Luhukay vor möglicher Meister-Party

"Mehr als elf Mann gegen Bayern geht nicht"

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Jos Luhukay.

Berlin - Nach einem erneuten 0:3 in Gladbach schwächeln die Berliner ausgerechnet vor dem Spiel gegen die Bayern. Die wollen im Olympiastadion die Titelparty feiern.

Vier Spiele ohne Sieg, das zweite 0:3 nacheinander - und jetzt wollen auch noch die Münchner Superstars um Schweinsteiger, Götze und Robben in Herthas Ballsaal ihre Meisterparty feiern. Am Dienstag steigt vor 76 197 Fans das Bayern-Spektakel, für den schwächelnden Gastgeber wird es eine heikle Aufgabe. „Das interessiert mich nicht. Ob in einer guten oder weniger guten Phase: Wenn Bayern München kommt, hat man vielleicht eine Zehn-Prozent-Chance zu gewinnen. Wir müssen versuchen, unser Spiel umzusetzen und den Fans etwas zu bieten“, erklärte der Chefcoach des Berliner Fußballclubs am Tag nach der Pleite in Mönchengladbach.

Trotz der derzeitigen sportlichen Probleme freut sich Luhukay auf das Kräftemessen des Aufsteigers mit den übermächtigen Bayern, die am Dienstag (20.00 Uhr) vor 76 197 Fans im Olympiastadion so frühzeitig wie nie zuvor den nationalen Meistertitel perfekt machen können. „Wenn man sich nicht darauf freuen würde, hätte man seinen Beruf verfehlt. Das gilt für die ganze Mannschaft, für den Trainerstab und alle Menschen, die ins Stadion kommen“, sagte der Niederländer.

Lewan Kobiaschwili und Marcel Ndjeng sollen gegen die Münchner in den Hertha-Kader zurückkehren. Ob auch die lange verletzten Fabian Lustenberger und Tolga Cigerci wieder eine Alternative sein können, ließ Luhukay offen. Innenverteidiger Sebastian Langkamp fehlt nach der fünften Gelben Karte.

Innerhalb von nur zwölf Minuten hatte Hertha am 26. Spieltag vor 53 050 Fans gegen Gladbach die Chance auf den sechsten Auswärtssieg der Saison und auch die wohl letzte Mini-Hoffnung auf eine Teilnahme an der Europa League verspielt. Nachdem Änis Ben-Hatira die Riesen-Gelegenheit auf die Führung gegen die Borussen vergeben hatte, zeigte Gladbach dem Liga-Rückkehrer brutal die Schwächen auf.

Nach der Führung durch Juan Arango (28.) traf Max Kruse mit Hilfe von Herthas Toptorjäger Adrian Ramos zum 2:0 (31.). Raffael entschied mit seinem 3:0 (40.) das erste brasilianische Bruderduell der Bundesliga gegen Herthas Ronny endgültig. „Ich sehe es nüchtern und realistisch: Wir sind ein Aufsteiger, der in der Hinserie häufig am Limit und über seinem Maximum gespielt hat“, analysierte der Berliner Trainer.

„Wenn wir dann, so wie in den letzten Wochen, Leistungsträger nicht auf dem Platz haben, dann ist das für uns schwierig, Topleistungen abzurufen“, sagte der Chefcoach des Berliner Fußball-Bundesligisten im Pay-TV-Sender Sky und ergänzte: „Dann stoßen wir an unsere Grenzen. Das ist innerlich frustrierend, beunruhigt uns aber nicht. Wir müssen cool damit umgehen“, forderte Luhukay.

Leichter gesagt als getan, wenn am Dienstag (20.00 Uhr) die Startruppe von Pep Guardiola im Olympiastadion den frühesten Meistertitel in der Bayern-Historie perfekt machen kann. „Wir haben es jetzt in der Hand, in Berlin Meister zu werden“, sagte der spanische Coach der Münchner bereits mit viel Vorfreude auf die 24. Meisterschaft des Titelverteidigers. Im Vorjahr hatten die Bayern mit dem nationalen Triumph am 28. Spieltag den Rekord aufgestellt, in Berlin könnte die Party nun schon einen Spieltag früher steigen. „Auch gegen Bayern werden wir elf Mann auflaufen lassen - mehr ist nicht möglich“, bemerkte Luhukay.

Mut sprach Gladbachs Chefcoach Lucien Favre den Berlinern zu. „Hertha war bisher die beste Mannschaft, die gegen Bayern gespielt hat. Beim 2:3 in München haben sie unverdient verloren“, sagte der ehemalige Berliner Trainer: „Es ist eines der besten Auswärtsteams der Liga.“ Allerdings hakt es derzeit vor allem auch zu Hause: 2014 gab es noch keinen Heimsieg für die Herthaner.

dpa

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