BVB setzt auf Heimstärke

Klopp mit Heavy-Metal-Fußball gegen Arsenal

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Jürgen Klopp darf nach zwei Spielen Sperre gegen Arsenal wieder auf der Bank Platz nehmen.

Dortmund - Auf die Heimstärke war schon beim Champions-League-Märchen in der vorigen Saison Verlass. Nun will der BVB im Dortmunder Fußball-Tempel mit einem Sieg über den FC Arsenal die Tür Richtung Achtelfinale weit aufstoßen.

Klassik gegen Hardrock. Zwischen den spielstarken Spitzenclubs Borussia Dortmund und FC Arsenal sieht Jürgen Klopp nur wenig Parallelen. Vor dem Champions-League-Duell der beiden Gruppenfavoriten am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) pflegte der BVB-Coach seinen Ruf als britischer Medienliebling. In plakativen Worten skizzierte er den Unterschied zwischen beiden Fußball-Philosophien - und füllte damit Seiten gleich mehrerer englischer Zeitungen: „Arsenal ist wie ein Orchester. Aber es spielt ein leises Lied. Ich mag eher Heavy Metal.“

Mehr noch als die flotten Sprüche schätzen die Briten die Arbeit des Trainers. Der auf gnadenloses Pressing und hohe Laufbereitschaft aufgebaute Hochgeschwindigkeit-Fußball der Borussia genießt gerade auf der Insel höchste Wertschätzung. Nicht zuletzt deshalb wurden immer wieder Gerüchte laut, wonach Klopp schon in naher Zukunft einen Spitzenclub der Premier League betreuen könnte. Es war deshalb kein Zufall, dass dessen Vertragsverlängerung bis 2018 in der Vorwoche am internationalen Medientag der Borussia im Beisein vieler englischer Journalisten bekanntgegeben wurde.

Weidenfeller: "Wir sind eine Heimmacht"

Der Coach wird auch am Mittwoch im Rampenlicht stehen. Erstmals seit seiner Verbannung auf die Tribüne während des ersten Gruppenspiels in Neapel (1:2) kehrt er auf die Trainerbank zurück. Hämische Sprüche seiner Profis nach den Spielen gegen Olympique Marseille (3:0) und beim FC Arsenal (2:1), dass auch ohne seine Anwesenheit an der Seitenlinie Siege möglich sind, bleiben Klopp erspart. Sportdirektor Michael Zorc hofft auf den dritten internationalen Erfolg in Serie: „Damit können wir einen Riesenschritt Richtung Achtelfinale machen. Wer die Heimspiele gewinnt, hat eine hohe Wahrscheinlichkeit aufs Weiterkommen.“

Die inspirierende Atmosphäre des Dortmunder Fußball-Tempels ebnete schon in der vorigen Saison den Weg bis in das deutsche Finale gegen den FC Bayern. In den sechs Partien vor eigener Kulisse gab es ausnahmslos Siege. Und auch in der Bundesliga blieb diese Bilanz in den ersten sechs Partien der Saison makellos. „Wir sind eine Heimmacht - und das wollen wir auch gegen Arsenal beweisen“, sagte Torhüter Roman Weidenfeller.

Welche Schlagkraft der Bundesliga-Zweite daheim entwickeln kann, bekamen die Späher aus London am Freitag beim 6:1 gegen den VfB Stuttgart zu sehen. Anders als bei der berauschenden Generalprobe wird Sebastian Kehl wieder im Kader stehen. Der von einem Bänderriss im Sprunggelenk genesene Kapitän signalisierte nach sechswöchiger Zwangspause Einsatzbereitschaft. „Am vierten Spieltag wird noch keine Vorentscheidung fallen, auch wenn wir bei einem Sieg natürlich eine gute Basis hätten“, sagte der Rekonvaleszent den „Ruhr Nachrichten“.

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Angesichts der Tabellenkonstellation in der Gruppe F dürfte es bis zum letzten Spieltag am 11. Dezember spannend bleiben. Wie Dortmund liegen auch die punktgleichen Konkurrenten FC Arsenal und SSC Neapel (jeweils 6) noch gut im Rennen. So einfach wie gegen Stuttgart wird es nach Einschätzung von Weidenfeller nicht werden: „Das ist eine andere Hausnummer. Wir haben sie mit dem 2:1 vor zwei Wochen gereizt. Nun wollen sie sicher zurückschlagen.“

Allerdings muss das Team von Trainer Arsène Wenger auf Leistungsträger verzichten. Mittelfeldspieler Jack Wilshere wird dem Starensemble um die deutschen Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker und Mesut Özil voraussichtlich fehlen. Darüber hinaus ist auch der Einsatz von Außenverteidiger Kieran Gibbs fraglich. Nicht dabei sind Mathieu Flamini, Alex Oxlade-Chamberlain, Theo Walcott, Abou Diaby und Lukas Podolski. „Es ist ein großes Spiel. Wir werden dort mit großer Leidenschaft auftreten“, sagte Coach Wenger ungeachtet der Verletzungssorgen.

Neuzugang Özil brachte in der „Bild“ seine Wertschätzung für den BVB zum Ausdruck. „Wer bei uns gewinnt, gehört natürlich zu den Titelfavoriten. Mein Eindruck ist: Sie sind noch besser geworden.“

dpa

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