Rummenigge pro - Klopp kontra

Nations League: Bayern und BVB uneinig

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Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

München - Während Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge die positiven Aspekte der geplanten Nations League hervorhebt, zeigt sich BVB-Trainer Jürgen Klopp kritisch.

Liga-Präsident Reinhard Rauball und Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp haben mit Erstaunen und Skepsis auf die UEFA-Ankündigung einer Nations League ab 2018 reagiert, Karl-Heinz Rummenigge als Vorsitzender der European Club Association (ECA) betonte dagegen die positiven Aspekte der Einführung. „Wir sind sehr überrascht, dass dieses Thema in Astana ohne Vorankündigung auf die Tagesordnung gekommen ist und ein so weitreichender Beschluss getroffen wurde“, sagte Rauball in eimem offiziellen Statement der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Er sehe bei der Ausgestaltung des Wettbewerbs aus Sicht der Profi-Ligen „vor allem in der Terminplanung einige Punkte, die es zu berücksichtigen gilt“. Es dürfe im „Sinne eines weiterhin funktionierenden Nebeneinanders von Klub- und Nationalmannschafts-Wettbewerben keine Schnellschüsse geben“. Zusätzliche Belastungen seien Spielern und Vereinen nicht zumutbar.

Rummenigge und die ECA erklärten in einer Pressemitteilung, dass „die europäischen Vereine nicht gegen so ein Projekt“ seien, da die Menge an Spielen unverändert bliebe. Ein positiver Aspekt sei, dass „unsere Spieler nicht mehr für Freundschaftsspiele um die Welt reisen müssen“.

Klopp reagierte dagegen kritisch. „Ich habe jetzt zu Hause nicht direkt ein Freudenfest angezettelt“, sagte der Dortmunder Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel des BVB am Samstag (15.30 Uhr /Sky) beim VfB Stuttgart. Spieler oder Trainer seien „nicht in einer Sekunde gefragt worden“, ärgerte sich Klopp. Die Sommerpause sei für so ein Turnier der „schlechteste Zeitpunkt“.

Bereits zuvor hatten sich auch die Meinungsführer des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) skeptisch geäußert. „Es war ein langer Prozess, und ich verhehle nicht, dass der DFB und auch ich persönlich ganz offen Bedenken geäußert haben“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach dem Sport-Informations-Dienst (SID): „Die Skepsis ist sicherlich auch noch nicht total verschwunden. Aber wir müssen akzeptieren und respektieren, dass die Mehrheit der Verbände ganz einfach etwas ändern möchte.“

Bundestrainer Joachim Löw reagierte ebenfalls vorsichtig: „Wir wollen am liebsten immer gegen die großen Nationen im Weltfußball spielen. Wenn dies innerhalb der Nations League für uns gewährleistet wird, können wir aus rein sportlicher Sicht damit leben“, sagte Löw bei dfb.de. Manager Oliver Bierhoff ergänzte: „Ich bin ein Freund davon, Neuerungen offen entgegenzutreten. Aber wir alle stehen in der Verantwortung, die Schraube nicht zu überdrehen.“

sid

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