Cristiano "wütend" wegen Transfer

Mou, Löw und Ronaldo: Özil-Wechsel ein Fehler

London - Mesut Özil sucht beim FC Arsenal eine neue Herausforderung. Real Madrid ließ den deutschen Star ziehen. Das stößt bei José Mourinho auf Unverständnis. Cristiano Ronaldo ist sogar "wütend".

Mesut Özil (r.) mit José Mourinho

Erst Isco! Und jetzt Gareth Bale! Der verschärfte Konkurrenzkampf durch die zwei Neuzugänge und das fehlende Vertrauen hat Mesut Özil zu Arsenal London getrieben. Sein Ex-Coach versteht den Wechsel nicht. José Mourinho, der ihn bis Sommer bei Real coachte und jetzt beim FC Chelsea arbeitet, äußerte sich laut Marca voller Kopfschütteln.

"Ich glaube, es ist ein Fehler, dass sie ihn abgegeben haben", sagt er über seinen Ex-Arbeitgeber Real. Mourinho schwärmt: "Özil ist einzigartig. Es gibt keine Kopie von ihm, nicht einmal eine schlechte. Er ist die beste Nummer 10 der Welt."

Mourinho lässt durchblicken, dass unter seiner Ägide wohl kein Okay für den Wechsel zu Arsenal gekommen wäre. "Jeder Verein der Welt will so einen Spieler haben, er erinnert an eine Mischung aus Zidane und Figo."

Auch Torjäger Cristiano Ronaldo äußerte sich nach Informationen des Sportblatts As verärgert darüber, dass der spanische Fußball-Rekordmeister den deutschen Nationalspieler an den Londoner Club abgab. „Der Weggang von Özil ist eine sehr schlechte Nachricht für mich“, zitierte das Blatt am Mittwoch den Portugiesen.

Im Trainingslager seiner Nationalelf habe Ronaldo immer wieder gesagt: „Ich bin wütend über Özils Weggang.“ Kein anderer Spieler kenne seine Laufwege vor dem gegnerischen Tor so gut wie der Deutsche. Zuvor hatten bereits andere Real-Profis wie Sergio Ramos oder Alvaro Arbeloa den Weggang von Özil öffentlich bedauert.

„Der Özil-Transfer löst bei Real ein Unwetter aus“, titelte die Zeitung „El Periódico“. Real-Präsident Florentino Pérez hatte die Beliebtheit des Deutschen unter den Mitspielern und den Fans offensichtlich unterschätzt. Er gab Özil an Arsenal ab, um den Rekordtransfer von Gareth Bale für 100 Millionen Euro finanzieren zu können.

Löw äußert Unverständnis

Bundestrainer Joachim Löw hat den Wechsel von Mittelfeldstar Mesut Özil von Real Madrid zum FC Arsenal begrüßt, kann die Entscheidung der Königlichen aber nicht nachvollziehen. „Einige bei Real wie Ronaldo oder Sam Khedira sind traurig, dass sie so einen Klassespieler verlieren. Auch für mich ist das ein Stück weit unverständlich, dass Real seinen Topscorer der letzten Jahre abgibt, aber so ist eben das Geschäft“, sagte der 53-Jährige im Vorfeld des WM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Freitag (20.45 Uhr/ZDF) in München gegen Österreich.

Die Vorbereitung auf das wichtige Prestige-Duell sieht Löw durch den Transfer des 24-Jährigen, der für 50 Millionen nach London geht, nicht beeinträchtigt. Özil wirke auf ihn „absolut glücklich und zufrieden. Man merkt ihm nichts an. Er ist konzentriert. Das Thema ist bei uns abgehakt“, sagte der Bundestrainer.

Grundsätzlich sei Özil „ein sensibler Spieler, der viel Vertrauen vom Klub und vom Trainer braucht. Ich habe mit ihm in den Tagen vor dem Transfer telefoniert. Da konnte man spüren, dass dieses Vertrauen nicht mehr zu 100 Prozent vorhanden war“, meinte Löw.

Dagegen hätten sich Teammanager Arsene Wenger und Arsenal „wahnsinnig um ihn bemüht. Für die Nationalmannschaft ist der Wechsel gut. Er hat einen Toptrainer und spielt künftig bei einer Mannschaft, die fußballerisch auf einem technisch sehr hohen Niveau ist. Das kommt ihm entgegen“.

Lukas Podolski freut sich unterdessen auf seinen neuen Kollegen bei Arsenal: „Das ist super für uns, Arsenal bekommt einen fantastischen Fußballer. Ich bin der Überzeugung, dass er hervorragend in unser sportliches Konzept passt. Wir agieren mit vielen schnelle Pässen, spielen also Fußball auf eine Art, die ihm liegt. Ich bin sicher, dass er uns weiterhelfen wird“, sagte der zurzeit verletzte Nationalspieler dfb.de.

tz/dpa

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