Was die Presse schreibt

"Gomez kehrt wie ein Blitz in der Nacht zurück"

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Mario Gomez lässt sich feiern.

Turin - Erstes Tor für den AC Florenz seit dem 1. September, erstes Tor seit dem Comeback: Mario Gomez ist erlöst und auf dem besten Weg zur alten Form.

Nachdem Mario Gomez „wie ein Blitz“ zurückgekehrt war und „mit Eisen und Feuer“ das so wichtige Auswärtstor markiert hatte, träumte die Fiorentina bereits von einer rosigen Zukunft. „Mario wird nach diesem Tor noch mehr Vertrauen gewinnen. Für uns kommt jetzt erst das Beste“, sagte Borja Valero, Gomez' Mitspieler und Kapitän beim italienischen Fußball-Erstligisten AC Florenz.

Im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League hatten die Florentiner dank des Treffers des deutschen Nationalspielers dem schier übermächtigen Meister Juventus Turin ein 1:1 (0:1) abgetrotzt und damit das Tor zum Viertelfinale weit aufgestoßen. „Ich bin überglücklich für mich und die Mannschaft. Es handelt sich um ein historisches Tor“, sagte Gomez nach seinem Kurzeinsatz.

Weil der Angreifer nach seiner langen Verletzungspause - ein Bänderriss im Knie und eine Sehnenentzündung hatten ihn mehr als fünf Monate außer Gefecht gesetzt - noch nicht ganz im Vollbesitz seiner Kräfte war, wurde er erst in der 67. Spielminute eingewechselt. Doch der 28-Jährige benötigte lediglich zwölf Minuten, nur „einen Splitter der Partie“ (Gazetta dello Sport), um seinen 37. Europacuptreffer und das Endergebnis in „Eisen und Feuer“ zu markieren.

In bester Torjäger-Manier nahm der ehemalige Münchner dabei einen langen Pass brillant an, ließ Weltklasse-Torhüter Gianluigi Buffon aussteigen und versenkte den Ball sicher im Turiner Kasten. Die Zeitungen auf dem Apennin huldigten dem Deutschen daraufhin in besonderem Maße.

„Gomez kehrt wie ein Blitz in der Nacht zurück. Es war ein langes Warten, doch sein Tor beflügelt jetzt Florenz Hoffnungen“, schrieb der Corriere dello Sport. Die Gazetta dello Sport sah ein „wunderbares“ Tor, eben „typisch für einen wahren Stürmer“ - und nahm sich gleichzeitig ein italienisches Enfant terrible zur Brust. „Balotelli, schau und lerne von Gomez, was es bedeutet, für ein Match entscheidend zu sein!“

Auch nach dem Treffer hatte Gomez der bis zu diesem Zeitpunkt vor allem offensiv pomadig auftretenden Fiorentina sichtlich Schwung verliehen. In der Spitze behauptete er die Bälle gekonnt, selbstbewusst suchte er immer wieder den Abschluss. „Er ist ein toller Spieler, der physische Struktur, internationale Erfahrung, technische Fähigkeiten und Torgespür verbindet“, lobte Trainer Vincenzo Montella, der in den kommenden Partien eigentlich nicht um Gomez herumkommen wird. „Er hätte keinen besseren Moment wählen können, um wieder zu treffen.“

Denn Gomez erwies nicht nur seinem Arbeitgeber einen großen Dienst, er betrieb auch mit Blick auf die Fußball-WM in diesem Sommer in Brasilien mächtig Eigenwerbung. Spätestens nach dem Auftritt am Donnerstagabend dürfte Bundestrainer Joachim Löw den Stürmer wieder im Notizblock stehen haben.

„Damit beweise ich, dass ich genesen bin. Nach der langen Pause war es nicht einfach. