19 von 23 Plätzen schon vergeben

Löw: WM-Team steht schon fast fest

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Bundestrainer Joachim Löw hat 19 der 23 WM-Kaderplätze quasi schon fix vergeben

Berlin - In Brasilien soll endlich der große Wurf gelingen. Die deutsche Nationalmannschaft geht als Mitfavorit in die WM am Zuckerhut. Die meisten WM-Fahrer von Bundestrainer Löw stehen schon fest.

Joachim Löw fährt schon einmal voraus. Beim Confederations Cup will der Bundestrainer ein bisschen Brasilien-Luft schnuppern. In zwölf Monaten sollen die deutschen Titeljäger bei der Weltmeisterschaft im riesigen Land des Fußball-Rekord-Champions keine unliebsame Überraschung erleben. „Ich will einen Eindruck gewinnen, von der Atmosphäre und den Gegebenheiten“, sagte Löw. Planstabsmäßig geht der 53-Jährige seine zweite WM als Chefcoach an. Es ist die vielleicht letzte Titelchance für ihn als Bundestrainer.

Das Wichtigste hat Löw im Prinzip schon fix im Kopf: Sein WM-Personal. Das verdeutlichte auch die zum Total-Experiment gewordene jüngste Testreise mit Reservisten, Rückkehrern und Neulingen in die USA. Die 23 Plätze in Löws WM-Aufgebot sind fast alle belegt. 13 in den USA fehlende Stammkräfte von den deutschen Spitzenclubs Bayern München und Borussia Dortmund um Kapitän Philipp Lahm, dessen Stellvertreter Bastian Schweinsteiger sowie Marco Reus oder Mats Hummels haben Gesundheit und Formkonstanz vorausgesetzt ihr Ticket praktisch in der Tasche.

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Gleiches gilt für die fünf Auslandsprofis Mesut Özil, Sami Khedira, Miroslav Klose, Per Mertesacker, Lukas Podolski. Inklusive Ersatztorwart René Adler und dem Leverkusener Lars Bender sind 19 Plätze derzeit fest vergeben. Die verbliebenen Planstellen im DFB-Kader werden unter vielen Kandidaten in der nächsten Saison hart umkämpft sein. In den USA spielte sich in Max Kruse ein Neuling plötzlich in den Vordergrund. Die Vergangenheit lehrt: In jedem Turnierkader gab es auch Personal-Überraschungen.

Im Ausland hat sich Deutschland längst zu dem WM-Favoriten gemausert, unabhängig von dem verbalen Schlingerkurs den zum Beispiel Teammanager Oliver Bierhoff mit seinen WM-Prognosen fährt. Nach dem tollen Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund (2:1) kam selbst aus den spanischen Medien quasi eine Kapitulationserklärung. Um „Lichtjahre“ sei der deutsche Fußball voraus. Den großen Rivalen und dreifachen Turniersieger 2008, 2010, 2012 endlich zu bezwingen, wird aber beileibe kein Selbstläufer, weiß Löw.

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Zunächst steht ohnehin der Endspurt um das WM-Ticket an. „Da sind wir absolut im Soll. Wir stehen in der WM-Qualifikation gut da. Wir werden im September und Oktober in die entscheidende Phase gehen“, sagte Löw. Trotz des kuriosen 4:4 gegen Schweden führt das DFB-Team die Gruppe C komfortabel an. Die Konkurrenz der Skandinavier, sowie der Teams aus Österreich und Irland kann aus eigener Kraft in Schach gehalten werden.

Läuft es nach Plan, kann die Qualifikation schon im vorletzten Spiel in Köln gegen Irland (11. Oktober) perfekt gemacht werden. Ein nervenaufreibendes Finale vier Tage später in Stockholm gegen Hauptkonkurrent Schweden will Löw vermeiden. Zuvor stehen noch die Partien gegen Österreich (6. September) und auf den Färöer (10. September) an.

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Bei seinen Tests konzentriert sich Löw auf Kontrahenten aus Südamerika. Nach der Ecuador-Partie (4:2) in Florida sind für den 14. August in Kaiserslautern Paraguay und für den 5. März in Stuttgart Chile eingeladen. Auch dies soll der Mentalitätsschulung für das WM-Turnier jenseits des Äquators dienen.

Bei der Auslosung am 6. Dezember im Ferienort Costa do Sauìpe am Atlantik wäre Deutschland sicher als WM-Gruppenkopf gesetzt. Trotzdem wird es in Brasilien schon in der Vorrunde drei verschiedene Spielorte und lange Reisen über mehrere tausend Kilometer geben. Umso wichtiger ist eine gute Hotelwahl. Da wollen wir uns nochmal vor Ort Erkenntnisse verschaffen“, sagte Löw vor seinem ersten Juni-Trip nach Brasilien.

dpa

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