"Erste Maßnahmen eingeleitet"

Menschenrechte: OK verspricht "anderes" Katar

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Ausländische Bauarbeiter in Katar.

Rio de Janeiro - Das Organisations-Komitee der Fußball-WM 2022 hat große Anstrengungen in Bezug auf die Wahrung der Menschenrechte im Emirat am Persischen Golf angekündigt.

„Ich bin sicher, dass sich bis dahin vieles ändern wird. Ich bin sicher, dass es 2022 ein ganz anderer Ort sein wird als heute“, sagte Nasser Al-Khater, Marketing- und Kommunikationschef der WM, dem SID. „Katar arbeitet an Fortschritten, sei es in Bezug auf die Rechte der Arbeiter oder anderer sozialer Themen. Diese WM wird den Scheinwerfer auf Katar lenken, und sie wird uns helfen, uns schneller zu entwickeln“, betonte Al-Khater weiter und versicherte, dass „erste Maßnahmen schon eingeleitet sind“. Allerdings lenkte er gleich ein, „dass die Gesetze in Katar gut“ seien: „Das Problem ist die Umsetzung. Aber dem Staat ist bewusst, dass er das besser kontrollieren muss.“

Die Kritik aus Europa verstehe er: „Was mich ärgert, ist, dass uns viele kritisieren, die nie in Katar waren.“ Als besonders unpassend empfand er die Aussage von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, die WM sei in Katar falsch aufgehoben, weil die Katarer 'nur mit Kamelen spazieren gehen' und sich niemand für Fußball interessiere.

„Jeder hat ein Recht auf seine Meinung. Es gab in Deutschland schon eine Menge Reaktionen auf diese Aussagen. Dem muss ich nichts hinzufügen“, meinte Al-Khater: „Wir laden ihn gerne nach Katar ein, damit er sich überzeugen kann, wie es hier wirklich aussieht. Ich habe auf jeden Fall seit zwei Jahren kein Kamel gesehen.“

SID

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