Niersbach wünscht Ultimatum für WM-Gastgeber Katar

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DFB-Chef Wolfgang Niersbach setzt Katar unter Druck. Foto: Andreas Gebert

Zürich (dpa) - DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat den umstrittenen WM-Gastgeber Katar unter Druck gesetzt.

"Aus Sicht des DFB wäre es auch im Interesse Katars zielführend, einen Zeitraum zu definieren, an dessen Ende eine unabhängige Institution wie beispielsweise Amnesty International oder der Internationale Gewerkschaftsbund die Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen prüft und abschließend bewertet", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Niersbach denke an eine Frist, die die FIFA dem Ausrichterland der WM 2022 setzt, etwa bis Ende 2015.

Sollten Verbesserungen in dieser Zeit nicht erreicht sein, würde die WM anderweitig vergeben, schreibt das Magazin. Ein entsprechender Antrag für ein solches Ultimatum müsse jetzt in der Exekutive des Fußball-Weltverbandes FIFA gestellt werden. Bis Mai 2015 ist der ehemalige DFB-Chef Theo Zwanziger noch deutscher Vertreter in dem Gremium. Dann soll ihm Niersbach in der FIFA-Exekutive nachfolgen.

Zuletzt hatte Amnesty International unwürdige Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen auf den Baustellen Katars beklagt.

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