Tore? Fehlanzeige

Hannover: Trostlose Nullnummer gegen Stuttgart

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Zoff auf dem Platz: Der Hannoveraner Mohammed Abdellaoue (r) und Stuttgarts Antonio Rüdiger rangeln.

Hannover - Hannover 96 tritt im „Endspurt um Europa“ auf der Stelle. Tore waren im Spiel gegen den VfB Stuttgart Fehlanzeige.

Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka kam gegen den VfB Stuttgart in einem niveauarmen Spiel nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinaus und verkürzte den Rückstand auf die internationalen Plätze sechs Spieltage vor dem Saisonende in der Fußball-Bundesliga nur geringfügig. Zum zweiten Mal hintereinander blieb Hannover zudem zu Hause ohne Torerfolg.

Während den Niedersachsen weiterhin vier Punkte auf den sechsten Rang fehlen, verpasste Stuttgart die Chance, sich entscheidend von den Abstiegsrängen abzusetzen. Die ersatzgeschwächten Schwaben bleiben trotz des Punktgewinns auf Platz 13. Seit der Winterpause hat die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia gerade einmal acht Punkte geholt.

„Das war kein gutes Spiel. Wir erreichen unsere Ziele nur alle zusammen. Das scheint momentan nicht der Fall zu sein“, sagte 96-Akteur Sergio da Silva Pinto.

Das sind die größten Talente des deutschen Fußballs

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Leon Goretzka, 06.02.1995, zentrales Mittelfeld, erhielt 2012 die Fritz-Walter-Goldmedaille der U17 © Getty
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Sonny Kittel, 06.01.1993, offensives Mittelfeld © Getty
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Leonardo Bittencourt, 19.12.1993, offensives Mittelfeld © Getty
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Samed Yesil, 25.05.1994, Stürmer © Getty
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Emre Can, 12.01.1994, defensives Mittelfeld: Er spielt in der zweiten Mannschaft des FC Bayern und durfte mit den Profis ins Wintertrainingslager nach Katar © Getty
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Sebastian Rode, 11.10.1990, Mittelfeld © Getty
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Alexander Merkel, geboren am 22. 2. 1992, zentrales Mittelfeld. Der Deutsch-Kasache spielte in Italien bereits für den AC Mailand, den FC Genua und Udinese Calcio © Getty
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Tom Trybull, 09.03.1993, defensives Mittelfeld © nordphoto
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Max Meyer, 18.09.1995, offensives Mittelfeld, erhielt 2012 die Fritz-Walter-Silbermedaille der U17 © Getty
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Andre Hoffmann, 28.02.1993, defensives Mittelfeld, erhielt 2012 die Fritz-Walter-Silbermedaille der U19 © Getty
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Shawn Parker, 07.03.1993, Stürmer © Getty
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Patrick Rakovsky, 02.06.1993, Torwart, erhielt 2012 die Fritz-Walter-Bronzemedaille der U19 © Getty
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Mitchell Weiser, 21.04.1994, Mittelfeld- und Flügelspieler: Er ist der Sohn des Ex-Profis Patrick Weiser und vom FC Bayern bis Sommer 2013 an den 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen © Getty
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Niclas Füllkrug, 09.02.1993, Stürmer © Getty
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Rani Khedira, 27.01.1994, Mittelfeld: Er ist der jüngere Bruder von Sami Khedira © Getty
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Timo Horn, 12.05.1993, Torwart © Getty
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Moritz Leitner, 08.12.1992, Mittelfeld © Getty
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Daniel Wein, 05.02.1994, Innenverteidiger: Er spielt in der zweiten Mannschaft des FC Bayern und durfte mit den Profis ins Wintertrainingslager nach Katar © Getty
Levin Öztunali, 15.03.1996, Mittelfeld: Der Enkel von Uwe Seeler hat sich entschieden, den HSV zu verlassen und seine Karriere bei Bayer Leverkusen fortzusetzen. Auch der FC Bayern buhlte um ihn © Getty
Max Meyer, 18.09.1995, Mittelfeld: Er debütierte für Schalke mit 17 in der Bundesliga © Getty

