Aus persönlichen Gründen

Fandel hört als Schiedsrichter-Chef beim DFB auf

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Herbert Fandel.

Frankfurt/Main - Der Deutsche Fußball-Bund muss sich einen neuen ehrenamtlichen Schiedsrichter-Chef suchen. Herbert Fandel hört als Vorsitzender des DFB-Schiedsrichterausschusses im Herbst auf; aus dem Bundesliga-Tagesgeschäft steigt er schon im Sommer aus.

Dies kündigte der 51-Jährige aus Kyllburg am Donnerstag auf der DFB-Homepage an.

Persönliche Gründe seien dafür entscheidend gewesen. „Sechs Jahre in dieser Position und mit dieser Verantwortung sind eine lange Zeit. Meiner Ansicht nach haben wir in den vergangenen Jahren wichtige Schritte zur Professionalisierung des deutschen Schiedsrichterwesens getan“, sagte der frühere FIFA- und Erstliga-Unparteiische.

Fandel war beim Bundestag im April 2010 zum Schiedsrichter-Chef gewählt worden. Zusammen mit dem hauptamtlichen DFB-Abteilungsleiter Lutz Michael Fröhlich ist er für die Referees und Assistenten der 1. und 2. Bundesliga zuständig. Bis zum Bundestag im November will Fandel sein Amt „mit großem Engagement“ ausüben. „Zudem bleibe ich Mitglied der UEFA-Schiedsrichterkommission.“ Er könne sich grundsätzlich vorstellen, auch weiterhin Verantwortung für den Schiedsrichterbereich beim DFB zu übernehmen.

In Fandels Amtszeit fielen Neuerungen wie die Torlinientechnologie. Gefordert war der einstige Konzertpianist besonders im Fall Babak Rafati: Am 19. November 2011 war die Partie zwischen dem 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05 abgesagt worden, da Schiedsrichter Rafati unmittelbar vor der Partie einen Selbsttötungsversuch unternommen hatte.

dpa

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