Bei Generalversammlung im Amt betätigt

Klubfußball: Rummenigge bleibt ECA-Chef

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Karl-Heinz Rummenigge.

Genf - Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge von Rekordmeister Bayern München bleibt der Vorsitzende der Europäischen Klub-Vereinigung ECA - und rückt damit auch ins UEFA-Exekutivkomitee auf.

Der deutsche Einfluss in Europas Fußballregierung wächst: Neben DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wird künftig auch Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) sitzen. Der 59-Jährige wurde am Dienstag in Genf als Vorsitzender der Klub-Vereinigung ECA bestätigt und vertritt diese deshalb bereits am 17. und 18. September erstmalig im UEFA-Exko.

„Mit der Unterstützung aller Vereine wird sich das neu gewählte Vorstandsgremium den kommenden Herausforderungen stellen und sicherstellen, dass die Stimme der Klubs gehört wird“, sagte Rummenigge nach der zweitägigen ECA-Generalversammlung: „Grundsätzlich haben wir das Gefühl, dass die Atmosphäre im europäischen Klubfußball nie besser war als heute. Es gibt einen großen Zusammenhalt.“

Neben Rummenigge fliegt auch Andrea Agnelli (39), Präsident des italienischen Erstligisten Juventus Turin, Mitte September nach Malta, um mit UEFA-Boss Michel Platini (60) an einem Tisch zu sitzen. Bislang bestand das Exekutivkomitee ausschließlich aus vom UEFA-Kongress gewählten Vertretern. Kurz vor seiner Wiederwahl im März hatte Platini aber die Grundsatzentscheidung zur Abstimmung gestellt, das Entscheider-Gremium für externe Interessenvertreter zu öffnen. Die endgültige Statuten-Änderung soll bei der nächsten Versammlung der 54 UEFA-Verbände im kommenden Jahr abgesegnet werden.

Beim Kongress vor der EURO 2016 könnte dann das große Stühlerücken beginnen - bei dem vor allem Niersbach (64), Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), eine Hauptrolle zugedacht ist. Platini gilt derzeit als großer Favorit bei der Wahl des neuen FIFA-Präsidenten am 26. Februar. Wird er tatsächlich Nachfolger des im Zuge der tiefen Weltverbands-Krise scheidenden Joseph S. Blatter (79), wird zwangsläufig der Chefsessel bei der UEFA frei. Den wiederum könnte dann Niersbach besetzen, dessen Nachfolger als „normales“ Exko-Mitglied stünde nun dank Rummenigges Wiederwahl bereit. Noch sind das aber alles Gedankenspiele.

„Lasst uns die Wahl abwarten“, antwortete Rummenigge auf die Frage nach möglichen Veränderungen an der FIFA-Spitze. Ob auch im FIFA-Exekutivkomitee, „das wichtigste Gremium im Weltfußball“ (Rummenigge), externe Vertreter zugelassen werden, stehe beispielsweise in den Sternen. Auch, wenn das durchaus im Interesse der ECA wäre. Die seit dieser Woche 220 Europa-Klubs vertretende Organisation hat auch deshalb offenbar einen Favoriten für die FIFA-Wahl.

„Wir sind davon überzeugt, dass, wenn er gewählt wird, Michel Platini ein guter FIFA-Präsident wäre“, sagte Rummenigge: „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der UEFA und deren Präsident gemacht. Platini war bei der Gründung der ECA einer der Ideengeber, unser Verhältnis ist sehr gut.“ Früher, auf dem Platz, „haben wir gegeneinander“ gespielt, sagte der ehemalige Nationalmannschafts-Kapitän: „Heute würde ich uns als Freunde bezeichnen.“

sid

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