Luxusprobleme für Klopp

BVB-Kader: Noch nie so wertvoll wie heute

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Ciro Immobile kostete den BVB 18,5 Millionen Euro.

Dortmund - Trainer Jürgen Klopp von Borussia Dortmund kann spätestens im September personell aus dem Vollen schöpfen. Die Westfalen fühlen sich bereit für eine intensive Saison.

Nie war er so wertvoll wie heute - der Kader von Borussia Dortmund. Nicht nur der Marktwert steigerte sich auf 333,2 Millionen Euro, auch die Qualität. „Ab September sitzen vielleicht Spieler auf der Tribüne oder auf der Bank, die woanders spielen würden. Die aber dann in der Woche danach wieder in der Startelf stehen“, sagte Trainer Jürgen Klopp bei „19:09 Uhr - der schwarzgelbe Talk“ der Ruhr Nachrichten.

Soll heißen: Wenn Nationalspieler Marco Reus (Syndesmose-Anriss), der beim Internetportal transfermarkt.de mit 50 Millionen Euro als wertvollster Spieler des BVB vor Weltmeister Mats Hummels (35 Mio.) ausgewiesen ist, und auch Ilkay Gündogan nach seiner Rücken-OP wieder zurückkehren, sieht sich Klopp in einer komfortablen Situation.

„Wir müssen und werden auf alle Situationen vorbereitet sein“, unterstrich Klopp in Erinnerung an die beispiellose Verletzungsmisere in der vergangenen Saison, als er von Woche zu Woche zum Improvisieren gezwungen wurde, phasenweise sogar die komplette Vierer-Abwehrkette ausfiel. Kaum auszudenken, wenn auch Robert Lewandowski längere Zeit nicht zur Verfügung gestanden hätte.

Während der Bundesliga-Schützenkönig der vergangenen Spielzeit (20 Tore) in Duisburg seinen Einstand im Trikot von Bayern München mit seinem ersten Treffer krönte, formulierte Klopp in der Talkrunde seine Überzeugung vom Transfer des Lewandowski-Nachfolgers Ciro Immobile.

„Lewi ist ein Ausnahmespieler, er war sehr dominant in unserem Spiel. Ciro ist ein ausgewiesener Torjäger, der den Ball reindonnert und auch die unorthodoxen Tore macht. Er ist in Italien Torschützenkönig geworden, in der ersten und in der zweiten Liga. Und wenn man weiß, wie in Italien verteidigt wird - das ist kein Kindergeburtstag“, sagte Klopp.

Änderungen im Dortmunder Spielsystem scheinen unumgänglich. „Wir müssen die neue Situation als Chance begreifen“, meinte Klopp. Aber der 47-Jährige weiß, dass der 18,5 Millionen Euro teure Immobile und auch die anderen Transfers Adrian Ramos, Weltmeister Matthias Ginter und Dong-Won Ji Eingewöhnungszeit benötigen.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke erinnert stets an Lewandowski, der, von Lech Posen nach Dortmund gewechselt, etwa ein Jahr brauchte, um in der Bundesliga Fuß zu fassen. Als ihn die ersten Experten bereits als Fehleinkauf abstempelten, platzte beim Polen der Knoten.

Der Italiener Immobile fürchtet sich nicht vor dem langen Schatten Lewandowskis. „Ich bin glücklich und fühle mich seit dem ersten Tag wohl in Dortmund“, bestätigte der 24-Jährige, bei dem Klopp noch viel Potenzial vermutet. Bisher konnte er in den bisherigen sechs Jahren beim BVB nahezu jeden Spieler verbessern. Und so hoffen die Borussen, dass auch Immobile alsbald zur weiteren Wertsteigerung des Kaders beitragen wird.

sid

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