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EM mit Brasilianern: Schräger Platini-Plan?

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Gibt es bald einen Machtkampf zwischen UEFA (Michel Platini) und FIFA (Joseph Blatter)?

London - Ein umwälzender Plan für eine weitere Reform der Fußball-EM sorgt für neue Brisanz im Machtkampf zwischen UEFA und FIFA. Demnach soll die EM künftig als Mini-WM ausgetragen werden. 

Die Londoner Zeitung The Independent berichtete am Sonntag unter Berufung auf Berater aus dem engsten Umfeld von UEFA-Boss Michel Platini (Frankreich), dass der Europa-Verband mittelfristig auch Länder außerhalb der Grenzen seines Kontinents zu EM-Turnieren einladen will.

Als Kandidaten für die Wildcards nach dem Vorbild der Südamerikameisterschaft „Copa America“ nannte das Blatt Brasilien, Argentinien, Mexiko und Japan. Die Austragung einer EM mit solch hochkarätigen Gastmannschaften würde WM-Endrunden des Weltverbandes FIFA Konkurrenz machen und zumindest teilweise entwerten können.

„Die Pläne sind ziemlich leicht realisierbar“, zitierte der Independent einen namentlich nicht genannten Platini-Vertrauten: „Die Südamerikaner laden doch auch schon seit Jahrzehnten Mannschaften von anderen Kontinenten ein. Warum soll das Europa nicht können?“

Teilnahmen von Top-Teams anderer Kontinente wie der Ex-Weltmeister Brasilien und Argentinien oder möglicherweise auch der USA würden eine beträchtliche Aufwertung insbesondere auch der Vermarktungsrechte für die EM bedeuten. Gastauftritte könnten die Erlöse der TV-Rechte für die EM besonders außerhalb des Kontinents deutlich steigern. Im Gegenzug verlören die TV-Rechte der FIFA an WM-Turnieren an Wert, weil die besten Mannschaften der Welt im Falle einer entsprechenden EM-Reform nicht mehr nur bei der WM anträten.

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Eine EM mit Teilnehmern von anderen Kontinenten wäre schon die dritte Reform des Turniers unter Platini. Der einstige Weltklasse-Spieler, der sich in erbitterter Rivalität zu FIFA-Boss Joseph S. Blatter befindet und für 2015 eine Kandidatur für das Präsidenten-Amt bei der FIFA anstreben soll, hatte schon die Aufstockung des EM-Teilnehmerfeldes ab 2016 von 16 auf 24 Teams sowie zuletzt für 2020 eine Austragung des Turniers in gleich 13 Ländern statt bislang maximal zwei Nationen umgesetzt.

sid

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