Hamburger Sünder

HSV: Voll „foul“ – Hamburger SV bester bei den Roten Karten

Der HSV will in die Erste Bundesliga – mit allen Mitteln. Doch ist die Mannschaft übermotiviert? Karten-Statistik wirft schlechtes Licht auf Rothosen.

Hamburg – Die Ausgangslage hat sich verändert: Der Hamburger SV* ist in der Zweiten Bundesliga nicht mehr Zweiter der Tabelle, sondern nur noch Dritter. Durch ein Unentschieden im Spiel gegen HSV-Bezwinger SV Darmstadt 98 hat sich die SpVgg Greuther Fürth an der Mannschaft von Trainer Daniel Thioune* vorbeigeschoben. Der HSV hat nur damit noch den Relegationsrang inne. Schlechte Aussichten im Aufstiegskampf. Und: Gibt’s etwa noch ein weiteren statistischen Makel, das beim HSV-Aufstieg am Ende einen Strich durch die Rechnung macht?

Fußballverein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887
Stadion:Volksparkstadion
Kapazität:57.000 Plätze
Ligazugehörigkeit:Zweite Bundesliga
Trainer:Daniel Thioune

HSV-Aufstieg steht noch lange nicht fest – sind die Spieler von Trainer Daniel Thioune zu unkontrolliert?

Seit kurzem ist klar: Das Spiel des Hamburger SV gegen den Karlsruher SC, das am 20. April 2021 stattfinden sollte, ist abgesagt. Erst am 22. April geht es für das Team von Trainer Daniel Thioune in der Zweiten Bundesliga weiter. Dann spielt der HSV gegen den SV Sandhausen. Die Pause seit dem letzten Spiel am 9. April 2021 ist immens. Das Corona-Chaos in der Zweiten Bundesliga* lässt grüßen. Nicht auszuschließen, dass es den HSV-Aufstieg letztlich negativ beeinflusst. Für die Rothosen, bei denen es um Uwe Seeler-Enkel Levin Ötzunali ein HSV-Transfergerücht gibt, bedeutet es jedenfalls Stress.

HSV: In der Foul-Statistik ist das Team von Daniel Thioune vorne dabei. (24hamburg.de-Montage)

Und den kann die Truppe von Trainer Daniel Thioune beim Versuch, den HSV-Aufstieg zu realisieren, am allerwenigsten brauchen. Die Baustellen der Vergangenheit und Gegenwart sind schließlich schon groß genug. So musste der HSV in den vergangenen Wochen auf Toni Leistner verzichten. Ein harter Schlag. Der Stabilisator in der Defensive des Clubs aus dem Volksparkstadion* wird schmerzlich vermisst. Und spricht selbst offen über seine Leidenszeit auf der Tribüne*.

Zweifelhafte HSV-Statistik: In der Rote Karten-Tabelle ist Team von Coach Daniel Thioune in der Spitzengruppe

Apropos Defensive, Apropos Leistner: Untrennbar mit der Position und dem Spieler sind Begriff wie „harter, unermüdlicher Einsatz“ in Zweikämpfen verbunden. Dass selbige geführt werden müssen, um etwas zu erreichen – steht außer Frage. Gehört zum Fußball eben einfach dazu. Aber sie müssen klug geführt werden. So, dass es keine Folgen hat. Kann der HSV das? Oder ist er einfach nur brutal blöd in diesem Punkt?

Der Blick auf die Statistik lässt Schlimmes befürchten. Nicht nur in der Tabelle der Zweiten Bundesliga steht die Mannschaft derzeit in der Spitzengruppe und die Fans des Vereins dürfen auf einen HSV-Aufstieg hoffen. Nein, auch in der Karten-Tabelle sind die Spieler von Trainer Daniel Thioune top. Nach Holstein Kiel, den Würzburger Kickers und dem VfL Osnabrück folgen die Kicker aus der Hansestadt Hamburg. Es ist also einiges „foul“ am Auftreten des Hamburger SV in der Zweiten Bundesliga.

HSV-Aufstieg: Trainer Daniel Thioune ist als Psychologe gefordert – weitere Rote Karten vermeiden

Eben jener Toni Leistner, dessen Präsenz in der Abwehrkette so immens fehlt, und Tim Leibold* handelten sich bislang Rote Karten ein. Leibold flog bekanntlich im verlorenen Stadtderby gegen den FC St. Pauli* vom Feld. Weil er in der Nachspielzeit frustriert zutrat. Offenbar sind die Rothosen gefährdet. Auch aktuell herrscht schließlich ja wieder Frust beim Club aus der Stadt von Alster* und Elbe*. Das beste Beispiel: Stürmer Simon Terodde, der jüngst ausrastete – nach der verlorenen Partie gegen Darmstadt 98.

Bringt sich das Thioune-Team etwa mit weiteren Roten Karten in der Endphase der Saison um den HSV-Aufstieg? Keine Frage: HSV-Coach Daniel Thioune ist aktuell und in den kommenden Wochen auch als Psychologe gefordert. Er muss seine Jungs heiß machen – allerdings so, dass sie nicht über das Ziel hinausschießen. Übrigens: Bei den Gelb-Roten Karten steht der HSV in der Statistik auf Platz sieben, bei den Gelben sogar im Tabellenkeller. Klingt doch ganz so, als wüssten die Spieler, dass sie sich selbst im Kampf um den Aufstieg nicht aus dem Tritt bringen dürften. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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