Verluste in Millionenhöhe

HSV vor Ausverkauf – Muss Knipser Simon Terodde gehen?

Der HSV steht vor einem Minus in Millionenhöhe. Jetzt stellt sich die Frage, ob Spieler verkauft werden müssen – allen voran Sturm-Ass Terodde.

Hamburg – Der Hamburger SV befindet sich in einer finanziellen Schieflage. Das vergangene Geschäftsjahr haben die Hanseaten mit einem Verlust von 6,7 Millionen Euro abgeschlossen, eine ähnliche Minus-Bilanz ist zur neuen Saison nicht ausgeschlossen. Ein Szenario, was unter den Fans der Rothosen Angst und Schrecken verbreitet: Ein notgedrungener Verkauf von Leistungsträgern, um das finanzielle Überleben zu gewährleisten.

Fußballspieler:Simon Terodde
Geboren:2. März 1988 (Alter 32 Jahre), Bocholt
Größe:1,92 m
Gewicht:83 kg
Ehepartner:Laura Terodde
Aktuelles Team:Hamburger SV (#9 / Stürmer)
Beitrittsdaten:1. Januar 2018 (1. FC Köln), 2016 (VfB Stuttgart) u.v.m.

Hamburger SV schließt Geschäftsjahr mit Minus ab – zum zehnten Mal in Folge

Die derzeitige Lage beim HSV kann mit dem leicht abgewandelten Sprichwort „Glück im Spiel, Pech in den Finanzen“ beschrieben werden. Sportlich liegen die Hanseaten voll im Soll, Trainer Daniel Thioune* kann mit seinem Team zufrieden sein. Die Rothosen grüßen von der Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga, sind noch ungeschlagen und haben 17 von möglichen 21 Punkten geholt. Nicht zuletzt Torjäger Simon Terodde verdankt es der Hamburger SV, dass selbst zu kippen drohende Partien zumindest noch in ein Unentschieden umgemünzt wurden, beispielsweise beim Stadtderby gegen den FC St. Pauli.

Quo vadis, Simon Terodde? Der HSV-Stürmer könnte notgedrungen verkauft werden. Denn die Rothosen machen in der Coronavirus-Krise Verluste in Millionenhöhe. (24hamburg.de-Montage)

Eben jener Knipser Terodde, der erst im August 2020 beim Verein an der Elbe* anheuerte, könnte sich gezwungenermaßen bereits im Sommer 2021 wieder aus der Hansestadt verabschieden. Denn dem HSV droht ein personeller Ausverkauf, die finanzielle Lage ist angespannt. Am Freitag, 13. November 2020, vermeldeten die Hanseaten, zum zehnten Mal in Folge ein Geschäftsjahr mit einem Minus abgeschlossen zu haben. Wie geht es nun weiter?

Hamburger SV macht 6,7 Millionen Euro Verlust – Coronavirus belastet Rothosen schwer

Wie die „Mopo“ berichtet, beläuft sich der Verlust des HSVs im zurückliegenden Geschäftsjahr auf 6,7 Millionen Euro. Dies ist auch dem Umstand geschuldet, dass den Hamburger* durch die Coronavirus-Krise fest eingeplante Einnahmen abhandengekommen sind. „Dem Ziel einer nachhaltigen schwarzen Null waren wir zu dem Zeitpunkt sehr nahe“, blickte Finanzvorstand Frank Wettstein auf den Beginn der globalen Pandemie zurück.

In der Spielzeit 2019/2020 gingen dem HSV durch das Coronavirus rund 7,5 Millionen Euro Zuschauereinnahmen durch die Lappen. Pro Spiel in einem ausverkauften Volksparkstadion, das Kapazität für 57.000 Zuschauer bietet, wurden Erlöse in Höhe von 1,5 Millionen Euro eingerechnet. Wie von 24hamburg.de-HSV berichtet, steht der Nordclub vor einer ungewissen, finanziellen Zukunft*. Es kann nicht seriös geplant werden, ob in der laufenden Saison überhaupt noch Fans in die Spielstätte der Hanseaten, deren Eigentümerin und Betreiberin die Aktiengesellschaft HSV Fußball AG ist, dürfen.

Hamburger SV: Droht der Ausverkauf? Stürmer Simon Terodde könnte Kohle einbringen

Erschwerend kommt hinzu, dass die Umsatzerlöse in Höhe von 95,7 Millionen Euro erstmals seit 15 Jahren unter die 100-Millionen-Marke gefallen sind. Die Tendenz sei klar fallend, heißt es von der „Mopo“. Um dies zumindest teilweise abzufedern, bieten sich dem HSV verschiedene Möglichkeiten. Neben einem Verkauf weitere Anteile der HSV Fußball AG oder dem Installieren eines Partners, der für die Namensrechte am Stadion zahlt*, kann auch der Verkauf von Rothosen-Kickern nicht ausgeschlossen werden.

Ein Szenario, das den Fans des Hamburger SVs ganz und gar nicht gefallen dürfte. Abseits dessen, dass Identifikationsfiguren fehlen würden, müsste vorerst auch mit einem Leistungseinbruch gerechnet werden. Spieler wie Simon Terodde oder die Verteidiger Tim Leibold* und Jeremy Dudziak bereichern das Spiel der Hanseaten und gelten als Faustpfand im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg. Letztendlich stellen sie aber auch das HSV-Tafelsilber dar, das im Extremfall veräußert werden müsste.

HSV-Finanzvorstand Wettstein bleibt gelassen – „Situation nicht existenzbedrohend“

Neben dem Trio sind auch Talente wie Josha Vagnoman, Amadou Onana oder Rick van Drongelen* begehrt und sollen im Zweifelsfall möglichst hohe Beträge einbringen. Doch ist dies alles vorerst nur als Spekulation abzutun. Steigt der HSV im dritten Versuch auf und korrigiert den „Betriebsunfall“ vom Mai 2018, gäbe es die berechtigte Hoffnung, die genannten Spieler nicht notgedrungen verkaufen zu müssen. Übrigens: Terodde verfügt gar noch über einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison. Sein Verbleib scheint damit eh an eine Bundesliga-Rückkehr geknüpft zu sein.

In der Beletage des Deutschen Fußballs winken höhere Erlöse aus dem TV-Vertrag als in der zweiten Liga. Sportvorstand Jonas Boldt, der unlängst seinen Vertrag beim Hamburger SV verlängert hat*, setzte sich hierfür beim G15-Gipfel* ein. Frank Wettstein behält derweilen die Ruhe. „Die Situation ist für uns als HSV weiterhin nicht existenzbedrohend. Ob sich das irgendwann ändert, kann sicherlich von der Dauer der Pandemie abhängen“, heißt es vom Finanzvorstand, der keine Aussage treffen kann, die uneingeschränkt gültig ist. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Frank Molter/dpa & Christian Charisius/dpa

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