Keine "Hammergruppe"

WM-Qualifikation: Löw mit Losfee Bierhoff zufrieden

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Joachim Löw findet: "Bierhoff hat einen guten Job gemacht."

St. Petersburg - Die Weltmeister haben auf dem Weg zur Titelverteidigung 2018 in Russland machbare Aufgaben erwischt - auf Losfee Oliver Bierhoff war Verlass.

Losfee Oliver Bierhoff lächelte nach seinem Glücksgriff in St. Petersburg erleichtert in die Kameras, in der Ferne hob Joachim Löw zufrieden den Daumen: Statt Frankreich oder Italien warten auf dem Weg zur Titelverteidigung bei der WM 2018 in Russland äußerst machbare Aufgaben auf die deutschen Weltmeister. Und so ganz „egal“ wie vorher angekündigt, war das dem Bundestrainer dann doch nicht.

„Er das zwar vorher nach außen hin gesagt“, äußerte Bierhoff (47) nachdem er während der feierlichen Auslosung die Nationalmannschaft in die Qualifikations-Gruppe C mit Tschechien, Nordirland, Norwegen, Aserbaidschan und San Marino gezogen hatte: „Aber ich hatte natürlich schon einen inneren Druck gegenüber meinem Trainer, dass ich hier kein schlechtes Bild abgebe und nicht die falschen Lose ziehen.“ Es hätte deutlich schlimmer kommen können.

„Interessant und extrem spannend sind sicherlich die Gruppe A mit Frankreich, Schweden und den Niederlanden sowie die Gruppe G mit Italien und Spanien“, sagte der „zufriedene“ Löw (55), der gar nicht erst nach Russland gereist war. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) habe dagegen eine „interessante“ Gruppe zugelost bekommen - mit eindeutiger Rollenverteilung.

Die Auslosung der WM-Quali im Ticker nachlesen!

„Es ist klar, dass wir als Weltmeister Gruppenerster werden wollen - und wir sind auch der Favorit“, sagte Löw und schob das Lob an den Nationalmannschaftsmanager, der mit neun anderen früheren Stars vor der prächtigen Kulisse des Konstantinpalasts die Kugeln gezogen hatte, hinterher: „Oliver Bierhoff hat einen guten Job gemacht.“

Zwar liege die Konzentration der Weltmeister zunächst auf der Qualifikation für die EURO 2016 in Frankreich, die sich im Herbst entscheidet, „am weiten Horizont“ erscheine aber dann schon Russland, sagte Bierhoff.

Deutschland startet in Norwegen

Bereits im September soll die Liste der möglichen Teamquartiere offiziell erscheinen. Die Quali in den neun europäischen Gruppen für die WM 2018, die vom 14. Juli bis zum 15. Juni in elf russischen Städten und zwölf Stadien ausgetragen wird, beginnt am 4. September 2016 und geht bis zum 10. Oktober 2017. Deutschland startet mit einem Auswärtsspiel in Norwegen, die letzte Begegnung ist ein Heimspiel gegen Aserbaidschan. Ein „Nachsitzen“ des DFB-Teams in den Play-offs der acht besten Gruppenzweiten (9. und 14. November 2017) sollte es nicht geben.

„Tschechien, Norwegen und Nordirland sind sehr ambitioniert und haben in den letzten Jahren sehr gute Ergebnisse gehabt“, sagte Löw. Deutschland verlor aber bislang nur zwei Spiele in einer WM-Qualifikation: Im Oktober 1985 gegen Portugal (0:1) und im September 2001 gegen England (1:5).

Auf historische Ergebnisse hoffen auch die Macher des Turniers in drei Jahren, das aufgrund der Korruptionsermittlungen im Weltverband FIFA, ungeklärter Menschenrechtsfragen und der Ukraine-Krise aber weiter in der Kritik steht. Am Samstagabend wurde das von der großen Auslosungsshow weitgehend überspielt.

„Wir sagen “Ja' zu Russland„, sagte der scheidende FIFA-Boss Joseph S. Blatter (79) nach einem Gipfeltreffen mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin (62) in einem kleinen Raum des beeindruckenden Palastes. In Richtung der 2000 geladenen Gäste und rund 100 Millionen TV-Zuschauer wurde der Schweizer dann wieder pathetisch: `Wir werden nicht nur Fußball spielen, sondern auch dadurch Frieden schließen. Fußball ist eine Geste des Respekts und des Friedens.“

Putin versprach, das größte Land der Welt werde „alles tun, um ein guter Gastgeber zu sein, während der WM werde eine `besondere Atmosphäre der Freude“ herrschen. „Gäste aus der ganzen Welt werden sich mit der einzigartigen Geschichte unseres Landes vertraut machen“, sagte der russische Präsident: „Es ist von großer Bedeutung, dass sich die Mannschaften wie zu Hause fühlen. Wir werden alles tun, um die Sicherheit und den Komfort zu gewährleisten.“

sid

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