Freitagsspiel am 27. Spieltag

Offensiv-Spektakel in Sinsheim: TSG schießt Leverkusen aus dem Stadion 

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Endlich hat die TSG Hoffenheim mal eine Führung auch zu einem überzeugenden Sieg nutzen können.

Endlich hat die TSG Hoffenheim mal eine Führung auch zu einem überzeugenden Sieg nutzen können. Der Kampf um die internationalen Plätze wird damit immer spannender: Nur noch einen Punkt liegen die Kraichgauer nun hinter Bayer Leverkusen.

Sinsheim - Dank Ishak Belfodil mischt die TSG 1899 Hoffenheim im Endspurt der Fußball-Bundesliga wieder um die Europa-League-Plätze mit. Beim 4:1 (1:1)-Sieg des Teams von Trainer Julian Nagelsmann im hochklassigen Freitagabendspiel gegen Bayer Leverkusen traf der algerische Stürmer gleich zweimal (10./61. Minute). Zudem bereitete er den vierten Treffer durch Andrej Kramaric (79.) maßgeblich vor, so dass der Kroate nun mit 47 Treffern nun der alleinige Rekord-Torschütze der Kraichgauer ist. Mit dem überzeugenden Erfolg kämpften sich die Kraichgauer bis auf einen Punkt an den Tabellensechsten heran.

Der Ex-Hoffenheimer Kevin Volland hatte vor 28 350 Zuschauern in der PreZero-Arena für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt (17.). Sven Bender lenkte zudem einen Schuss des eingewechselten Nadiem Amiri ins eigene Tor ab (61.). Nachdem die TSG in bereits zehn Spielen eine Führung nicht zum Sieg nutzen konnte, setzte sie sich nach einer wackligen Anfangsphase überzeugend durch und landete im elften Bundesliga-Heimspiel endlich den zweiten Sieg gegen den bisherigen Angstgegner.

Bundesliga: Leverkusen findet nach Rückstand die richtige Antwort 

Nach starkem Auftakt der Leverkusener sprengte der Hoffenheimer Benjamin Hübner mit einem öffnenden Pass auf Andrej Kramaric die gegnerische Deckung. Die präzise Eingabe des Kroaten verwertete Belfodil zum 1:0 nach zehn Minuten.

Doch nur sieben Minuten durfte sich die TSG über die Führung freuen. Nach einer genialen Flanke vom anfangs groß auftrumpfenden Spielmacher Julian Brandt nickte der Ex-Hoffenheimer Kevin Volland per Kopf ein (17.) und verbuchte sein zwölftes Saison-Tor. Schon drei Minuten hätte er in der hochklassigen Partie die Gäste-Führung erzielen müssen, doch brachte das Leder freistehend aus Nahdistanz nicht auf das leere Gehäuse.

In einer temporeichen Partie mit bestem Unterhaltungswert schenkten sich beide Teams nichts und erspielten sich wechselseitig erstklassige Möglichkeiten. Der zweite Tor-Jubel von Belfodil nach 32 Minuten kam aber verfrüht, denn der Schiedsrichter-Assistent hatte eine knappe Abseitsstellung des Schützen erkannt.

Bundesliga: Nagelsmanns Einwechslungen zünden

Schon in der ersten Hälfte hatten die Gäste, die auf den gelbgesperrten Wendell verzichten mussten, zwei verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen. Für den mit muskulären Problemen am Oberschenkel ausscheidenden Karim Bellarabi kam nach 26 Minuten der Chilene Charles Aranguiz aufs Feld, der erst am Donnerstag von einer Länderspielreise zurückgekehrt war. Zehn Minuten später musste auch Lars Bender raus, der humpelnd den Platz verließ.

Der gleichfalls verletzungsbedingt erzwungene Wechsel im Team der Gastgeber, nachdem Joelinton unglücklich auf den Ball getreten war, kam den Hoffenheimern letztlich zugute: Nadiem Amiri stand in seinem 100. Bundesligaspiel nur rund 30 Sekunden nach seiner Einwechslung genau richtig und leitete aus Nahdistanz maßgeblich das 2:1 ein, wobei Sven Bender seinen Schuss noch unhaltbar abfälschte (51.). Als Leverkusen auf das Remis drückte, sorgte Ishak Belfodil mit seinem zehnten Saisontreffer für die Vorentscheidung (61.), ehe Kramaric noch einmal erhöhte.

Für beide Teams hatte sich wegen der Länderspielwoche die Vorbereitung als äußerst schwierig erwiesen. Von den acht Bayer-Reisenden hatten noch am Mittwoch nur sechs mittrainiert. Hoffenheim hatte gleich ein Dutzend Profis für Länderspiele abgestellt und trainierte zuletzt teilweise mit nur sieben Feldspielern.

dpa

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