Konkurrenz in der Nationalmannschaft

Neuer oder ter Stegen? Jogi Löw legt sich fest, wer am Sonntag gegen die Niederlande spielt

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Joachim Löw hat entschieden, wer gegen die Niederlande im Tor stehen  wird.

Manuel Neuer oder Marc-Andre ter Stegen? Wer ist der Bessere? Nach der Arbeitsteilung gegen Serbien, hat sich Jogi Löw festgelegt, wer gegen die Niederlande spielt.

Update vom 21. März, 7.01 Uhr: Kapitän Manuel Neuer wird beim Start in die EM-Qualifikation am Sonntag in den Niederlanden im deutschen Tor stehen. Bundestrainer Joachim Löw bestätigte unmittelbar nach dem 1:1 gegen Serbien am Mittwochabend, dass er für das brisante Duell mit Holland auf den Bayern-Schlussmann baut. „Davon können Sie ausgehen“, antwortete Löw in Wolfsburg auf eine entsprechende Frage.

Beim Jahresauftakt der Fußball-Nationalmannschaft hatte Neuer in der Startelf gestanden und war beim Gegentor von Luka Jovic machtlos. In der zweiten Halbzeit stand Herausforderer Marc-André ter Stegen im Tor, bekam aber praktisch keine Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

Neuer oder ter Stegen? Frühere Nationalkeeper legen sich fest, wer der Bessere ist - und wer spielen soll

Update vom 20. März, 12.44 Uhr: Marc-André ter Stegen beeindruckt beim FC Barcelona mit Weltklasse-Paraden. Die spanische Presse bezeichnete ihn vor kurzem als einen „Torwart wie eine Kathedrale“, „Giganten“ oder als „Wunderkind“ - Schlagzeilen, die man früher so oder so ähnlich auch über Manuel Neuer lesen konnte. Doch spätestens seit seiner hartnäckigen Fußverletzung scheint ter Stegen dem mehrmaligen Welttorhüter den Rang abgelaufen zu haben. 

Vor der WM 2018 gab es nicht wenige Stimmen, die ihn als Nummer eins im deutschen Tor forderten. Nach der Ausbootung von Müller, Hummels und Boateng stellt sich nun auch die Frage nach einer Veränderung auf der Torwartposition. Neuer oder ter Stegen - Wer ist der Bessere?

In der aktuellen Ausgabe der SportBild äußerten sich ehemalige Nationalkeeper zur Torwart-Diskussion - Die Forderungen nach einer neuen Nummer eins werden lauter. Eike Immel etwa konstatiert: „Marc-André ter Stegen ist inzwischen einfach besser! Während Manuel Neuer nach seiner Verletzung nur noch durchwachsene Leistungen zeigt, bringt ter Stegen Weltklasse am Fließband. Und weil er sportlich besser ist, muss er auch spielen.“ Der Meinung ist auch Uli Stein, denn „wenn es nach dem Leistungsprinzip geht, hat Marc-André ter Stegen es verdient zu spielen.“

Torwartduell in der Nationalmannschaft: Ter Stegen der Bessere, aber...

Obwohl ter Stegen im Moment Weltklasse-Leistungen zeige, halten Tim Wiese und Bayern-Legende Sepp Maier ein Festhalten an Manuel Neuer als Stammtorwart für richtig. Wiese etwa gab zu Protokoll: „Grundsätzlich müsste Marc-André ter Stegen spielen, weil er mittlerweile der bessere Torhüter ist (...), aber ich kann Bundestrainer Joachim Löw verstehen, wenn er an ihm (Neuer) festhält. Erstens tauscht man einen Torhüter nicht so schnell aus wie einen Feldspieler. Zweitens ist Neuer Löws Kapitän.“

Auch Sepp Maier stellt fest: „Es muss im Tor eine klare Nummer eins geben. Du kannst auf dieser wichtigen Position nicht dauernd hin-und herwechseln. Auch wenn ter Stegen momentan besser wäre, musst du Manuel Neuer spielen lassen.“ Eben jenes Wechselspiel fordert hingegen Bodo Illgner, Weltmeister von 1990, der beide Keeper „gleichauf“ sieht: „Ich würde beide abwechselnd spielen lassen, um dann zu schauen, wer mit der Situation am besten umgeht.“ Jens Lehmann befand sich vor der WM 2006 in hartem Konkurrenzkampf mit Oliver Kahn. Er ist sich sicher: „Eine Rivalität ist förderlich für alle.“

Neuer oder ter Stegen: Löw gibt Versprechen - Wer soll gegen Serbien ran?

