Nacht der Helden der EM-Qualifikation

Die Österreicher feiern ihre EM-Teilnahme. Foto: Robert Jaeger
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Die Österreicher feiern ihre EM-Teilnahme. Foto: Robert Jaeger
Der Ehrentreffer bei der 1:4-Niederlage gegen Österreich gelang Schwedens Zlatan Ibrahimovic dann doch noch. Foto: Jonas Ekstroemer
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Der Ehrentreffer bei der 1:4-Niederlage gegen Österreich gelang Schwedens Zlatan Ibrahimovic dann doch noch. Foto: Jonas Ekstroemer
Wayne Rooney trifft vom Elfmeterpunkt. Foto: Andy Rain
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Wayne Rooney trifft vom Elfmeterpunkt. Foto: Andy Rain
Mezedoniens Keeper Tome Pacovski lenkt den Ball ins eigene Tor. Foto: Georgi Licovski
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Mezedoniens Keeper Tome Pacovski lenkt den Ball ins eigene Tor. Foto: Georgi Licovski
Der Besuch in Luxemburg wurde für Russlands Nationalmannschaft ein 7:0-Schützenfest. Foto: Anthony Anex
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Der Besuch in Luxemburg wurde für Russlands Nationalmannschaft ein 7:0-Schützenfest. Foto: Anthony Anex

Österreich hat souverän die EM-Qualifikation geschafft - ein Grund, die Nacht zum Tag zu machen. Auch Englands Superstürmer Wayne Rooney erlebt nach dem Sieg gegen die Schweiz eine Jubel-Nacht. Sein 2:0 macht ihn zum Rekordtorschützen des Landes.

Leipzig (dpa) - Österreichische Polonaise über den Wolken und ein großer Abend für Rekordmann Wayne Rooney in Wembley: Die Helden der EM-Qualifikation am Dienstag werden die Nacht danach so schnell nicht vergessen.

Die Austria-Kicker feierten ausgelassen ihren 4:1-Sieg in Schweden, der gleichbedeutend mit dem frühzeitigen Buchen der Tickets für die Endrunde 2016 in Frankreich war. Rooneys Treffer zum 2:0-Erfolg über die Schweiz war der 50. seiner Nationalmannschafts-Karriere. Damit überholte der bullige Angreifer von Manchester United den legendären Sir Bobby Charlton.

Für Österreichs Fußballer gab es nach dem Abpfiff kein Halten, aber auch keinen Schlaf mehr. Schon im Stadion wurde ausgelassen herumgehüpft, zu den ersten Gratulanten dort gehörte Bundeskanzler Werner Faymann, der zu politischen Gesprächen in Stockholm weilte und sich das Spiel im Stadion anschaute. Auf dem Rückflug führte der Schweizer Erfolgscoach Marcel Koller eine Polonaise an. Hunderte Fans erwarteten das Team um die Bundesliga-Torschützen David Alaba und Martin Harnik auf dem Flughafen Wien-Schwechat, um dort gemeinsam eine Party zu feiern.

"Wir schreiben Geschichte, es hat keiner geglaubt, dass wir hier 4:1 gewinnen. Wir sind eine Familie, wie wir miteinander umgehen, das ist unbeschreiblich", meinte der frühere Bremer Marko Arnautovic, während Bayern-Verteidiger Alaba trotz aller Freude nüchtern analysierte: "Wir arbeiten schon so lange und so hart daran, fahren verdient nach Frankreich."

Hohn und Spott gab es dagegen für die schwedischen Kicker um Superstar Zlatan Ibrahimovic, der wenigstens in der Nachspielzeit noch den Ehrentreffer erzielte. "Ausgebuht, ausgelacht, ausgespielt - (bald) ausgeschieden? - Es war ein Match, in dem Schweden viel vorhatte, genau so, wie es Erik Hamren es immer fordert. Das Problem war, das Österreich mindestens so viel wollte, mehr konnte und außerdem ein taktisches Konzept besaß, eine dichte Verteidigung und effektive Abschlüsse", kommentierte "Expressen". Und "Aftonbladet/Sportbladet" fragte: "Bodenlos und unverzeihlich schlecht. Wie schlimm kann es eigentlich werden? Wie viele Arten könnt ihr euch ausdenken, um uns zu enttäuschen?"

Die Tre Kronors rutschten in der Tabelle auf Rang drei ab und müssen nun um die EM-Teilnahme bangen. Zumal Russland durch einen 7:0-Kantersieg in Luxemburg nun auch die weitaus bessere Tordifferenz im Vergleich zu Schweden hat.

Wayne Rooney machte beim Erfolg über die Schweiz seine Ankündigung wahr und markierte in Wembley sein Jubiläumstor. Dass er dafür einen Foulelfmeter benötigte, interessierte niemanden. Danach prasselten von überall her Glückwünsche auf den 29-jährigen ein. Auch die einstigen und jetzigen Fußball-Größen Gary Lineker, Rio Ferdinand, Ashley Young oder Jamie Carragher bejubelten den Rekordtorschützen. Dieser bedankte sich brav: "Es ist eine große Ehre, Englands Rekordtorschütze zu sein. Es war eine Nacht, die ich nie vergessen werden. Danke an alle, die mir auf dem langen Weg geholfen haben", twitterte Rooney zurück.

Für die Schweiz kann es nach der Niederlage bei den bereits für die EM qualifizierten Engländern noch einmal eng werden. Einen Ausrutscher in den letzten beiden Gruppenspielen gegen Estland und San Marino sollte sich die Eidgenossen nicht erlauben, da Verfolger Slowenien das scheinbar noch leichtere Restprogramm hat.

Ein Eigentor des mazedonischen Torhüters Tome Pacovski brachte Spanien bereits nach acht Minuten den Sieg und damit auf den Weg nach Frankreich. Auch, weil sich die Verfolger Slowakei und Ukraine torlos trennten. Das Restprogramm spricht eindeutig für den Titelverteidiger.

Rooney auf Twitter

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