Halbfinale Dortmund - Wolfsburg

Pokalduell: Allofs schiebt BVB Favoritenrolle zu

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Robert Lewandowski (r.) will sich unbedingt mit einem Titel aus Dortmund verabschieden.

Dortmund - Noch ein Sieg - dann stehen Borussia Dortmund oder der VfL Wolfsburg im DFB-Pokalfinale. BVB-Angreifer Robert Lewandowski sehnt sich nach einem Abschiedsspiel gegen die Bayern.

Robert Lewandowski hat eine ganz große Sehnsucht: den 17. Mai 2014. Ort: Olympiastadion Berlin. Dort will der polnische Fußballprofi sein Abschiedsspiel mit Borussia Dortmund feiern, am liebsten gegen seinen künftigen Arbeitgeber Bayern München im DFB-Pokal. „Das wäre ein sehr gutes Finale“, sagte der 25 Jahre alte Torjäger.

Auf großer Bühne mit einem Sieg „Auf Wiedersehen“ von Schwarz-Gelb zu sagen und in der kommenden Spielzeit in Bayern-Rot zu attackieren - das wäre ganz nach den Vorstellungen des Top-Stürmers. „Wir haben noch die Chance auf den Pokalgewinn in dieser Saison. Es wäre gut, wenn wir das Finale spielen und dann gewinnen“, sagte Lewandowski vor dem ersten Halbfinale am Dienstag im Signal Iduna Park (20.30 Uhr/ARD/Sky) gegen den VfL Wolfsburg.

Die Chancen stehen gut. Denn der BVB erlebte laut Trainer Jürgen Klopp eine „außergewöhnliche Woche“ mit den Siegen gegen die derzeit wohl besten Mannschaften der Welt: 2:0 in der Champions League gegen Real Madrid, 3:0 in der Bundesliga bei den Bayern, die am Mittwoch gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern das zweite Halbfinale bestreiten.

Klopp: "Wolfsburg hat eine maximale Qualität"

Klopp zollt den Wolfsburgern „allerhöchsten Respekt“. Die Niedersachsen würden in der Bundesliga eine tolle Saison spielen, sagte Klopp am Montag. „Wolfsburg hat eine maximale Qualität“, ergänzte der BVB-Coach vor dem Duell zwischen dem Tabellenzweiten und -fünften. „Es ist auf jeden Fall ein würdiges Halbfinale“, meinte Klopp. Sein Ziel vor eigenem Publikum ist klar: das Endspiel. Klopp: „Wir wollen diese große Geschichte unbedingt erreichen.“

Noch steht der VfL im Weg - und große Namen können Wolfsburg nicht mehr erschrecken. Ein Jahr nach dem Aus in der Runde der letzten Vier gegen die Bayern nehmen Dieter Hecking und Co. in Dortmund den nächsten Anlauf, um zum zweiten Mal nach 1995 ins Endspiel einzuziehen. „Es wäre ein Riesensprung für den Club, das Finale zu erreichen. Wir geben nicht auf und werden alles dafür tun“, versprach Manager Klaus Allofs. Der BVB sei aber „klarer Favorit“.

Für Trainer Hecking wäre ein Weiterkommen zwar eine Sensation. Doch die traut er seiner formstarken Mannschaft durchaus zu. „Wenn Dortmund uns nur ein bisschen Luft gibt, dann wissen sie, dass sie aufpassen müssen“, sagte der Coach. „Vielleicht sind die Dortmunder Spieler genau zu einer Unzeit in Topform, aber auch wir sind in einer guten Verfassung“, sagte der VfL-Coach.

Die DFB-Pokal-Sieger seit 1985

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Borussia-Allrounder Kevin Großkreutz hat Respekt vor den Niedersachsen, die den BVB im Erstliga-Heimspiel am 9. November 2013 mit 2:1 besiegten, am 5. April das Rückspiel in der Dortmunder Arena nach einer 1:0-Halbzeitführung noch 1:2 verloren. „Wir haben gesehen, wie stark diese Mannschaft ist“, sagte Großkreutz. Und versprach den BVB-Anhängern eine „leidenschaftliche Leistung wie gegen Real und München“. Klopp ist sicher: „Die Form passt.“ Das gegen die Spanier und den deutschen Meister erworbene Selbstvertrauen allein aber würde gegen die Niedersachsen nicht reichen: „Man muss bereit sein für die Arbeit.“

Den VfL wollen in Dortmund 6000 Fans unterstützen. „Wir haben viel Selbstvertrauen“, versicherte der ehemalige Dortmunder Ivan Perisic vor dem Duell gegen seine früheren Mitspieler. Torhüter Diego Benaglio und Stürmer Bas Dost fallen weiterhin aus, für den gesperrten Ricardo Rodriguz verteidigt Marcel Schäfer auf der linken Seite. Beim BVB ist laut Klopp noch nicht klar, „ob alle hundertprozentig fit sind“.

dpa

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