Update vom 19. März, 13.44 Uhr: Jetzt wird es ernst für Jogi Löw in Sachen Torwart-Entscheidung. Wer darf im ersten Länderspiel des Jahres gegen Serbien ran? Setzt Löw auf den altbewährten Manuel Neuer oder bekommt Marc-André ter Stegen einen Einsatz? Noch scheint alles offen: In der Pressekonferenz am Dienstag in Wolfsburg sagte Bundestrainer Löw: „Im Tor haben wir bis jetzt noch keine Entscheidung getroffen. Das wird morgen entschieden. Dieses Jahr gibt es viele, viele Spiele. Also der Marc wird auf jeden Fall seine Möglichkeit bekommen.“

Neuer oder ter Stegen? Löw mit einem Versprechen in der Halbzeit des El Clasicos

Update vom 3. März, 9.37 Uhr: Marc-Andre ter Stegen wird in Spanien gefeiert. „Ein Torwart wie eine Kathedrale“ oder „Der Messi mit Handschuhen“ - in dieser Saison überschlugen sich die Schlagzeilen. Nun hat der Keeper innerhalb einer Woche zwei El Clasicos zu Null gewonnen. Sein FC Barcelona steht in der Primera Division an der Tabellenspitze. 

In der Halbzeit des Klassiker-Duells am Samstagabend, interviewte DAZN den Bundestrainer Joachim Löw. Der Sender befragte Löw auch zu ter Stegens Ambitionen, die der Keeper erst kürzlich untermauert hatte: „Ich möchte den Umbruch auch auf der Torwart-Position vollziehen. Ich möchte Druck machen“, so der Torhüter beim Streaming-Portal. 

„Ich finde okay, was er gesagt hat. Er hat seine Ansprüche angemeldet und das völlig zurecht. Wir sind wirklich glücklich in Deutschland, dass wir zwei Weltklasse-Torhüter sagen. Ich habe gesagt, dass der Manuel Neuer die Nummer eins ist und Kapitän“, so der Bundestrainer, führt aber weiter aus: „In diesem Jahr beginnt so etwas wie ein Neubeginn. In der Qualifikation wird auch der Marc seine Chancen bekommen. Die EM ist erst im nächsten Jahr, bis dahin ist es noch eine lange Zeit.“

Auf die Nachfrage, ob es einen Konkurrenzkampf zwischen den beiden gibt, weicht Löw eher aus. „Beide Torhüter sind auf einem Super-Niveau. Der Marc wird auf jeden Fall auch ein paar Spiele bekommen“, sagt der Weltmeister-Coach. 

„Ich mache alles dafür“: Ter Stegen mit Kampfansage an Manuel Neuer - das sagt Jogi Löw

Update vom 24. Januar 2018, 17.27 Uhr:

DFB-Kapitän Manuel Neuer hat den Anspruch seines Teamkollegen Marc-André ter Stegen auf die Torhüterposition in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft als „legitim“ bezeichnet. „Er ist ja auch nicht der einzige. Bernd Leno, Kevin Trapp, die wollen alle die Nummer 1 von Deutschland sein - und das sagen sie ja auch“, erklärte Neuer am Donnerstag in München bei einem Sponsorentermin (Audi) des FC Bayern.

„Es ist so, dass immer nur einer zwischen den Pfosten stehen kann. Und ich bin jemand, der sich jedem Konkurrenzkampf gestellt hat“, äußerte der 32 Jahre alte Bayern-Schlussmann. Der sechs Jahre jüngere ter Stegen muss sich trotz anhaltend guter Leistungen beim spanischen Spitzenclub FC Barcelona allerdings auch nach dem WM-Jahr weiterhin mit der Rolle als Nummer 2 im Nationaltrikot begnügen.

