Neuer Vertrag bis 2018

Calhanoglu geht mit dem HSV auch in Liga zwei

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Hakan Calhanoglu bleibt beim Hamburger SV.

Hamburg - Endlich mal wieder eine gute Nachricht vom HSV. Hakan Calhanoglu hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2018 verlängert. Der Kontrakt würde auch bei einem Abstieg in die 2. Liga gelten.

Toptalent Hakan Calhanoglu hat beim schwächelnden Hamburger SV ein starkes Signal gesetzt. Trotz akuter Abstiegsgefahr verlängerte der von ausländischen Top-Clubs umworbene türkische Nationalspieler beim auf Rang 17 abgerutschten Fußball-Bundesligisten am Mittwoch vorzeitig bis 2018. "Ich habe immer gesagt, dass ich mich hier wohlfühle und möchte in unserer schweren Situation auch ein Zeichen setzen", erklärte der Mittelfeldakteur. Überaus bemerkenswert ist, dass der 19-Jährige einen Vertrag ohne Ausstiegsklausel und mit Gültigkeit für die 2. Liga unterzeichnet hat, wie sein Berater Bektas Demirtas der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch bestätigte.

"Er hätte abwarten können, wollte aber keine halben Sachen machen. In so einer schwierigen Situation wie derzeit beim HSV muss man auch mal Farbe bekennen", meinte Demirtas weiter. "Wir freuen uns, einen jungen Spieler mit großer Perspektive langfristig an den Verein gebunden zu haben. Das unterstützt und bestätigt unsere Ausrichtung für die kommenden Jahre", sagte HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer.

Trotz leerer Kassen und großer Unruhe im Umfeld arbeitet er unbeirrt daran, die personellen Voraussetzungen für eine bessere sportliche Zukunft des wankenden Bundesliga-Dinos zu schaffen. Denn zuvor hatte er bereits die Perspektiv-Spieler Jonathan Tah (17) und Dennis Diekmeier (24) langfristig an den HSV gebunden. Zu Berichten, dass Tahs Kontrakt ungültig sein könnte, sagte Kreuzer: "Der Vertrag ist rechtskräftig" und liege der Deutschen Fußball Liga (DFL) vor.

"Klar ist, dass wir mit Hakan Pläne haben und ihn nicht zu Geld machen wollen. Es wäre das falsche Signal, ihn abzugeben. Wir wollen um ihn herum etwas aufbauen", hatte Kreuzer kürzlich betont. Auch der Profi hatte stets erklärt, dass der HSV "erster Ansprechpartner" ist. "Ich möchte noch lange für den HSV in der Bundesliga spielen und in den nächsten Jahren zum festen Bestandteil der Mannschaft werden", meinte Calhanoglu, der im Sommer von Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC gekommen war. Mit 17 Toren und 12 Vorlagen war er maßgeblich am Zweitliga-Aufstieg des KSC beteiligt.

Auch beim HSV zählte er auf Anhieb zu den wenigen Leistungsträgern und verdiente sich den neuen, besser dotierten Vertrag redlich. Der Freistoß-Spezialist absolvierte 18 Spiele und kam auf fünf Tore und zwei Assists. Am 6. September 2013 gab er sein Debüt in der türkischen A-Nationalelf. Derzeit hat er aber Sorgen: Wegen einer Fußprellung müsse Calhanoglu beide Mittwochs-Einheiten auslassen, teilte der HSV mit. Sein Mitwirken am Samstag gegen Hertha BSC soll aber nicht gefährdet sein. Nationalspieler Heiko Westermann, der sein operiertes Knie hatte untersuchen lassen, absolvierte hingegen ein individuelles Training im Kraftraum und hofft auch auf einen Einsatz.

dpa

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