"Große Fehler": Mayer-Vorfelder kritisiert VfB

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Gerhard Mayer-Vorfelder übt sich in Kritik gegen den VfB Stuttgart

Stuttgart - Harte Kritik für den VfB Stuttgart von Gerhard Mayer-Vorfelder: Der ehemalige VfB-Präsident spricht von "großen Fehlern" bei der Personalplanung und kritisiert unter anderem einen Weltmeister.

Der langjährige Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder hat harte Kritik an der Personalplanung des VfB Stuttgart geübt und diese für die Abstiegssorgen des Fußball-Bundesligisten verantwortlich gemacht. “Das größte Problem war in den vergangenen Jahren die Transferpolitik. Da sind große Fehler gemacht worden“, sagte der 78 Jahre alte Ehrenpräsident des VfB der “Stuttgarter Zeitung“ (Donnerstag) in einem Interview.

“Ich habe nie verstanden, warum der VfB die Förderung seines eigenen Nachwuchses so vernachlässigt hat“, meinte Mayer-Vorfelder. “Da sind große Talente wie Andreas Beck oder Sebastian Rudy weggeschickt worden, und geholt hat man Leute wie Yildiray Bastürk oder Mauro Camoranesi - satte Altstars also, die dem Verein überhaupt nichts gebracht haben." Vom italienischen Weltmeister Camoranesi hatten sich die Schwaben schon nach einem halben Jahr getrennt. 

Was die Bundestrainer seit 1964 verdient haben

Was die Bundestrainer seit 1964 verdient haben

Helmut Schön (r.), Bundestrainer zwischen 1964 und 1978, verdiente umgerechnet 80.000 Euro im Jahr. © Getty
Jupp Derwall, Bundestrainer zwischen 1978 und 1984, verdiente umgerechnet 100.000 Euro im Jahr. © Getty
Franz Beckenbauer, Teamchef zwischen 1984 und 1990, verdiente umgerechnet 200.000 Euro im Jahr. © Getty
Berti Vogts, Bundestrainer zwischen 1990 und 1998, verdiente umgerechnet 300.000 Euro im Jahr. © Getty
Erich Ribbeck, Bundestrainer zwischen 1998 und 2000, verdiente 1,2 Millionen Euro im Jahr. © Getty
Rudi Völler, Bundestrainer zwischen 2000 und 2004, verdiente 1,5 Millionen Euro im Jahr. © Getty
Jürgen Klinsmann, Teamchef zwischen 2004 und 2006, verdiente 2,5 Millionen Euro im Jahr (inklusive einer Million Euro garantierter Werbe-Einnahmen). © Getty
Jogi Löw, Bundestrainer seit 2006, verdient bisher 3 Millionen Euro im Jahr. © Getty

Der langjährige Kultus- und Finanzminister von Baden-Württemberg war von 1975 bis 2000 VfB-Präsident. “Bei mir ist kein Neuzugang verpflichtet worden, bei dem ich nicht mein Plazet gegeben hätte. Ich habe die Spieler zum Teil sogar selbst ausgesucht“, erzählte “MV“. An den Klassenerhalt seines Vereins glaubt er dennoch: “Ich gehe ganz fest davon aus, dass der VfB in der Bundesliga bleibt. Allerdings gilt noch immer: Es wird eng“, sagte er.

dpa

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