Neuer konterte auf ter Stegens Kampfansage: „Ich versuche immer, meine Topleistung zu bringen und auch den Trainern zu zeigen, dass ich zwischen den Pfosten stehen will.“ Das versuche er nicht nur mit der Leistung auf dem Platz, betonte der 84-malige Nationalspieler, sondern auch außerhalb des Spielfeldes. Er übernehme „auch drumherum sehr viel Verantwortung“.

ter Stegen will Nummer eins werden - Respektvolle Kampfansage an Manuel Neuer

Update vom 23. Januar 2019: Marc-Andre ter Stegen zeigt fast wöchentlich, dass er zur Crème de la Crème der Torhüter gehört. Just wurde er sogar in die UEFA-Elf des Jahres gewählt. Bedenkt man die Konkurrenz - Weltklasse-Torhüter wie Thibeaut Courtois, Jan Oblak, David de Gea, seinem Nationalmannschaftskollegen Manuel Neuer und vielen mehr - ist es eine große Auszeichnung für den Barca-Schlussmann.

Er selbst bezeichnet die Wahl bei Sport Bild als  „Ehre und Ansporn zugleich“. Joachim Löw legte sich bekanntlich fest, dass Neuer auch bei der möglichen EM 2020 das Tor hüten wird. Für ter Stegen kein Problem. Er gibt sich kämpferisch. „Alles, was ich machen kann, ist meine Leistung zu bringen sowie körperlich und gesundheitlich auf einem Top-Niveau zu sein, um am Ende den Umbruch in der Nationalmannschaft auch auf der Torwartposition fortzuführen. Ich will Druck machen, bis sich Jogi Löw irgendwann für mich entscheidet und ich die Nummer eins im Tor werde“, so der Torwart. 

Als ter Stegen die Entscheidung des Bundestrainers Joachim Löw vor der WM 2018 erfuhr, war es „natürlich frustrierend“. Ein Vorbild für den 26-Jährigen war immer Oliver Kahn. „Spielerisch sind wir beide zwar zwei komplett unterschiedliche Torwart-Typen, doch mich hat seine Persönlichkeit und sein Wille immer sehr beeindruckt“, so der Schlussmann. 

Auf die Frage, warum er nicht aufmuckt und öffentlich noch intensiver auf seine Beförderung drängt, gibt sich ter Stegen zurückhaltend. „Das hat etwas mit Respekt zu tun. Ich will nicht dadurch auffallen, dass ich den Mund weit aufmache. Ich möchte der beste Torwart Deutschlands sein. Ich möchte im Tor der Nationalmannschaft stehen. Dafür werde ich alles geben!“, gibt der Deutsche zu. 

Stammkeeper bei der Nationalmannschaft: Wer soll künftig im Tor stehen?

Löw über Neuer im Tor der Nationalmannschaft: „Eingeplant als Nummer eins bis ...“

Berlin - Joachim Löw sieht den Münchner Manuel Neuer auch beim weiteren Umbruch in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft als Stammtorhüter. „Wenn Manuel seine Form hat, wird er eingeplant sein als Nummer eins bis 2020“, erklärte der Bundestrainer in der Nacht zum Sonntag im „ZDF-Sportstudio“. Der 26 Jahre alte Herausforderer Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona werde zwar im neuen Jahr Einsatzchancen bekommen. Einen offenen Zweikampf im Tor aber will Löw nicht ausrufen.

Luxusproblem - ter Stegen „ist jetzt genauso Weltklasse“

„Öffentlich muss man das nicht tun. Ich möchte die Leistung von Marc nicht schmälern. Er hatte am Anfang in der Nationalmannschaft einige Probleme, ist jetzt genauso Weltklasse“, sagte der DFB-Cheftrainer. Doch die Rollenverteilung bleibt für Löw. „Er ist unser Kapitän und wichtig für die Mannschaft. Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, wir Neuer die Nummer eins sein bis zur EM“, betonte der Bundestrainer.

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Der 32-jährige Bayern-Keeper sei „über viele Jahre der allerbeste Torhüter“ gewesen. Und auch nach seiner längeren Verletzungspause habe er bei der insgesamt „wahnsinnig enttäuschenden WM“ in Russland seine Form gefunden, bemerkte Löw. Der viermalige Weltmeister Deutschland wird im März 2019 in die neue Länderspiel-Saison und die EM-Qualifikation starten.

dpa / as

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