HSV-Stars erleichtert

Katzenjammer auf Schalke nach Pokal-Aus

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Kevin-Prince Boateng und Jermaine Jones sind nach der Pleite fassungslos

Düsseldorf - Schalke scheitert an Hoffenheim, der BVB absolviert sein Achtelfinalspiel ebenso souverän wie Zweitligist Kaisersalautern. Die HSV-Stars sind erleichtert.

Schalke 04 erlebte einen ganz bitteren Pokalabend. Innerhalb von 15 fatalen Minuten wurden die Königsblauen von gnadenlos effektiven Hoffenheimern auf dem Weg in das Berliner Endspiel am 17. Mai 2014 gestoppt. Souverän dagegen präsentierten sich Borussia Dortmund und der 1. FC Kaiserslautern. Der BVB qualifizierte sich beim drittklassigen Außenseiter 1. FC Saarbrücken trotz einer extremen Ausfallquote mit 2:0 für die Runde der besten Acht, die „Roten Teufel“ entschieden das Zweitligaduell bei Union Berlin beim 3:0 überlegen für sich. Und in Hamburg wachsen nach dem 2:1 gegen Zweitliga-Tabellenführer Köln die HSV-Hoffnungen auf den ersten bedeutenden Titel seit 1987.

In Gelsenkirchen bewertete Jens Keller die erste Spielhälfte beim 1:3 gegen 1899 Hoffenheim als „völlig indiskutabel“. Der Trainer der Königsblauen war restlos bedient ob der Aussetzer seiner Profis, die binnen einer Viertelstunde die Gegentreffer durch Kai Herdling (21. Minute), Kevin Volland (32.) und Roberto Firmino (35.) möglich machten. „Dafür müssen wir uns bei unseren Fans entschuldigen“, sagte Keller. Für Schalke-Torhüter Ralf Fährmann war es „ein Desaster, wie wir in der ersten Hälfte aufgetreten sind“. Ähnlich drastisch kommentierte Sportvorstand Horst Heldt die entscheidende Phase der Begegnung: „Das ist schon desaströs.“

Wenn Frauen-Bundestrainerin Silvia Neid am Sonntag in der ARD-Sportschau (ab 18.00 Uhr) die Viertelfinal-Paarungen für den 11. und 12. Februar ermittelt, befinden sich auch Lose von Clubs in der Trommel, die acht DFB-Pokalsiege auf sich vereinen: Der BVB (1965, 1989, 2012) und der HSV (1963, 1976, 1987) waren dreimal Cupgewinner, Kaiserslautern holte die Trophäe 1990 und 1996.

FCK-Coach Kosta Runjaic war im Anschluss an das 3:0 bei Union „super happy, wie wir in diesem Alles-oder-Nichts-Spiel aufgetreten sind“. Willi Orban (18.), Simon Zoller (45.) und Marcel Gaus (83.) machten alles klar für den FCK. Und auch im Ludwigspark war es trotz einer Großchance für Saarbrückens Marcel Ziemer eine einseitige Angelegenheit: „Es roch nicht eine Minute nach einer Sensation“, meinte BVB-Trainer Jürgen Klopp, für dessen Elf Julian Schieber (19.) und Jonas Hofmann (49.) trafen. Klopp: „Es hat einfach Spaß gemacht.“

Viel schwerer tat sich der HSV, der erstmals seit fünf Jahren im DFB-Pokal überwintert. Die Erleichterung über das glückliche 2:1 gegen Köln war fast so groß wie nach einem Finalsieg. „Das war enorm wichtig, für uns, für den ganzen Verein“, sagte Heiko Westermann, der wegen leichter Knieprobleme geschont wurde.

Die Einnahmen von bis zu zwei Millionen Euro kann der HSV nach der teuren Trennung von Sportdirektor Frank Arnesen und dem Trainerwechsel von Thorsten Fink zu Bert van Marwijk dringend brauchen. Doch erst „Joker“ Ivo Ilicevic sorgte in der 85. Minute für vorweihnachtliche HSV-Glücksgefühle. Maximilian Beister hatte die Hanseaten mit einem Traumtor (42.) in Führung geschossen, Adam Matuschyk (54.) für Köln ausgeglichen. Wegen des mutigen FC-Auftritts zollte van Marwijk dem Team seines Kollegen Peter Stöger hohen Respekt: „So wie Köln spielt, gehört der FC in die erste Liga.“

Die DFB-Pokal-Sieger seit 1985

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dpa

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