Historische Serie für Schubert - 2:0 gegen Wolfsburg

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Havard Nordtveit (r) erzielte das 1:0 für die Gladbacher. Foto: Caroline Seidel

Dritter Sieg in Serie für Gladbach unter Interimscoach Schubert und damit Vereinsrekord. Wolfsburg steckt hingegen in einer kleinen Krise.

Mönchengladbach (dpa) - Der Trainer auf die Tribüne, der Manager unzufrieden: Der VfL Wolfsburg steckt nach vier sieglosen Spielen in einer Ergebniskrise.

"Das zeigt, dass wir nicht in der guten Verfassung sind, die wir uns wünschen. Wir müssen schnell die Kurve kriegen", sagte Wolfsburgs Coach Dieter Hecking, der in der Schlussphase in der mit 0:2 (0:0) verlorenen Partie bei Borussia Mönchengladbach auch noch vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt wurde. Auch Klaus Allofs widersprach auf die Krise angesprochen nicht. "Das kann man so nennen."

Gladbachs Interimscoach André Schubert hingegen feierte eine historische Erfolgsserie. Drei Bundesliga-Siege hatte noch kein neuer Borussen-Trainer in seinen ersten drei Spielen geschafft. "Mir fehlen ein wenig die Worte. Das ist sensationell mit welchem Willen die Mannschaft auf den Platz gegangen ist", sagte der Trainer, der nach Aussage von Sportdirektor Max Eberl auch bis zur Winterpause mit dem Team arbeiten könnte. Vor 52 581 Zuschauern im Borussia-Park erzielten Havard Nordtveit (76.) und Ibrahima Traoré (79.) die Treffer für die Gastgeber.

Im Duell der beiden Teams, die unter der Woche in der Champions League den beiden Manchester-Clubs jeweils 1:2 unterlegen waren, verzichtete Gäste-Trainer Dieter Hecking auf gleich vier Stammspieler und ließ Bas Dost, Julian Draxler, Dante und Christian Träsch zunächst nur auf der Bank. Dafür kam Sebastian Jung zu seinem ersten Startelf-Einsatz, Marcel Schäfer durfte zum zweiten Mal ran.

Bei den Gladbachern feierte Torhüter Tobias Sippel, der für den verletzten Yann Sommer (Nasenbeinbruch) zwischen den Pfosten stand, sein Bundesliga-Comeback nach 41 Monaten. Zudem rückte Ibrahima Traoré für Patrick Herrmann in die Anfangs-Elf und sorgte auf dem rechten Flügel für viel Bewegung.

Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Initiative, kombinierten gut und hatten in der 12. Minute durch Lars Stindl die erste große Torchance, doch der Ex-Hannoveraner traf aus kurzer Distanz nur den Pfosten. Die Wolfsburger hatten Mühe mit dem Kombinationsspiel der Borussen und kamen nur sporadisch zu guten Offensivaktionen.

Eine davon vereitelte Sippel nach einem Drehschuss aus drei Metern von André Schürrle (13.), der wieder von Beginn spielte, aber kaum Akzente setzen konnte. Auch bei einem Distanzschuss von Timm Klose war Sippel auf dem Posten (29.). Der Ex-Gladbacher Max Kruse blieb an alter Wirkungsstätte unauffällig.

In der 52. Minute hatten die Gäste Glück, dass Timm Kloses Kopfball nach Flanke von Traoré auf dem eigenen Tornetz landete. Die Gastgeber setzten die Niedersachsen weiter unter Druck und standen in der zentralen Verteidigung sehr sicher und bescherten Torhüter Sippel einen weitgehend ruhigen Nachmittag.

Auf der Gegenseite scheiterte zunächst der starke Stindl mit einem 20-Meter-Schuss knapp. Dann trafen innerhalb von drei Minuten Nordtveit mit einem sehenswerten Schuss aus 25 Metern und Traoré nach einem Konter.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 48,3 - 51,7

Torschüsse: 10 - 10

gew. Zweikämpfe in %: 49,5 - 50,5

Fouls: 15 - 14

Ecken: 3 - 1

Quelle: optasports.com

Kader Borussia Mönchengladbach

Kader VfL Wolfsburg

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