Entscheidung über Turniervergabe im September

Bestätigt: Lahm soll bei EM 2024 in Beckenbauers Fußstapfen treten

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Philipp Lahm.

Ein Medienbericht lässt verlauten, dass Philipp Lahm im Falle der Vergabe der EM 2024 nach Deutschland Chef des Organisationskomitees wird.

Frankfurt/Main - Philipp Lahm wird Organisationschef der Fußball-Europameisterschaft 2024, falls Deutschland den Zuschlag für die Ausrichtung des Turniers erhält. Zudem werde Lahm dann zum Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes gehören, teilte der Verband am Donnerstag mit.

News vom 15. August: EM 2024: Lahm soll in Beckenbauers Fußstapfen treten

Nürnberg - Der Weltmeisterkapitän für das "Sommermärchen 2.0": Philipp Lahm wird im Falle der Vergabe der EM 2024 nach Deutschland Chef des Organisationskomitees. Das berichtet das Fachmagazin kicker

Die Berufung des 34-Jährigen war nach SID-Informationen von langer Hand geplant - der zuletzt in Bedrängnis geratene Deutsche Fußball-Bund (DFB) würde den ersehnten Sympathieträger für seine Führungsriege bekommen.

Der künftige Organisationschef bekäme schließlich auch einen Platz im DFB-Präsidium, zunächst allerdings als kooptiertes Mitglied ohne Stimmrecht. Im Zuge des Rücktritts von Mesut Özil waren die Rufe nach mehr sportlicher Kompetenz immer lauter geworden. Lahm fiel im Sommer auf, als er Bundestrainer Joachim Löw für dessen Führungsstil öffentlich kritisierte.

„Große Verpflichtung“

„Als Ehrenspielführer und Weltmeister will ich weiterhin Verantwortung im Fußball übernehmen. Ich sehe das schon als große Verpflichtung. So ein Erlebnis wie die EM 2024 kann der nächsten Generation einen Impuls geben, sich sportlich zu betätigen“, hatte Lahm kürzlich in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

Manuel Neuer sagte nach dem 4:1 im Testspiel des FC Bayern München am Mittwochabend in Hamburg: „Philipp ist unser Vorzeigeprofi gewesen, unser Kapitän. Ich denke, alles was er macht, macht er sehr professionell. Ich gehe davon aus, dass er ein guter OK-Chef wird“, meinte Lahms Nachfolger als Spielführer der Nationalelf und des FC Bayern.

Lesen Sie auch: Aus bei der ARD: Philipp Lahm kein Experte mehr

In Beckenbauers Fußstapfen

Die Beförderung des DFB-Ehrenspielführers steht und fällt mit der Entscheidung des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am 27. September. Einziger Konkurrent bei der Vergabe ist die Türkei. Auch wegen der Wirren um Özil ist die Entscheidung längst politisch aufgeladen. Wahlberechtigt sind 18 Funktionäre, DFB-Präsident Reinhard Grindel und sein türkischer Amtskollege Servet Yardimci dürfen keine Stimme abgeben.

Das "Gesicht" der deutschen EM-Bewerbung ist Lahm schon seit Ende 2017, als er zum Botschafter der Kampagne gemacht wurden. Als Chef der Turnierorganisation wäre er nun erster Ansprechpartner der UEFA und national Kopf eines Teams, das nach der Vergabe in Abstimmung mit der UEFA zusammengestellt würde.

"Bei der WM 2006 habe ich selbst erfahren, wie sehr ein Turnier im eigenen Land die Menschen begeistern kann", schrieb der frühere Bundesligaprofi, der die DFB-Elf 2014 in Brasilien zum WM-Titel geführt hatte, auf der Internetseite "United by football - Vereint im Herzen Europas".

Startschuss der Fußballpolitik-Karriere

Vor zwölf Jahren habe sich Deutschland als "gastfreundliches, modernes Land und guter Organisator präsentiert", schrieb Lahm, dem schon länger nachgesagt wird, eine große Karriere in der Fußballpolitik anzustreben: "Ich bin sicher, dass auch die EM 2024 ein Ereignis werden kann, das die Menschen in Deutschland und Europa begeistert und zusammenbringt. Daher werde ich mich voll dafür einsetzen, dass uns dies wieder gelingt."

Die Werbetrommel in Europa muss der DFB noch knapp sechs Wochen rühren. Yardimci hatte sich zuletzt in Stellung gebracht und versucht, Vorteile aus Özils Rücktritt zu ziehen. "Ich hoffe, das wirkt sich zu unseren Gunsten aus, denn Özil hat das alles nicht verdient", sagte er dem Magazin Inside World Football.

Sofern der DFB den Zuschlag erhält, würden die 51 Partien der 24 teilnehmenden Mannschaften in Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart stattfinden. Lahm würde die Nachfolge von Franz Beckenbauer antreten, der Chef des OK der WM 2006 war. Ob Lahm wie einst Franz Beckenbauer bei der WM 2006 alle Spiele besucht, ist offen.

sid/dpa

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