RB Leipzig will in Bochum punkten - "Sind nicht Favorit"

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Ralf Rangnick sieht sein Team in der Außenseiterrolle. Foto: Jan Woitas

Leipzig ist auswärts noch ungeschlagen. Und diese Serie wollen die Sachsen auch beim Spitzenreiter VfL Bochum ausbauen. Die Chancen seien da, so Leipzigs Coach Ralf Rangnick. Doch erster Anwärter auf den Sieg seien andere.

Leipzig (dpa) - RB Leipzigs Coach Ralf Rangnick hat vor dem Topspiel der 2. Fußball-Bundesliga beim VfL Bochum dem Spitzenreiter aus dem Ruhrgebiet ganz klar die Favoritenrolle zugeschoben.

"Wir spielen beim Tabellenführer, die Ausgangsposition ist relativ klar. Ich sehe uns in diesem Spiel nicht in der Favoritenrolle", sagte Rangnick. Dennoch will er am Sonntag (13.30 Uhr) die positive Auswärtsserie fortsetzen und einen Sieg einfahren. "Wir wollen gewinnen und trauen uns das auch zu. Drei Punkte sind das Ziel", erklärte der 57-Jährige.

Punkte sind auch wichtig. Denn will Leipzig (5.) nicht den Anschluss an die Top 3 verlieren, muss in Bochum etwas Zählbares her. Und die Bilanz der Vorsaison spricht für die Sachsen: Zu Hause gewann RB 2:0 und in Bochum 2:1. Zudem sind Leipziger seit sechs Spielen unbesiegt.

Aber vor allem in der Defensive, speziell bei Standards, zeigten die Leipziger zuletzt immer wieder Schwächen. Rangnick probierte es in bisher zehn Spielen mit fünf verschiedenen Startformationen in der Innenverteidigung. Erst dreimal stand die Null. Vor allem gegen Bochums Top-Torjäger Simon Terodde (8 Tore) muss hinten dicht gemacht werden. Deshalb verordnete Rangnick den Innenverteidigern unter der Woche Sondertraining, beim Abschlusstraining steht das Verhalten bei Standards ganz oben auf dem Plan des Coaches.

"Bochum hat mit Terodde einen Torjäger, der wenig Torchancen braucht. Zudem müssen wir bei Standards besser verteidigen, besser noch, sie gar nicht entstehen lassen", erklärte Rangnick. Man müsse Bochums Spielfluss unterbinden und das eigene Umschaltspiel mit der gleichen Entschlossenheit wie in der ersten Halbzeit beim 3:2-Sieg gegen Nürnberg durchsetzen, sagte der 57-Jährige .

Die Bochumer, die wie schon in der vergangenen Saison zum Spiel gegen Leipzig 1200 Flüchtlinge ins Stadion einladen, sehen sich gut gerüstet für das Kräftemessen mit den Sachsen. "Das ist die vielleicht bestbesetzte Mannschaft, deshalb wird es ein schweres Spiel. Aber wir haben genug Qualität, um Leipzig zu schlagen", sagte Außenverteidiger Timo Perthel dem "RevierSport".

Ganz oben zu stehen, sei "derzeit eine verdammt schöne Situation für uns", meinte Perthel und ergänzte: "Wir werden alles versuchen, so lange wie möglich dort oben zu bleiben. Überall spüre ich eine positive Resonanz, auch außerhalb der Stadt. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass wir attraktiven Fußball spielen." Für diesen zeichnet Coach Gertjan Verbeek verantwortlich und wenn es nach Perthel geht, ist das Erfolgsrezept relativ simpel: "Wenn wir uns 100 Prozent an die Vorgaben des Trainers halten, dann sieht das schon richtig gut aus."

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