"Dortmund hat Turnaround geschafft"

Watzke: DFB braucht keinen Sportdirektor

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Hans-Joachim Watzke

Berlin - Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, kann die Diskussionen um einen Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht nachvollziehen.

Watzke glaubt vielmehr, „dass der DFB einen Mann für den Jugendbereich benötigt. Ich sehe nicht wirklich, warum für den Profibereich ein Sportdirektor da sein muss“, sagte er in einem Interview des Fachmagazins „Kicker“ (Montag).

„Ich wüsste nicht, warum das, was da zu tun ist, und was ja schon wenig genug ist, nicht Oliver Bierhoff mit übernehmen kann. Der ist Europameister, der hat alles im Fußball erlebt. Warum kann er das nicht machen? Er muss ja nicht auch Trainer sein, wir haben ja einen Trainer“, meinte Watzke. Dafür brauche man keinen Sportdirektor. Bierhoff, Teammanager der Nationalmannschaft, sieht Watzke auch als Mittler zwischen DFB-Präsidium und Bundestrainer. Bierhoff sei doch nicht nur dafür da, die Flüge zu buchen. Er habe doch sehr wohl auch eine Fachkenntnis, die man nutzen könne.

Wenn es jedoch um Konzepte für den Nachwuchs und strategisches Arbeiten gehe, mache ein Sportdirektor Sinn. Von daher stehe er DFB vor einer Grundsatzentscheidung. „Die U 21 gehört in den Zuständigkeitsbereich des neuen Sportdirektors - oder eben nicht. Wenn die U 21 zur A-Nationalmannschaft gehört, dann ist Oliver Bierhoff der neue Ansprechpartner, und wenn sie nicht dazugehört, dann der Sportdirektor.“

Den BVB sieht der Geschäftsführer auf einem guten Weg: "Wir haben es geschafft, binnen acht Jahren den Turnaround vom Insolvenzkandidaten zu einem sportlich und wirtschaftlich sehr geachteten Klub in Europa zu schaffen." Die Möglichkeiten und eigenen Ansprüche haben sich im wirtschaftlichen Bereich bei Dortmund auf jeden Fall geändert.

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Angesprochen auf die finanzielle Situation bei der Borussia äußerte sich Watzke optimistisch beziehungsweise selbstbewusst: "Die aktuell 305 Millionen Euro Umsatz waren natürlich auch dem Verkauf von Mario Götze geschuldet. Aber 250 Millionen plus X ist der Anspruch, damit kannst du schon ein bisschen was bewegen."    

dpa

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