Trotz FA-Cup-Sieg

Manchester United trennt sich von van Gaal - Kommt Mourinho?

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Hatte bei Manchester United kein glückliches Händchen: Louis van Gaal.

Manchester - Das war abzusehen: Manchester United hat die Trennung von Trainer Louis van Gaal perfekt gemacht. Sein Nachfolger könnte José Mourinho werden.

Die Zeit von Louis van Gaal bei Manchester United ist abgelaufen. In einer knappen Erklärung auf der Homepage gab der englische Fußball-Rekordmeister am Montagabend die lange erwartete Trennung bekannt - ein Jahr vor Vertragsende des Niederländers und nur zwei Tage nach dem Gewinn des FA Cups gegen Crystal Palace.

Geschäftsführer Ed Woodward dankte für „exzellente Arbeit in den letzten zwei Jahren“ und bescheinigte van Gaal „große Professionalität“. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird „The Special One“ José Mourinho in der neuen Saison den Club von DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger trainieren. Der Portugiese soll in den nächsten Tagen einen Vertrag bei den Red Devils unterschreiben. Eine Entscheidung werde „bald“ bekanntgegeben, teilte der Verein mit.

Nach Medienberichten hatte Woodward dem Niederländer in einem Gespräch am Montagmorgen im Trainingszentrum in Carrington mitgeteilt, dass der Verein nicht mehr mit ihm plane. Auch Co-Trainer Albert Stuivenberg, Torwart-Coach Frans Hoek und Chefanalytiker Max Reckers müssen gehen. „Ich bin sehr enttäuscht, dass ich den vorgesehenen Dreijahres-Plan nicht mehr vollenden kann“, wurde van Gaal auf der ManUnited-Homepage zitiert.

Da half auch der Sieg im FA Cup am Samstag nichts. Nach zweijähriger Regentschaft muss der frühere Bondscoach seine Koffer packen, bekommt dafür laut englischen Medien allerdings eine fürstliche Abfindung in Höhe von rund 6,4 Millionen Euro. Für den Pokalsieg erhielt van Gaal als Prämie etwa 517.000 Euro.

Verpassen der Champions-League-Quali wurde van Gaal zum Verhängnis

Vor allem das Verpassen der Champions-League-Qualifikation wurde van Gaal zum Verhängnis. Platz fünf in der Premier League war für die Red Devils eine herbe Enttäuschung. „Das Erreichen der Top Vier in der Premier League war das Minimum, daran sind sie kläglich gescheitert“, schrieb die englische Zeitung „The Telegraph“. Auch in der Königsklasse versagte das Team um Kapitän Wayne Rooney. Als Tabellendritter scheiterte Manchester United hinter dem VfL Wolfsburg und dem PSV Eindhoven in der Gruppenphase.

Zudem gab van Gaal seit seinem Amtsantritt 2014 über 330 Millionen Euro für Neuzugänge aus. Heraus sprang lediglich der FA Cup und ein vierter und fünfter Platz in der Liga. „Als ich als Trainer begann, habe ich gesagt, dass wir den Kader erneuern müssen. Dies habe ich getan. Trotz vieler Verletzungen sind wir vorne dabei gewesen und haben jetzt einen Titel gewonnen“, sagte van Gaal am Samstag.

49 Treffer in der abgelaufenen Premier-League-Saison waren auch nicht unbedingt ein Indiz für attraktiven Fußball. Die Fans waren oft gelangweilt. Eine geringere Torausbeute hatte der Club zuletzt vor 26 Jahren aufzuweisen.

Kult-Trainer! Echte Typen am Spielfeldrand

Mit Startrainer Mourinho soll alles besser werden. Trotz seines Rauswurfs beim Ex-Meister FC Chelsea im Dezember ist er für den „Telegraph“ eine „Garantie für die Top Vier“. In Kürze reist Berater Jorge Mendes nach Manchester, um die letzten Details zu klären. Mourinho wird nach Medienangaben Mitte der Woche einen Dreijahresvertrag unterschreiben. Laut der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“ soll die erste Amtshandlung des neuen Trainers die Verpflichtung von Superstar Zlatan Ibrahimovic sein.

Besondere Brisanz versprechen in der kommenden Premier-League-Saison die Manchester Derbys. Stadtrivale City verpflichtete in Pep Guardiola einen Intimfeind von Mourinho. Als Guardiola noch Trainer beim FC Barcelona und der Portugiese bei Real Madrid waren, gerieten die beiden Coaches häufiger heftig aneinander.

dpa

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