC (0:3).

„Wir wollen weiter mit Bert van Marwijk zusammenarbeiten. Ein Trainerwechsel greift zu kurz“, sagte Klub-Chef Carl Jarchow am Sonntag. Man sei zu dem Schluss gekommen, dass der Niederländer die Mannschaft weiter erreiche und einen klaren Plan verfolge, den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte zu verhindern.

Bereits direkt nach dem Spiel hatte sich Sportchef Oliver Kreuzer für einen Verbleib van Marwijks ausgesprochen. „Wir haben kein Trainerproblem“, sagte er. Der glücklose van Marwijk werde auch nächste Woche beim Abstiegsduell mit Eintracht Braunschweig „definitiv“ auf der Bank des Tabellenvorletzten sitzen.

Der Wert dieser Aussagen ist allerdings unklar. Am Nachmittag mussten Jarchow und Kreuzer beim Aufsichtsrat des HSV zum Rapport antreten. Teile des Kontrollgremiums wollen offenbar die Reißleine ziehen und van Marwijk entlassen.

Doch das kann laut Satzung nur der Vorstand, der sich für den ehemaligen niederländischen Bondscoach stark macht. An der Elbe gilt es deshalb als nicht mehr ausgeschlossen, dass gleich der ganze Vorstand rausgeschmissen wird. Doch dafür ist in dem traditionell zerstrittenen Gremium eine Dreiviertelmehrheit nötig. Als möglicher Nachfolger für van Marwijk wird Mirko Slomka (zuletzt Hannover 96) gehandelt. Nach übereinstimmenden Medienberichten hat der Rat auch Kontakt zu HSV-Ikone Felix Magath aufgenommen.

Der 60-Jährige schließt ein Engagement in Hamburg nicht aus. „Beim HSV muss ab sofort auf allen Ebenen der Fußball wieder im Vordergrund stehen. Es geht jetzt nur noch um den Klassenerhalt. Es bedarf nun endlich einer Lösung im Sinne unseres Vereins“, schrieb Magath auf seiner Facebookseite: „Der HSV muss Einigkeit nach innen und außen demonstrieren, ein starkes Zeichen setzen und eine Einheit werden.“ Magath versicherte, er sei in großer Sorge um seinen ehemaligen Klub. „In Hamburg ist der HSV hinter undurchschaubaren Strömungen, Gruppen- und Einzelinteressen kaum noch sichtbar. Mittlerweile muss man nach diesem Rückrundenstart sogar mit einem Abstieg unseres Hamburger SV rechnen.“

Der HSV hat die vergangenen sechs Bundesliga-Spiele verloren und schwebt als Tabellen-17. akut in Abstiegsgefahr. An einen Rücktritt denkt van Marwijk nicht: „Ich werde nicht resignieren. Ich bin nach wie vor zu hundert Prozent positiv und davon überzeugt, dass wir nicht absteigen werden.“

sid

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