Klinsmann kritisiert Auslosungsmodus für WM

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Jürgen Klinsmann

Berlin - US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann hat den neuen Modus der Auslosung für die Fußball-WM in Brasilien kritisiert.

„Es ist unausgewogen und wird eine Menge Fragezeichen, viele Diskussionen und Debatten hervorrufen, wenn die Gruppen feststehen. Es ist, wie es ist, aber ich bin nicht zufrieden damit“, sagte Klinsmann am Dienstag in einem Interview auf der Internetseite des US-Verbands. Bei der Gruppeneinteilung berücksichtigt der Weltverband FIFA diesmal vor allem die Leistung der Teams in der WM-Qualifikation und ihre Position in der aktuellen Weltrangliste. Frühere sportliche Leistungen haben für die Setzliste keine Auswirkungen mehr.

Die deutsche Mannschaft ist bei der Auslosung am 6. Dezember zwar in Topf 1 gesetzt, könnte aber trotzdem eine ganz schwere Gruppe erwischen. Im schlimmsten Fall drohen schon in der Vorrunde Duelle mit Italien, der Elfenbeinküste und Klinsmanns US-Boys. „Es wird einige Killergruppen geben, in der es nicht einmal eine leichte Mannschaft gibt. Und es wird zwei oder drei Gruppen geben, die zumindest auf dem Papier viel leichter sind“, meinte Klinsmann.

Der frühere Bundestrainer bezweifelt, dass dieser Modus der richtige Weg ist. So monierte er, dass Teams wie Kolumbien, Belgien und die Schweiz in Topf 1 landeten. „Man erwartet, dass dort Mannschaften sind, die sich wirklich schon bei Weltmeisterschaften bewiesen haben. Jetzt sieht man dort Teams, die noch gar nichts bei einer früheren WM geleistet haben und fragt sich: Warum ist das jetzt so?“, kritisierte Klinsmann.

dpa

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