Elfer-Blamage

Ibisevic verschießt VfB-Sieg gegen Frankfurt

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Stuttgarts Vedad Ibisevic (oben) und der Frankfurter Spieler Carlos Zambrano (u) kämpfen um den Ball.

Stuttgart - Das Publikum war in Feierlaune, die Choreographie der Anhänger vor dem Anpfiff eindrucksvoll - nur das Resultat passte nicht zum 120. Geburtstag des VfB Stuttgart.

Im Bemühen, den Sprung in das dicht gedrängte Mittelfeld zu schaffen, kamen die Gastgeber gegen Eintracht Frankfurt nach zuletzt zwei Siegen aufgrund eines Sekunden vor dem Abpfiff von Vedad Ibisevic verschossenen Foulelfmeters nur zu einem 1:1 (1:1). Beide Mannschaften bleiben mit jeweils sieben Punkten zunächst in der unteren Tabellenhälfte.

Die Eintracht, die zumindest ihre Serie von drei Niederlagen nacheinander gegen den VfB beenden konnte, war in einer munteren Anfangsphase zunächst durch Marco Russ in Führung gegangen (14.). Der erst 17 Jahre alte Tobias Werner glich nahezu postwendend mit seinem ersten Bundesliga-Treffer aus (16.). Das Niveau der Partie nahm danach ab, wobei die Eintracht die besseren Chancen besaß. Ein Treffer des VfB von Alexandru Maxim (65.) wurde von Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) zu Recht nicht anerkannt. Stuttgarts großer Unglücksrabe war Ibisevic, der die unverhoffte Strafstoß-Chance nach einem Foul an Traore am Ende der Nachspielzeit ungenutzt ließ und neben das Tor schoss.

Die schnellsten Trainerentlassungen seit 1999

Die schnellsten Trainerentlassungen seit 1999

Bundestrainer, wie aktuell Joachim Löw, sitzen in der Regel fest im Sattel. Schwerer haben es da die Bundesliga-Trainer. Besonders wenn die ersten Spiele verloren gehen, wird der Coach meist als erstes hinterfragt. Sehen Sie hier die Trainerentlassungen seit 1999 und in welcher Situation sie den Verein verlassen mussten. © getty
1999/2000: Jörg Berger, Eintracht Frankfurt, 17. Spieltag, 18. Platz, 9 Punkte. © getty
2000/01: Andreas Zachhuber, Hansa Rostock, 3. Spieltag, 18. Platz, 0 Punkte. © getty
2001/02: Frank Pagelsdorf, Hamburger SV, 6. Spieltag, 12. Platz, 5. Punkte. © getty
2002/03: Andreas Brehme, 1. FC Kaiserslautern, 3. Spieltag, 16. Platz, 1 Punkt. © dpa
2003/04: Armin Veh, Hansa Rostock, 8. Spieltag, 14. Platz, 5 Punkte. © dpa
2004/05: Jupp Heynckes, Schalke 04, 4. Spieltag, 17. Platz, 3 Punkte. © dpa
2005/06: Klaus Augenthaler, Bayer Leverkusen, 4. Spieltag, 12. Platz, 4 Punkte. © getty
2006/07: Peter Neururer, Hannover 96, 3. Spieltag, 18. Platz, 0 Punkte. © dpa
2007/08: Petrik Sander, Energie Cottbus, 6. Spieltag, 18. Platz, 2 Punkte. © getty
2008/09: Jos Luhukay, Borussia Mönchengladbach, 7. Spieltag, 18. Platz, 3 Punkte. © getty
2009/10: Jörn Andersen, FSV Mainz 05, vor Saisonbeginn, nach der Pleite im DFB-Pokal gegen Lübeck. © dpa
2010/11: Christian Gross, VfB Stuttgart, 7. Spieltag, 18. Platz, 3 Punkte. © getty
2011/12: Michael Oenning, Hamburger SV, 6. Spieltag, 18. Platz, 1 Punkt. © getty
2012/13: Felix Magath, Vfl Wolfsburg, 8. Spieltag, 18. Platz, 5 Punkte © dpa

