Neue Ära in Bremen: Dutt startet bescheiden

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Für Robin Dutt (r) war am Freitag Trainingsauftakt bei Werder Bremen

Bremen - Mit seinem neuen Trainer Robin Dutt, aber ohne die Neuzugänge Luca Caldirola und Cedrick Makiadi ist Werder Bremen in die Saisonvorbereitung gestartet. Die Ziele sind bescheiden.

Robin Dutt hatte seine graue Baseballkappe tief ins Gesicht gezogen. Mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht stand Werder Bremens neuer Trainer im Nieselregen und beobachtete seine Profis beim Aufgalopp in eine neue Zeitrechnung. Nach der 14-jährigen „Ära Thomas Schaaf“ beim Fußball-Bundesligisten von der Weser will Dutt die Hanseaten Schritt für Schritt zurück zu alter Stärke führen.

Drei Spielzeiten ohne Europapokal-Qualifikation und der Fast-Abstieg in der vergangenen Saison gebieten jedoch vorerst ungewohnte Zurückhaltung - auch beim ehemaligen DFB-Sportdirektor. „Ich glaube nicht, dass ein Tabellenplatz unsere Botschaft sein sollte, nicht im ersten Jahr“, sagte Dutt bei seinem Einstand als Werder-Coach: „Aufgabe ist es, zunächst die Grundlagen in Sachen Teambuilding, Fitness und Defensivverhalten zu legen. Dann werden wir sehen, was dabei herauskommt.“ Das Wort Europa nahm der 48-Jährige bewusst nicht in den Mund.

Einen Eindruck von seiner neuen Mannschaft konnte sich Dutt beim Trainingsauftakt nur bedingt machen. Gerade einmal 18 Werder-Profis liefen bei nasskaltem Wetter am Freitagmorgen zum obligatorischen Laktattest neben dem Weserstadion auf; die restlichen zwölf Akteure, unter ihnen auch die Neuzugänge Luca Caldirola und Cedrick Makiadi, stoßen erst in den kommenden Wochen dazu.

„Der erste Eindruck ist durchweg positiv“, sagte Kapitän Clemens Fritz nach der ersten Ansprache seines neuen Chefs: „Nun ist es wichtig, dass wir uns schnell finden und Stabilität bekommen, um konstanter und erfolgreicher zu spielen als zuletzt.“ Eine konkrete Zielsetzung wollte auch der Routinier nicht nennen, machte aber deutlich, dass nach der völlig verkorksten Vorsaison nicht allein der neue Trainer in der Pflicht steht. „Nach 14 Jahren mit Thomas Schaaf haben wir in Bremen eine besondere Situation. Wir müssen alle anpacken“, sagte Fritz, der wohl auch in der kommenden Spielzeit - das ließ Dutt durchblicken - die Kapitänsbinde tragen wird.

Auf die erhoffte Verstärkung im Sturmzentrum wird der neue Chefcoach noch eine Weile warten müssen. Sportdirektor Thomas Eichin sondiert zwar den Markt, doch Eile verspürt er dabei nicht. „Das Transferfenster ist noch lange offen. Wir lassen uns nicht unter Druck setzen und haben alle Zeit der Welt“, sagte Eichin.

Borussia Dortmunds ehemaliger Torjäger Lucas Barrios gehört dabei nach wie vor zu den Kandidaten.„Er will zurück in die Bundesliga und ist ein interessanter Spieler, doch es muss in allen Bereichen passen“, sagte Eichin über den Angreifer, der zuletzt in China spielte und rund 5,5 Millionen Euro im Jahr verdiente.

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Eichin spielt auf Zeit - zumal die zuletzt suspendierten Nationalspieler Marko Arnautovic und Eljero Elia von Dutt begnadigt worden sind. „Bei mir gibt es keine Vorgeschichte. Sie sind beide herausragende Fußballer, und es wäre natürlich schön, wenn wir beide integrieren könnten“, sagte Dutt. Während Arnautovic am Freitag noch fehlte, war Elia wieder mit von der Partie.

sid

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