Fehlstart

Lewandowski WM-Debüt misslingt: Polen patzt gegen Senegal

Idrissa Gueye (M) und seine Teamkollegen bejubeln das Tor zum 1:0 gegen Polen. Foto: Petter Arvidson/Bildbyran via ZUMA Press
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Idrissa Gueye (M) und seine Teamkollegen bejubeln das Tor zum 1:0 gegen Polen. Foto: Petter Arvidson/Bildbyran via ZUMA Press
M&#39Baye Niang erzielt das Tor zum 2:0 für Senegal gegen Polen. Foto: Federico Gambarini
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M'Baye Niang erzielt das Tor zum 2:0 für Senegal gegen Polen. Foto: Federico Gambarini
Polens Robert Lewandowski (M) kämpft mit den Senegalesen Salif Sane (l) und Idrissa Gueye um den Ball. Foto: Federico Gambarini
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Polens Robert Lewandowski (M) kämpft mit den Senegalesen Salif Sane (l) und Idrissa Gueye um den Ball. Foto: Federico Gambarini
Polens Lukasz Piszczek fasst sich nach einer vergebenen Chance an den Kopf. Foto: Federico Gambarini
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Polens Lukasz Piszczek fasst sich nach einer vergebenen Chance an den Kopf. Foto: Federico Gambarini
Polens Grzegorz Krychowiak (r) behauptet gegen die Senegalesen Sadio Mane (2.v.r) und Ismaila Sarr (2.v.l.) den Ball. Foto: F. Gambarini
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Polens Grzegorz Krychowiak (r) behauptet gegen die Senegalesen Sadio Mane (2.v.r) und Ismaila Sarr (2.v.l.) den Ball. Foto: F. Gambarini
Farbenfroh geschminkte senegalesische Fans bejubeln und beklatschen den Auftritt ihrer Nationalmannschaft. Foto: Andrew Medichini/AP
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Farbenfroh geschminkte senegalesische Fans bejubeln und beklatschen den Auftritt ihrer Nationalmannschaft. Foto: Andrew Medichini/AP
Fans aus Polen und dem Senegal feiern gemeinsam den Turnierauftakt ihrer Mannschaften auf der Tribüne. Foto: Federico Gambarini
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Fans aus Polen und dem Senegal feiern gemeinsam den Turnierauftakt ihrer Mannschaften auf der Tribüne. Foto: Federico Gambarini

Polens WM-Hoffnungen haben einen schweren Dämpfer bekommen. Zum Auftakt verliert das Team gegen Senegal. Topstar Robert Lewandowski kann bei seiner WM-Premiere keine Eigenwerbung betreiben.

Moskau (dpa) - Schwacher Torjäger, peinliche Aussetzer: Robert Lewandowski hat mit Polen einen kapitalen Fehlstart bei der Fußball-WM hingelegt.

Nach dem völlig verdienten 1:2 (0:1) gegen die Auswahl Senegals in Moskau ist das erstmalige Erreichen des Achtelfinals seit 1986 für den Favoriten der Gruppe H in weite Ferne gerückt. Die "Löwen von Teranga" um Liverpools Topstar Sadio Mané feierten dagegen 16 Jahre nach ihrer ersten Endrunden-Teilnahme ein tolles WM-Comeback und sorgten im fünften Auftritt einer afrikanischen Mannschaft bei dieser WM für den ersten Sieg.

Ein Eigentor des Polen Thiago Cionek, der einen Schuss von Idrissa Gana Gueye abfälschte (37.), brachte die Senegalesen in einer mäßigen Partie vor 44.190 Zuschauern in Führung. M'Baye Niang nutzte dann in der 60. Minute einen schweren Abwehrpatzer zum 2:0, als er einen fatalen Rückpass von Grzegorz Krychowiak am herausstürzenden Torwart Wojciech Szczesny vorbei spitzelte und ins leere Tor traf. Krychowiaks Anschlusstor per Kopf (86.) kam zu spät.

Völlig enttäuschend verlief der Nachmittag im Spartak-Stadion für Polens Hoffnungsträger Lewandowski. Der Bayern-Stürmer konnte bei seiner WM-Premiere viel zu selten seine Klasse zeigen, hatte bis auf einen Freistoß (50.) keine Torchance und konnte so keine Werbung für den angestrebten Wechsel im Sommer machen.

Die Polen taten sich von Beginn an schwer gegen die robusten Afrikaner, die auf ein aggressives Pressing an der Mittellinie und schnelle Konter setzten. Nach ziemlich eintönigen 36 Minuten hatte diese Taktik Erfolg. Dortmunds Lukasz Piszczek verlor einen Zweikampf gegen Niang, über Mané kam der Ball zum freien Gueye. Dessen nicht wirklich gefährlichen Schuss lenkte Innenverteidiger Cionek unhaltbar an Keeper Szczesny vorbei - die Strafe für einen schwachen Auftritt der Polen.

Dabei hatten Lewandowski und seine Kollegen mit einer starken Qualifikation die Hoffnungen in der Heimat genährt, dass bei der insgesamt achten WM-Teilnahme Großes gelingen könnte. Doch auch erfahrenen Leistungsträgern wie dem Wolfsburger Jakub Blaszczykowski, der mit seinem 100. Länderspiel den legendären Stürmer Grzegorz Lato einholte, fiel lange nichts ein. Zur Pause musste Blaszczykowski seinen Platz für Jan Bednarek räumen.

Auch nach dem Seitenwechsel wurde es für die Polen nicht besser. Der schöne Freistoß von Lewandowski, den Schlussmann Khadim N'Diaye stark parierte, war zu wenig, um die Senegalesen zu erschrecken. Wenig später folgte der zweite Schock durch Niangs Tor. Auch danach fanden die Polen kaum ein Mittel und wurden immer heftiger von ihren 15.000 Fans auf den Tribünen ausgepfiffen.

Erst zum Ende wurde es durch Krychowiaks Tor nach einem Freistoß noch einmal spannend, aber es reichte nicht mehr zum Remis. Gegen Kolumbien, das zuvor 1:2 gegen Japan verlor, stehen Lewandowski und seine Kollegen am Sonntag in Kasan nun schon gewaltig unter Druck.

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