Financial Fairplay

UEFA macht ernst - und bietet Vergleich an

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Auch für Paris - hier Edinson Cavani - gibt es offenbar Sanktionen.

Paris - Die UEFA bestraft angeblich rund 20 Vereine wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay, darunter die Scheich-Klubs Manchester City und Paris St. Germain.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) gewährt rund 20 Vereinen einen letzten Ausweg vor einer möglicherweise drakonischen Bestrafung wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay. Laut übereinstimmenden Medienberichten aus Frankreich und England verschickte die zuständige Untersuchungskommission der Finanzkontrollkammer für Klubs (FKKK) am Wochenende Vergleichsangebote an die betroffenen Vereine, mit denen die Sanktionen gemindert werden könnten.

Der englische Telegraph und die französische L'Equipe berichteten von sportlichen und wirtschaftlichen Schuldsprüchen gegen die Scheich-Klubs Manchester City und Paris St. Germain, die aufgrund höchst fragwürdiger Sponsorenverträge mit dem arabischen Raum quasi seit Implementierung des Financial Fairplay im Fokus der UEFA stehen. Weitere Namen wurden nicht bekannt - es gilt jedoch als sicher, dass kein deutscher Klub betroffen sein wird.

Manchester, das zwischen 2011 und 2013 allein wegen Transfers einen Verlust von über 180 Millionen Euro verzeichnete, dürfte demnach in der kommenden Saison weniger als die eigentlich üblichen 25 Spieler für die Champions League melden. Zudem müsste der Verein eine Strafe zahlen und sich auf dem Transfermarkt im Sommer deutlich zurückhalten. Eine ähnliche Strafe wurde laut der L'Equipe dem französische Meister Paris angeboten, der auch seine Gehälter und Transfers begrenzen, in den kommenden zwei Jahren seine Konten ausgleichen und eine Geldstrafe zahlen müsste.

Die Finanzkontrollkammer beriet am Donnerstag über die möglichen Einsprüche, nach SID-Informationen werden die getroffenen Entscheidungen aber erst in der kommenden Woche veröffentlicht. Die Klubs hielten sich zunächst bedeckt - eine Zustimmung der Vereine zu den Vergleichen kommt jedoch einem Geständnis gleich. Offene Fälle würde die Untersuchungskammer des FKKK an die rechtsprechende Kammer weiterleiten, welche die Fälle erneut untersucht und, kommt sie zu den gleichen Ergebnissen, entsprechende (höhere) Strafen ausspricht.

UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino hatte jüngst betont, eine vermeintlich endgültige Entscheidung würde dann „bis Mitte Juni oder später“ erfolgen. „Da wo es Anwälte gibt, gibt es Arbeit“, fügte er augenzwingernd an. Definitiv „reinen Tisch“ gebe es vor der Auslosung der Klubwettbewerbe für die Saison 2014/15. „Da wissen wir, wer spielt und wer nicht“, sagte Infantino, der erneut betonte, das Finanz-Kontrollsystem sei nicht dafür da, Klubs auszuschließen, sondern um „dafür zu sorgen, dass sie sich an die Vorschriften halten“.

Die UEFA hat sich mit dem Financial Fairplay zum Ziel gesetzt, dass die Vereine nicht mehr über ihre Verhältnisse leben. Sie dürfen nur so viel ausgeben, wie sie einnehmen. Der Strafenkatalog reicht derzeit vom Vorenthalt von Antritts- und Siegprämien bis hin zu Beschränkungen des Spielerkaders und zum Verbot der Teilnahme an Wettbewerben.

UEFA-Präsident Michel Platini sagte zuletzt, er wünsche sich keine Ausschlüsse von Vereinen aus der Champions League. „Aber ich bin auch nicht gegen Bestrafungen. Wenn Vereine gegen die Regeln verstoßen, müssen sie die Konsequenzen tragen“, meinte er.

sid

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