Dieter Hecking ist der Richtige

Fans beklagen Realitätsverlust beim HSV

HSV-Coach Dieter Hecking gab sich in der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart betont gelassen. Das kommt an bei den HSV-Fans, die Kritik am Selbstverständnis des Vereins üben.

  • Am Donnerstag, 28. Mai spielt der Hamburger SV* um 20:30 Uhr gegen den VfB Stuttgart.
  • In einer Pressekonferenz kommentiert Coach Dieter Hecking* das kommende Auswärtsspiel.
  • In der Fan-Szene gibt es Applaus für Hecking – und Kritik am HSV.

Hamburg - Die Fußballer vom Hamburger SV starten am Donnerstag, 28. Mai in eine Englische Woche*. Mit dem VfB Stuttgart treffen Sie dabei auf den Drittplatzierten der 2. Liga. Am Dienstagabend vor der Partie sprach HSV-Coach Dieter Hecking über die Form seines Teams und gibt sich dabei gewohnt gelassen. In der Fan-Szene kann Hecking mit dieser Art Respekt sammeln. Kritik gibt es am ewigen Druck und Drama beim Hamburger SV.

Fußballverein:Hamburger SV
Trainer:Dieter Hecking
Kapazität:57.000
Vorsitzender:Marcell Jansen
Gründung:29. September, 1887, Hamburg

Coach Dieter Hecking überzeugt die Fans des Hamburger SV

Vor dem Spitzenspiel gegen den VfB Stuttgart zeigt sich Dieter Hecking betont gelassen. In der Online-Pressekonferenz am Dienstagabend beantwortet er alle Fragen, übt fast gar keine Kritik. Auch die mangelnde Chancenverwertung beim 0:0 gegen Arminia Bielefeld* am Sonntag, 24. Mai erwähnt er nur zärtlich: „Wir haben sicherlich schon Phasen gehabt, wo wir unsere Chancen effizienter genutzt haben als bei den letzten beiden Spielen.“

Ein generelles Verwertungs-Problem beim Hamburger SV will Dieter Hecking nicht sehen. Schließlich habe man schon 50 Tore erzielt. Damit hat er recht, der HSV hat nach Arminia Bielefeld (51 Treffer), die meisten Tore in der 2. Liga erzielt, dabei auch nur 30 gefangen. Auch dank Top-Torschützen Sonny Kittel*. Die Torflaute der letzten beiden Spiele liege laut Hecking nicht an „Pech, Unvermögen oder Nervosität.“ Im Training für den VfB Stuttgart habe man dennoch Abschlüsse trainiert. Der Matchplan für den Donnerstag in Süddeutschland steht auch schon fest: Ballbesitz und Torchancen. Auch werden einige der HSV-Youngster eine wichtige Rolle spielen: eine neue goldene Generation des HSV* kündigt sich an.

Hecking hat das, was dem HSV so lange fehlte: Normalität

In einem Beitrag auf dem Fan-Blog „Rautenperle“ kommentiert HSV-Experte Marcus Scholz genau diese Gelassenheit von Dieter Hecking. Für ihn gibt es ein großes Problem in der Selbstwahrnehmung des Hamburger SV und dem Umgang mit Kritik am Verein. Scholz sieht Dieter Hecking als einen Trainer, der diese Probleme in seiner Kommunikation gelöst hat. Eben wegen seiner entspannten und pragmatischen Art.

Scholz kritisiert vor allem die unrealistische Selbsteinschätzung des Hamburger SV. Das ständige Gerede vom knappen Aufstieg, von der speziellen Drucksituation des Hamburger SV: Scholz erkennt darin einen Denkfehler. Der HSV müsse realistisch auf die eigene Situation blicken, statt einem ewigen Ausnahmezustand kurz vor dem Aufstieg zu leben. Deshalb will Scholz die „zweifellos schwierige Phase in Hamburg“ nicht als „exklusiv und besonders“, sondern schlicht als „normal“ bewertet wissen. Dabei geht es ihm vor allem um den Anspruch des HSV auf einen Erstligaplatz mit Europa-Ambitionen. Aktuell sei man nicht auf dieser Position, man könne es mit dem nötigen Realismus aber wieder werden.

Ich stehe dazu, dass der HSV bestens beraten wäre, sich nicht wichtiger zu nehmen, als er ist. Ich halte das in der letzten Konsequenz sogar für leistungsfördernd.

Marcus Scholz, Rautenperle.com

In Chef-Coach Dieter Hecking sieht Scholz genau dieses notwendige realistische Denken. Den Trainern, Vorständen und Sportchefs vor Hecking unterstellt er indes fehlenden Mut, um „die manchmal nicht so schöne Wahrheit öffentlich an- und auszusprechen.“

Von Gelassenheit auf dem Platz war nie die Rede - Hecking kämpft mit gegen Arminia Bielefeld.

Hamburger SV muss Auswärts in Stuttgart Tore schießen

Ob Scholz in seiner Einschätzung nun recht hat oder nicht – Das Spiel in Stuttgart wird für den Hamburger SV nicht leicht. Bei einer Niederlage würde der HSV zudem auf Platz drei abrutschen und wertvolle Punkte im Aufstiegskampf abgeben. Dabei spricht die Statistik gegen den Hamburger SV. Stuttgart ist enorm heimstark, vor sieben Jahren konnten die Hamburger zum letzten Mal in Stuttgart gewinnen. Flashback: Am 10. März 2013 schweißte Artjoms Rudnevs eine Volley-Abnahme zum 0:1-Asuwärtssieg unter die Latte.

Allerdings sind die Stuttgarter aktuell nicht gut in Form und ihnen fehlt Top-Mann Daniel Didavi, der im letzten Spiel gegen Holstein Kiel vom Platz flog. Hecking kommentierte das Auswärtsspiel übrigens wie erwartet eher gelassen: „Ich glaube schon, dass man sich in Hamburg wohler fühlt als in Stuttgart.“

Quelle: 24hamburg.de-HSV*

* 24hamburg.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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