Löw bekräftigt Schweinsteigers Führungsrolle

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Bastian Schweinsteiger (M.) ist sehr wichtig für die deutsche Nationalmannschaft. Foto: Federico Gambarini

Bundestrainer Löw plant für die EM mit Kapitän Schweinsteiger als Spezial- und Führungskraft. Auch Bayern-Bankdrücker Götze ist ein Fixpunkt für die Tour de France. Özil bereitet vor den aktuellen Länderspielen Sorgen. Positive Nachrichten übermittelt Boateng.

München (dpa) - Joachim Löw hat vor dem Start der deutschen Fußball-Weltmeister in das EM-Jahr die Führungsrolle von Kapitän Bastian Schweinsteiger für die Titelmission in Frankreich bekräftigt.

Auch der beim FC Bayern nach einer langen Verletzungspause meist auf der Ersatzbank schmorende Angreifer Mario Götze ist in den Plänen des Bundestrainers für die Europameisterschaft vom 10. Juni bis 10. Juli ein unantastbarer Fixpunkt.

Für die zwei Klassiker gegen England am Karsamstag in Berlin und drei Tage später gegen Italien in München ist das Mitwirken von Mesut Özil fraglich. Der Mittelfeldspieler musste am Samstag beim 2:0 des FC Arsenal in der englischen Premier League gegen den FC Everton wegen einer Verletzung ausgewechselt werden.

Löw lässt an der großen Bedeutung des 114-maligen Nationalspielers Schweinsteiger für die Tour de France des Titelkandidaten Deutschland im Sommer keine Zweifel aufkommen. "Bastian hat einen großen Einfluss auf die Mannschaft. Er ist der Kapitän und einer der Spieler mit der größten Erfahrung. Er hat schon alles gewonnen auf Vereins- und Nationalmannschaftsebene. Er ist Weltmeister. Die Mannschaft kann von seiner Reife, seiner Erfahrung und Persönlichkeit profitieren. Gerade bei einem Turnier ist es sehr wichtig, Spieler mit Führungsqualitäten zu haben", sagte der DFB-Chefcoach der Deutschen Presse-Agentur zu dem 31 Jahre alten Routinier von Manchester United.

Auch der 23 Jahre alte Götze, der bei Einsätzen gegen England und Italien in seiner Wahlheimat München sein 50. Länderspiel bestreiten könnte, hat sein persönliches Ticket nach Frankreich absolut sicher - Fitness vorausgesetzt. "Mario ist seit einigen Jahren ein fester Bestandteil. Er hat uns schon viel Freude bereitet. Er war jetzt lange verletzt. Da darf man nicht zu viel erwarten in diesen beiden Spielen. Aber er hat noch genügend Zeit", sagte Löw und ergänzte deutlich: "Auf Mario zähle ich immer, weil er ein Spieler ist, der unberechenbar und technisch gut ist, der in unsere Philosophie passt. Er braucht jetzt einige Spiele, braucht Trainingseinheiten. Für die EM plane ich mit Mario Götze, ganz klar."

Schweinsteiger (Knie) und Götze (Oberschenkel) sind nach längeren Verletzungspausen aktuell noch nicht wieder in Topverfassung. Götze kam auch am Wochenende beim 1:0 des FC Bayern in Köln erneut nicht zum Einsatz. Pep Guardiola ließ den Nationalspieler nach der Verletzung erst einmal 53 Minuten beim 5:0 gegen Werder Bremen mitwirken. "Da mische ich mich nicht ein, das muss der Trainer entscheiden", sagte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge in Köln: "Man kann es nicht ändern. Wir haben im Offensivbereich sechs, sieben Topspieler. Normalerweise können nicht mehr als vier spielen. Das ist sicherlich nicht immer leicht zu akzeptieren für Mario Götze."

Auch bei der EM sollen Schweinsteiger und Götze nicht jede der maximal sieben Partien (einschließlich Finale) bestreiten. Löw hält eine Belastungsverteilung für unvermeidlich und erinnerte an den Triumph in Brasilien 2014, als zum Beispiel Schweinsteiger als eine Spezialkraft fungierte: "Es war auch bei der WM sicher unser Vorteil, dass ein Schweinsteiger im Finale in dieser Topverfassung war, weil er nicht jedes Spiel gemacht hat und gut trainieren konnte."

Einen Mammutkader von 27 Akteuren mit dem Leverkusener Jonathan Tah als einzigem neuen Gesicht im Kreise des A-Teams hat Löw aktuell nominiert. Das Aufgebot trifft sich am Dienstag in Berlin. Eine frohe Botschaft erhielt der Bundestrainer vom verletzten Abwehrchef Jérôme Boateng. Der Innenverteidiger rechnet damit, dass er nach seiner schweren Oberschenkelverletzung frühzeitig vor der EM beim FC Bayern ein Comeback feiern kann. "Ich hoffe, dass ich Mitte April wieder spielen darf", sagte der 27 Jahre alte Weltmeister im ZDF.

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