The Special One

Mourinho im Old Trafford - für ein Benefizspiel

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José Mourinho gilt als heißer Kandidat auf den Trainerposten bei ManUnited.

Berlin - Der französische Meister und Pokalfinalist aus Paris soll ebenfalls Interesse an José Mourinho haben. Der 53-Jährige betont, er habe mit keinem Verein einen Vertrag. Er werde im Sommer aber einen Job haben. Die Frage ist nur: Wo?

Diesen Trainerjob im Old Trafford von Manchester United hat José Mourinho jetzt schon ganz sicher. Der 53 Jahre alte Portugiese wird bei einem Benefiz-Spiel der UNICEF am 5. Juni ein englisches Team gegen eine Weltauswahl mit Leicester Citys Trainer Claudio Ranieri betreuen.

"Es wird ein großartiges Gefühl für Claudio sein, mal wieder ein Spiel zu verlieren", meinte Mourinho in seiner ihm eigenen Art: "Ich hoffe, die Organisatoren können mir nun auch beim englischen Pass helfen."

Die Partie könnte ein Heimspiel für Mourinho werden. Noch immer gilt Manchester United als wahrscheinlichster neuer Arbeitgeber für den exzentrischen Coach, der sich einst selbst in aller Bescheidenheit den Spitznamen "The Special One" verpasste.

Die spanische Zeitung "El Pais" hatte schon von einem Vorvertrag berichtet. Ohne Quellen zu nennen, hatte das Blatt aufgeführt, dass Mourinho rund 6,5 Millionen Euro bekommen soll, wenn er bis zum 1. Mai keinen finalen Kontrakt angeboten bekommt. Weitere 13 Millionen sollen angeblich fällig werden, wenn er auch bis zum 1. Juni keinen Vertrag für eine Zusammenarbeit bekommen haben sollte - das wären fast 20 Millionen Euro fürs Nichtstun.

Vor knapp zwei Wochen betonte Mourinho aber im englischen Sender Sky Sports: "Ich werde immer mit Jobs in Verbindung gebracht. Und ich werde im Sommer einen Job haben, aber im Moment kann ich versprechen, dass ich mit keinem Verein einen Vertrag habe."

Wer den hochdekotierten Trainer - unter anderem zweimal Champions-League-Sieger, einmal UEFA-Cup-Sieger, dreimal englischer Meister, dreimal spanischer Meister, zweimal italienischer Meister, zweimal portugiesischer Meister - verpflichten will, wird jede Menge Geld brauchen und ihm die Aussicht bieten auf Fußball auf höchstem internationalen Niveau. So wie Paris St. Germain.

Waren es bislang im FC Everton und dem FC Arsenal neben Manchester United nur Clubs aus der finanzkräftigen Premier League, denen ein verstärktes Interesse an Mourinho nachgesagt wurde, gesellt sich Medienberichten zufolge auch PSG dazu. Der national konkurrenzlose Hauptstadt-Club könnte vor einem Umbruch stehen.

Der Vertrag mit Trainer Laurent Blanc wurde im Februar vorzeitig um zwei Jahre bis 2018 verlängert. Er holte seit seinem Amtsantritt 2013 in den Jahren 2014, 2015 und 2016 mit PSG den Meistertitel. Nun zog er dank eines Tors von Zlatan Ibrahimovic, der den Verein nach der Saison verlassen will, ins Pokalfinale ein. Das nächste Double winkt.

Das erneute vorzeitige Scheitern in der Champions League entspricht aber nicht den Ansprüchen des Hauptstadtclubs und dessen reichen arabischen Besitzern. Einem weiteren Bericht von Sky Sports zufolge soll der PSG-Vorsitzende Nasser Al-Khelaifi unmittelbar nach dem Aus im Viertelfinale gegen Manchester City bei Mourinhos Berater vorgefühlt haben. Angeblich soll Mourinho, der im Dezember vom FC Chelsea entlassen worden war, PSG in Erwägung ziehen. Erst einmal will er nun die weitere Entwicklung bei Manchester United abwarten.

dpa

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