Vertrag bis 2019

Perfekt! Immobile unterschreibt beim BVB

Ciro Immobile
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Ciro Immobile.

Dortmund - Der Wechsel des italienischen Nationalstürmers Ciro Immobile zu Borussia Dortmund ist perfekt. Das bestätigte der BVB am Montagabend.

Borussia Dortmund rüstet für den Zweikampf mit Doublegewinner Bayern München. Der italienische Nationalspieler Ciro Immobile hat am Montag beim BVB unterschrieben.

Dortmund (SID) Das wochenlange Tauziehen um Ciro Immobile endete am Montag mit strahlenden Gesichtern. Als der italienische Torjäger seine Unterschrift endlich unter einen Fünfjahresvertrag bei Borussia Dortmund gesetzt hatte, ließ sich der 24-Jährige mit breitem Grinsen an der Seite von Trainer Jürgen Klopp ablichten.

„In Ciro Immobile bekommen wir einen flexiblen und dynamischen Angreifer, der sich auf beeindruckende Art und Weise in einer europäischen Top-Liga durchgesetzt hat“, sagte Sportdirektor Michael Zorc: „Er passt mit seinen herausragenden Qualitäten bestens in das Anforderungsprofil von Borussia Dortmund“.

Angeblich 19,4 Millionen Euro kostet der italienische Fußball-Nationalspieler vom FC Turin. Er soll helfen, den ablösefrei zu Bayern München wechselnden polnischen Bundesliga-Torschützenkönig Lewandowski bis 2019 bei den Schwarz-Gelben zu ersetzen.

Die Borussia hat damit den angekündigten zweiten Königstransfer für die Offensive getätigt, die offizielle Bestätigung nach dem Medizin-Check war nur Formsache. Bereits zuvor war der Kolumbianer Adrian Ramos (28) von Hertha BSC für zehn Millionen Euro verpflichtet worden. „Wir werden im Sommer investieren und das nicht wenig“, hatte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke bereits vor Monaten angekündigt. Die Schwarz-Gelben wollen in der kommenden Saison Doublegewinner Bayern München wieder deutlich stärker Paroli bieten.

Der Transfer hatte allerdings seine Tücken. Der Geschäftsführer von Juventus Turin, Giuseppe Marotta, und die Verantwortlichen des FC Turin hatten sich laut Gazzetta dello Sport am Wochenende getroffen, um die Details zur Auflösung des Vertrags mit dem Goalgetter zu besprechen. Beide Klubs waren gemeinsame Eigentümer des Stürmers, der in dieser Saison 22 Tore geschossen hat. Juventus soll demnach komplett den „Besitz“ des Spielers übernehmen und ihn an den BVB verkaufen. Die Hälfte der Ablöse gehe an Torino.

Der BVB kann sich auf einen Spieler freuen, dessen Spielweise im Gegensatz zur Bedeutung seines Nachnamens („unbeweglich“) steht. „Immobile ist der beste junge Spieler Italiens. Er passt perfekt zu Dortmund und in die Bundesliga. Er ist schnell, stark und er läuft mehr als ich“, lobte der frühere Bayern-Torjäger Luca Toni bei Bild. Auch Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli, der Immobile am Montag für die Reise nach Dortmund freigegeben hatte, schwärmt von seinem Stürmer und pries dessen „großartige Entwicklung“.

Immobile ist selbstverständlich für die WM nominiert - dabei wurde er lange verkannt: „Mit deinem Nachnamen wirst du in meiner Mannschaft nie Mittelstürmer“, soll die Trainerlegende Zdenek Zeman 2011 gesagt haben, als Immobile mal wieder von seinem Stammverein Juventus Turin in die Provinz verliehen wurde. Siena, Grosseto und Genua waren die Leihstationen, auf denen er sich nach oben arbeiten musste, ehe ihm in der abgelaufenen Saison beim FC Turin der Durchbruch gelang.

