„Bei uns darf ein Trainer Spiele verlieren“

Mainzer Trainer bekommt Rückendeckung vom Präsidenten

Der Mainzer Trainer Kasper Hjulmand

Mainz - Nach dem Ausscheiden in Europa-League-Qualifikation gegen den griechischen Vertreter Asteras Tripolis hat sich Präsident Harald Strutz vom Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 vor seinen neuen Trainer Kasper Hjulmand gestellt.

„Er weiß, dass bei uns ausgesprochen viel passieren muss, bevor wir an einem Trainer zweifeln. Bei uns darf ein Trainer Spiele verlieren“, sagte der 63-Jährige der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Strutz ergänzte: „Uns und unserem Trainer war immer bewusst, dass nicht alles problemlos laufen wird. Ich habe trotzdem in diese Mannschaft Vertrauen. Aber ich weiß, dass wir das Team noch verstärken müssen.“ Dabei wies er auch auf das „schwere Erbe“ hin, das der Däne Hjulmand als Nachfolger des über fünf Jahre erfolgreichen Thomas Tuchel angetreten hat.

Der Jurist betonte, Tuchel werde „nun nicht zum Schattenmann von Hjulmand“. Dieser wiederum wisse um die Wertschätzung der Vereinsführung und darum, „dass wir ihn nach seiner Arbeit bewerten und nicht ständig vergleichen werden“. Dennoch sei das Ausscheiden „eine Belastung. Da brauchen wir nicht drumherum zu reden“, sagte Strutz.

In die Pflicht nahm Strutz in erster Linie die Spieler, die gegen Tripolis nach dem 1:0 aus dem Hinspiel am Donnerstag im Rückspiel eine 1:3-Niederlage bezogen: „Unsere Spieler wissen jetzt, dass jedes Spiel eine Herausforderung für sich ist.“ Die Mannschaft habe „die sehr gute Ausgangsposition“ nach dem 1: 1-Zwischenstand „unerklärlicherweise“ aus der Hand gegeben.

Zugleich machte der FSV-Präsident sein Unverständnis für die Häme nach dem Ausscheiden deutlich: „Ich möchte doch mal alle bitten, sich die zwei Spiele anzuschauen.“ Dann werde man sehen, „dass wir einen starken Qualifikationsgegner hatten mit sieben Argentiniern in ihren Reihen, die tollen Fußball gespielt haben. Arroganz gegenüber einem griechischen Klub verbietet sich meines Erachtens.“

SID

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