Neuer Afrika-Cup-Ausrichter steht bald fest

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Der Präsident des afrikanischen Verbandes, Issa Hayatou, wird bald bekanntgeben, wo der Afrika Cup stattfinden wird. Foto: Andreas Gebert

Kairo (dpa) - Ein neuer Ausrichter für den Afrika-Cup 2015 soll in den kommenden "zwei bis drei Tagen" präsentiert werden. Das sagte der Präsident des afrikanischen Fußballverbands CAF, Issa Hayatou, dem französischen TV-Sender France 24 am 12. November.

"Seien Sie nicht in Eile. Das Turnier muss und wird vom 17. Januar bis 8. Februar stattfinden. Alles was ich sagen kann, ist, dass er irgendwo ausgetragen wird", sagte Hayatou. Am Vortag hatte der afrikanische Verband Marokko die Gastgeber-Rolle entzogen und die Nationalmannschaft vom Turnier ausgeschlossen. Marokko hatte zuvor wegen der Ebola-Epidemie in einigen afrikanischen Ländern auf eine Verlegung des Turnieres um ein Jahr gedrängt.

Angola, Gabun und Nigeria sollen ihr Interesse als Marokko-Ersatz bekundet haben. In den afrikanischen Medien wird zudem darüber spekuliert, dass der CAF gerne Ghana und Südafrika als gemeinsame Gastgeber sehen würde.

"Obwohl Nigeria, Angola und Gabun sich als Gastgeber angeboten haben, prüft das Exekutivkomitee der CAF sorgfältig die Möglichkeit, dass ein anderes Land ausgesucht wird", zitierte die ägyptische Zeitung "Al Masry Al Youm" einen ungenannten CAF-Funktionär. Unbestätigten Meldungen zufolge könnte das Turnier sogar außerhalb Afrikas ausgetragen werden, sollte sich kein geeigneter Gastgeber-Kandidat finden lassen.

Eine Verlegung des Turniers kommt für den afrikanischen Verband nicht infrage. "Wenn wir die Veranstaltung nach hinten verschieben würden, wäre das tödlich für den afrikanischen Fußball", sagte Hayatou in dem TV-Interview, "wir wären nicht mehr länger glaubwürdig und könnten dann gar nichts mehr organisieren."

Derweil hat Marokko seinen Standpunkt verteidigt. "Marokko hat sich nicht vor der Gastgeberrolle gedrückt. Die gesamte Welt ist sich der Gefahr durch Ebola bewusst", sagte der marokkanische Sportminister Mohammed Ouzzin. Aus seiner Sicht sei eine Verlegung aufgrund der tödlichen Ebola-Epidemie unumgänglich. Nach Schätzungen sollen bereits mehr als 5000 Menschen hauptsächlich in Sierra Leone, Liberia und Guinea an den Folgen der Virus-Infektion gestorben sein.

Interview mit Hayatou

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