Das Spiel hatte zunächst im Zeichen des 120. Geburtstags des VfB-Gründungsvereins Stuttgarter FV 93 gestanden. Unter anderem kam die Mannschaft mit Traditions-Trikots aufs Feld: mit durchgehendem roten Ring, schwarzen Rückennummern - und, einer Sondergenehmigung der Deutschen Fußball Liga (DFL) sei Dank, ohne Werbung auf Brust und Ärmeln.

Die gute Laune wäre den Gastgebern beinahe früh vergangenen - Johannes Flum schoss mit einem Seitfallzieher nach einem schnellen Angriff der Eintracht aber knapp neben das Tor (7.). Flum war nach dem 3:0 zum Auftakt der Europa League gegen Girondins Bordeaux für Takashi Inui in die Anfangsformation gerückt. Beim VfB vertrat der Österreicher Martin Harnik den verletzten Moritz Leitner.

Auf Stuttgarter Seite blieb trotz erkennbar großen Bemühens vieles Stückwerk, ein konstruktives Offensivspiel entwickelte sich kaum. Die Eintracht wirkte bei ihren zumeist schnell vorgetragenen Angriffen ein wenig zielstrebiger. Die Führung aber erzielte Russ nach einem Eckball, er nutzte eine vorübergehende Orientierungslosigkeit des VfB aus. Zu dieser Phase wirkten die Stuttgarter in der Abwehr nicht sonderlich gut organisiert.

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Torkelnde und lallende Fans sind unerwünscht. Wer zu viel trinkt, kommt nicht ins Stadion. Das gilt bei allen 18 Fußball-Bundesligisten. Doch die Grenze ist ganz unterschiedlich. Sehen Sie hier, welcher Verein wieviel Promille erlaubt. © dpa
VfL Wolfsburg: 0,0 Promille
Werder Bremen: 0,0 Promille
SC Freiburg: 0,0 Promille
FSV Mainz 05: 0,0 Promille
1. FC Kaiserslautern: 0,0 Promille
Borussia Dortmund: 0,0 Promille
FC Augsburg: 0,0 Promille
Bayer Leverkusen: 0,0 Promille
FC Bayern München: 0,0 Promille
1. FC Nürnberg: 0,8 Promille
Hertha BSC: 0,8 Promille.
Borussia Mönchengladbach: 1,1 Promille
1. FC Köln: 1,1 Promille
1899 Hoffenheim: 1,2 Promille
VfB Stuttgart: 1,4 Promille
Hamburger SV: 1,5 Promille
FC Schalke 04: 1,6 Promille
Hannover 96: 1,6 Promille

Nur zwei Minuten nach dem Frankfurter Treffer ergab sich jedoch auf der anderen Seite ein ähnliches Bild: Eckball, Christian Gentner verlängerte per Kopf, Eintracht-Torhüter Kevin Trapp wehrte schlecht ab, Werner stand am langen Pfosten und verwandelte per Kopf. Es war zugleich der Auftakt zu unterhaltsamen zehn Minuten mit schnellen Angriffen beider Mannschaften, mit zunehmender Spieldauer nahm das Niveau der Begegnung allerdings ab.

Es dauerte bis zur 55. Minute, ehe erneut die Eintracht die Chance zur Führung besaß: Bedrängt von VfB-Torhüter Sven Ulreich lenkte Torjäger Vaclav Kadlec die scharfe Hereingabe von Stefan Aigner allerdings neben das Tor. Zehn Minuten später zog Aigner selbst ab, der Ball rollte knapp am langen Pfosten vorbei (65.). Der anschließenden Treffer des VfB durch Maxim wurde nicht anerkannt, weil Ibisevic Torhüter Trapp behindert hatte.

Von Thomas Häberlein

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