Hannover 96

Die Rote Karte, die es nicht gab

Bad Radkersburg - Es ist entweder ein raffinierter Versuch von Hannover 96, um eine Testspiel-Sperre für Millionen-Zugang Joselu herum zu kommen oder ein Kuriosum im Fußball-Sommerloch. Trotz seines Platzverweises im Test-Kick am Dienstag gegen Roter Stern Belgrad (3:2) stand Stürmer Joselu auch am Mittwoch beim 1:1 gegen die Ungarn von Csakvar TK auf dem Platz.

96 hatte vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine vorläufige Spielerlaubnis für den Spanier bekommen. Die Niedersachsen hoffen nun, dass es gar keine Sperre gibt. „Wir gehen davon aus, dass der Schiedsrichter die Rote Karte zurückgenommen hat“, begründete 96-Manager Dirk Dufner seine Sicht der Dinge. So richtig mitbekommen hat dies aber niemand. Joselu hatte bei der Partie im slowenischen Ptuj schon nach 13 Minuten nach einem Ausraster Rot gesehen. Nach einer Attacke seines Gegenspielers Bogdan Planic fiel die Reaktion des Angreifers zu heftig aus.

In Unterzahl spielte Hannover aber nur kurz. Dann setzte der Bundesligist das Spiel zu elft mit Artur Sobiech anstelle von Joselu fort - laut 96 „auf Initiative von RS Belgrad“.

In der Kommunikation mit dem DFB wertete Dufner dies als Beweis, dass der slowenische Schiedsrichter Rajh Marjan die Rote Karte zurück genommen habe: „Deshalb hat er ja auch die Einwechslung von Artur Sobiech erlaubt, so dass wir mit elf Mann weiterspielen konnten.“ Der DFB dürfte nun nur dann tätig werden, wenn der slowenische Verband die Rote Karte meldet.

Laut „Bild“ taucht der Platzverweis im Spielberichtsbogen des Schiedsrichters aber nicht auf. Damit stehen die Chancen in der Tat gut, dass Hannover um die zweite Testspielsperre in der Vorbereitung herum kommt. Mitte Juli war bereits Abwehrmann Felipe nach seiner Rote Karte gegen den Oberligisten Germania Egestorf/Langreder gesperrt worden. Für Joselu könnte die Sache dennoch ein Nachspiel haben. „Er kriegt auf jeden Fall ein paar Sachen zu hören“, meinte Dufner. Ob zurückgenommen oder nicht: Eine Einbildung scheint Joselus Ausraster also nicht gewesen zu sein.
dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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