Die teuersten Transfers der Bundesliga-Geschichte

Geld regiert die Welt - und auch die Transfergeschäfte im Fußball. Klicken Sie sich durch die Rangliste der teuersten Bundesliga-Transfers (die Ablösesummen beruhen teilweise auf Schätzungen). © picture alliance / dpa
Shinji Kagawa: Der Japaner kam 2010 für 350.000 € zu Borussia Dortmund und wechselte nach zwei erfolgreichen Jahren für 16 Millionen € im Sommer 2012 zu Manchester United. © picture alliance / dpa
Luiz Gustavo: 16 Millionen € ließen sich die Wolfsburgern den Brasilianer, der beim FC Bayern kaum mehr zum Zug kam, im August 2013 kosten. © picture alliance / dpa
Evanilson (r.): Der Rechtsverteidiger wechselte im Zuge des komplizierten Amoroso-Deals zum FC Parma. Rund 17 Millionen Euro war er den Italienern wert. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Luiz Gustavo: Wurde im Januar 2011 ohne das Wissen Ralf Rangnicks für 17 Millionen € nach München verkauft, Rangnick und Hoffenheim trennten sich kurz darauf. © picture alliance / dpa
Marco Reus: Als Borussia Dortmund im Januar 2012 den Wechsel von Marco Reus zur neuen Saison bekannt gab, hatten die Schwarz-Gelben das Tauziehen gegen den FC Bayern für sich entschieden und profitierten von Reus Ausstiegsklausel. 17,1 Millionen € erhielt Borussia Mönchengladbach. © picture alliance / dpa
Mesut Özil: Für 18 Millionen € wechselte Mesut Özil 2010 zu Real Madrid und erwies sich als richtiger Volltreffer für die Königlichen. © picture alliance / dpa
Nigel de Jong: 19 Millionen € spülte der Verkauf des Holländers an Manchester City im Januar 2009 in die Kassen des Hamburger Sportvereins; bis heute die höchste Ablöse, die der HSV je für einen Spieler bekommen hat. © picture-alliance/ dpa
Roy Makaay: Mit 19,7 Millionen € Ablöse war Roy Makaay 2003 der damalige Rekordeinkauf des FC Bayern. © picture alliance / dpa
Carlos Eduardo: Verließ die TSG Hoffenheim im Sommer 2010 für 20 Millionen € in Richtung Russland zu Rubin Kasan. © picture alliance / dpa
Emerson (l.): Wurde im Sommer 2000 vom AS Rom für umgerechnet 20 Millionen € von Bayer 04 Leverkusen losgeeist. © picture-alliance / dpa
Andre Schürrle (r.): 22 Millionen € mussten die "Blues" 2013 an Bayer 04 Leverkusen überweisen, um sich die Dienste des deutschen Nationalspielers zu sichern. © picture alliance / dpa
Kevin de Bruyne (Mitte): Mit dem jungen Belgier rüstet der VfL Wolsburg weiter auf. 22 Millionen € bezahlten die Wölfe im Januar 2014 für den belgischen Nationalspieler. © picture alliance / dpa
Manuel Neuer: Der Torwart wechselte 2011 unter lautstarken Protest vieler Bayernfans für 22 Mio € vom FC Schalke 04 an die Säbener Straße. © picture alliance / dpa
Arjen Robben: Der niederländische Flügelspieler wechselte 2009 für 24 Mio € von Real Madrid zu den Bayern. © picture alliance / dpa
Marcio Amoroso: Borussia Dortmund kaufte den Stürmer 2001 für 25 Mio € vom FC Parma. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Owen Hargreaves (l.): Der ehemalige Münchner wechselte 2007 für eine Ablösesumme von 25 Mio € zu seinem Lieblingsclub Manchester United. © picture-alliance/ dpa
Thiago Alcantara (l.): Der Spanier folgte seinem Ex-Trainer Pep Guardiola 2013 für 25 Mio € von Barcelona an die Isar. © picture alliance / dpa
Franck Ribery: Der Flügelflitzer kam 2007 für 25 Mio € von Olympique Marseille zum FC Bayern. © picture alliance / dpa
Diego: Der offensive Mittelfeldspieler wechselte 2009 für 27 Mio € von der Bremer Weser nach Italien zu Juventus Turin. © picture-alliance/ dpa
Henrich Mchitarjan (r.): Der Götze-Ersatz kam 2013 von Schachtjor Donezk zum Championsleague-Finalisten Borussia Dortmund.  © picture alliance / dpa
Mario Gomez: Der Nationalstürmer kam 2009 für die damalige Rekordsumme von 30 Mio € vom VfB Stuttgart nach München. © picture alliance / dpa
Edin Dzeko: Der ehemalige Wolfsburger verließ den Werksclub 2010 und wechselte für 37 Mio. € zu Manchester City. © picture alliance / dpa
Mario Götze: Kaum ein Wechsel schlug derart hohe Wellen in den letzten Jahren als der Transfer vom Dortmunder Youngster zu den Bayern. 37 Millionen € überwies der FC Bayern nach Dortmund. © picture alliance / dpa
Javier Martinez: Der Baske ist der bis dato teuerste Transfer in der Bundesligahistorie. Bayern München überwies 40 Millionen € an seinen Heimatclub Athletic Bilbao.  © picture alliance / dpa
Toni Kroos
Toni Kroos: Der gebürtige Greifswalder wechselte nach dem WM-Sieg mit Deutschland im Juli 2014 vom FC Bayern zu Real Madrid. Angeblich 30 Millionen Euro soll der Transfer den Königlichen wert gewesen sein. © dpa

Das Juve-Trikot trug Immobile in sechs Jahren dagegen nur ganze 40 Minuten lang. Nicht von ungefähr hatte Juventus deshalb auch schnell Einigkeit mit dem BVB erzielt. Der Transfer allerdings hakte am FC Turin, dem zweiten „Eigentümer“ Immobiles. Erst am Wochenende gab es eine interne italienische Übereinkunft.

Bereits am Montagmittag war der italienische Nationalstürmer zum Medizincheck nach Dortmund gereist.

sid

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