Elfer-Blamage

Ibisevic verschießt VfB-Sieg gegen Frankfurt

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Stuttgarts Vedad Ibisevic (oben) und der Frankfurter Spieler Carlos Zambrano (u) kämpfen um den Ball.

Stuttgart - Das Publikum war in Feierlaune, die Choreographie der Anhänger vor dem Anpfiff eindrucksvoll - nur das Resultat passte nicht zum 120. Geburtstag des VfB Stuttgart.

Im Bemühen, den Sprung in das dicht gedrängte Mittelfeld zu schaffen, kamen die Gastgeber gegen Eintracht Frankfurt nach zuletzt zwei Siegen aufgrund eines Sekunden vor dem Abpfiff von Vedad Ibisevic verschossenen Foulelfmeters nur zu einem 1:1 (1:1). Beide Mannschaften bleiben mit jeweils sieben Punkten zunächst in der unteren Tabellenhälfte.

Die Eintracht, die zumindest ihre Serie von drei Niederlagen nacheinander gegen den VfB beenden konnte, war in einer munteren Anfangsphase zunächst durch Marco Russ in Führung gegangen (14.). Der erst 17 Jahre alte Tobias Werner glich nahezu postwendend mit seinem ersten Bundesliga-Treffer aus (16.). Das Niveau der Partie nahm danach ab, wobei die Eintracht die besseren Chancen besaß. Ein Treffer des VfB von Alexandru Maxim (65.) wurde von Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) zu Recht nicht anerkannt. Stuttgarts großer Unglücksrabe war Ibisevic, der die unverhoffte Strafstoß-Chance nach einem Foul an Traore am Ende der Nachspielzeit ungenutzt ließ und neben das Tor schoss.

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Das Spiel hatte zunächst im Zeichen des 120. Geburtstags des VfB-Gründungsvereins Stuttgarter FV 93 gestanden. Unter anderem kam die Mannschaft mit Traditions-Trikots aufs Feld: mit durchgehendem roten Ring, schwarzen Rückennummern - und, einer Sondergenehmigung der Deutschen Fußball Liga (DFL) sei Dank, ohne Werbung auf Brust und Ärmeln.

Die gute Laune wäre den Gastgebern beinahe früh vergangenen - Johannes Flum schoss mit einem Seitfallzieher nach einem schnellen Angriff der Eintracht aber knapp neben das Tor (7.). Flum war nach dem 3:0 zum Auftakt der Europa League gegen Girondins Bordeaux für Takashi Inui in die Anfangsformation gerückt. Beim VfB vertrat der Österreicher Martin Harnik den verletzten Moritz Leitner.

Auf Stuttgarter Seite blieb trotz erkennbar großen Bemühens vieles Stückwerk, ein konstruktives Offensivspiel entwickelte sich kaum. Die Eintracht wirkte bei ihren zumeist schnell vorgetragenen Angriffen ein wenig zielstrebiger. Die Führung aber erzielte Russ nach einem Eckball, er nutzte eine vorübergehende Orientierungslosigkeit des VfB aus. Zu dieser Phase wirkten die Stuttgarter in der Abwehr nicht sonderlich gut organisiert.

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Nur zwei Minuten nach dem Frankfurter Treffer ergab sich jedoch auf der anderen Seite ein ähnliches Bild: Eckball, Christian Gentner verlängerte per Kopf, Eintracht-Torhüter Kevin Trapp wehrte schlecht ab, Werner stand am langen Pfosten und verwandelte per Kopf. Es war zugleich der Auftakt zu unterhaltsamen zehn Minuten mit schnellen Angriffen beider Mannschaften, mit zunehmender Spieldauer nahm das Niveau der Begegnung allerdings ab.

Es dauerte bis zur 55. Minute, ehe erneut die Eintracht die Chance zur Führung besaß: Bedrängt von VfB-Torhüter Sven Ulreich lenkte Torjäger Vaclav Kadlec die scharfe Hereingabe von Stefan Aigner allerdings neben das Tor. Zehn Minuten später zog Aigner selbst ab, der Ball rollte knapp am langen Pfosten vorbei (65.). Der anschließenden Treffer des VfB durch Maxim wurde nicht anerkannt, weil Ibisevic Torhüter Trapp behindert hatte.

Von Thomas Häberlein

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