Löws Kandidaten: Zittern bis zum Schluss?

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Joachim Löw will vielleicht zunächst mehr als 23 Spieler nominieren

Stuttgart - Joachim Löw wird das knallharte Auswahl- Verfahren um die 23 WM-Spieler-Tickets wahrscheinlich bis kurz vor dem Abflug nach Südafrika durchziehen.

Obwohl der Bundestrainer schon “ein paar Tage vor dem Abschluss der Bundesliga“ am 8. Mai seinen WM- Kader nominieren will, müssen sich die deutschen WM-Kandidaten auch in der unmittelbaren Turnier-Vorbereitung auf Sizilien und in Südtirol auf einen verschärften Konkurrenzkampf einstellen. “Wir haben vor der EM 2008 gute Erfahrungen damit gemacht“, sagte Löw am Donnerstag beim DFB-Medienworkshop in Stuttgart. “Beide Varianten sind denkbar“, erklärte der DFB-Chefcoach. Er hält sich damit ein Personal-Casting wie vor zwei Jahren offen, als er nach dem Trainingslager auf Mallorca drei Spieler aussortiert hatte.

Jogis Jungs setzen sich in Szene

Klappe! Die Nationalelf-Stars setzen sich in Szene

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So wird die WM-Vorbereitung, die wenige Tage nach der Nominierung am 11. oder 12. Mai mit einem Leistungstest in Düsseldorf beginnt, zunächst wohl mit mehr als den 23 WM-Fahrern laufen. “Das hängt auch davon ab, wie der Stand von einzelnen Spielern ist“, bemerkte Löw mit Hinweis auf kurzfristige Verletzungen oder Trainingsrückstände. So könnte auch der in dieser Woche wegen eines Knorpelschadens erneut am rechten Knie operierte Simon Rolfes noch eine Chance bekommen, auch wenn der Leverkusener erst kurz vor Saisonende wieder fit wird. Vor der EURO 2008 hatte der Bundestrainer 26 Spieler mit zum Casting nach Mallorca genommen. Der Schalker Jermaine Jones, der Leverkusener Patrick Helmes und der damalige Gladbacher Marko Marin mussten nach dem Trainingslager zurück in die Heimat reisen.

Löw muss dieses Mal erst nach den drei Testspielen am 13. Mai gegen Malta in Aachen, am 29. Mai in Budapest gegen Ungarn und am 3. Juni gegen in Frankfurt gegen Bosnien-Herzegowina seinen endgültigen 23-Mann-Kader an den Fußball-Weltverband FIFA übermitteln. Datum dafür ist der 5. Juni, danach sind Veränderungen im Aufgebot bis zum ersten Gruppenspiel am 13. Juni gegen Australien in Durban nur noch bei schweren Verletzungen möglich. Der Bundestrainer wird zu Beginn der Vorbereitung noch nicht alle Spieler zur Verfügung haben, denn das DFB-Pokalfinale und auch die beiden Endspiele in der Champions League und in der Europa League werden noch im Mai ausgetragen. “Das ist eine große Planungsunsicherheit“, erklärte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff.

Für den Bundestrainer hat das Unternehmen Titelgewinn 2010 in Stuttgart mit dem ersten Leistungstest begonnen: “Die Vorfreude auf das Turnier ist jetzt schon zu spüren.“ Die Ablaufpläne des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die Zeit vor und während der WM stehen; Mitte Februar wird Löw auch das DFB-Basislager nahe Pretoria nochmals inspizieren. Die Arbeit an einem speziellen Sicherheitskonzept für die Mannschaft, aber auch für die mitreisenden Fans, Familien der Spieler und DFB-Gäste laufen. Löw weiß zwar um die besonderen Bedingungen in Südafrika (“Das ist nicht die WM in Deutschland“), ist aber von einer “emotionalen, stimmungsvollen und bunten WM“ überzeugt. “Ich persönlich habe mich in dem Umfeld, in dem ich mich bewegt habe, absolut sicher gefühlt“, erklärte der Bundestrainer nach seinen persönlichen Erfahrungen beim Confed-Cup und der Gruppenauslosung im Kap-Staat.

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