Slomka hatte vor dem Duell gegen den VfB den Schlussspurt um die Europa-League-Plätze ausgerufen. „Wir können vielleicht im Windschatten vorbeihuschen, wenn die anderen Federn lassen“, sagte der 45-Jährige. Den Worten ihres Trainers ließen die 96-Spieler allerdings keine Taten folgen.

Nachdem die direkten Konkurrenten Hamburg, Frankfurt und Mainz zuvor ihre Spiele verloren hatten, boten die Niedersachsen über weite Strecken eine enttäuschende Leistung und fanden kein Mittel gegen die gut sortierte Stuttgarter Defensive. Der 96-Angriff mit Mame Diouf und Didier Ya Konan sah gegen die Stuttgarter Verteidigung um Kapitän Serdar Tasci keinen Stich.

Wenn es in einer ganz schwachen ersten Hälfte überhaupt mal gefährlich wurde, dann vor Nationalkeeper Ron-Robert Zieler. Doch VfB-Angreifer Shinji Okazaki vergab zwei Mal aus aussichtreicher Position (20. und 29.).

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

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Mark van Bommel ist in ganz Europa berüchtigt für seine harte Gangart auf dem Platz. Seine Mitspieler sehen in ihm aber auch den idealen Anführer. © dpa
Roy Keane war Ende der 90er-Jahre Kapitän bei Manchester United. Er galt als giftiger Mittelfeld-Leader. Der Ire war bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehen. © dpa
Kevin-Prince Boateng beendete mit einem harten Foul Michael Ballacks DFB-Karriere. Auch neben dem Platz ist er immer wieder durch Undiszipliniertheiten aufgefallen. Beim AC Milan hat er den Durchbruch geschafft. © dpa
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Mario Ballotelli hat es nicht leicht. In Italien musste er oft rassistische Beleidigungen ertragen. Seinen Dartpfeilwurf auf einen Jugendspieler entschuldigt das aber auch nicht. © dpa
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Auch in der zweiten Hälfte bot sich das gleiche Bild. Während Stuttgart zunächst mehr vom Spiel hatte, verlegten sich die Gastgeber auf Konter. Richtig gute Chancen blieben aber Mangelware. Christian Gentner verpasste für die Gäste (56.), Sergio da Silva Pinto verzog auf der anderen Seite aus spitzem Winkel (59.).

Labbadia musste gleich mehrere Stammspieler ersetzen. Zwar kehrte der von einer Grippe genesene Tasci ins Team zurück, doch Georg Niedermeier (Gelb-Rote Karte) und Martin Harnik (5. Gelbe Karte) fielen aus. Auch Felipe (Adduktorenprobleme) und William Kvist (Fußverletzung) saßen zunächst nur auf der Bank.

Gute Noten verdienten sich bei den Gästen Tasci und Gentner. Bei Hannover strahlte Torhüter Zieler Sicherheit aus.

Ein weiteres heiß diskutiertes Thema der 46.000 Zuschauer in der nahezu ausverkauften WM-Arena in Hannover war mal wieder die Zukunft von Sportdirektor Jörg Schmadtke. Auf die anhaltenden Gerüchte zum angespannten Verhältnis zu Slomka reagierte der Manager am Sonntagabend mit einer Medienkritik. „Da würden einige gerne sehen, dass ich gehe“, sagte Schmadtke bei Sky in Bezug auf Meldungen, die von einem „zerütteten Verhältnis“ zwischen Sportdirektor und Trainer berichtet hatten. Einen Rücktritt schloss der 49-Jährige aus: „Ich bin voll in der Planung für die neue Saison.“

Von Christoph Stukenbrock

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