Protest gegen neue Bundesliga-Termine

Leere Südtribüne? BVB-Fans boykottieren Montagsspiel

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Bleibt die Dortmunder Südtribüne gegen Augsburg komplett leer?

Die Dortmunder Fans protestieren gegen den Terminplan der DFL. „Montagsspiele sind eine Bankrotterklärung für die Bundesliga“, erklären die BVB-Supporter.

Dortmund - Das Bündnis "Südtribüne Dortmund", ein Zusammenschluss von Fanklubs und Ultragruppen, hat einen Boykott des Bundesliga-Montagsspiels zwischen Borussia Dortmund und dem FC Augsburg am 26. Februar (20.30 Uhr) angekündigt. "Schweren Herzens, aber aus Überzeugung haben wir uns dazu entschlossen, dem Spiel gegen den FC Augsburg fernzubleiben und unsere Karten an diesem Tag verfallen zu lassen", hieß es in einer Stellungnahme: "Diese Entscheidung richtet sich in keiner Weise gegen die Mannschaft. Vielmehr können und wollen wir Bundesligaspiele an Montagen nicht akzeptieren!" 

„Nun ist für uns der Punkt erreicht, an dem die Grenze des Hinnehmbaren endgültig überschritten ist und wir die irrwitzige Entwicklung der Anstoßzeiten nicht mehr mitmachen!“, hieß es auf der Facebook-Seite von Fan-Sprecher Jan-Henrik Gruszecki.

Bereits in der Vergangenheit hatten sich verschiedene Fanszenen gegen eine weitere Zerstückelung der Spieltage ausgesprochen. In dieser Saison finden erstmals fünf Montagsspiele statt, das erste ist am 19. Februar zwischen Eintracht Frankfurt und RB Leipzig angesetzt. Die Montagsansetzungen sind als Ausweichtermine für Europapokalstarter vorgesehen.

"Für die Bundesliga, die sich so gerne mit ihren stimmungsvollen Kurven und ausverkauften Stadien präsentiert, sind Montagsspiele eine Bankrotterklärung", erklärte das Bündnis weiter: "Wenn Begegnungen an Terminen stattfinden, an denen eigentlich niemand Zeit hat, ins Stadion zu gehen, offenbart das eine haarsträubende Gleichgültigkeit gegenüber dem gesellschaftlichen Stellenwert des Fußballs und den Fans, die den Sport erst zu dem machen, was er ist."

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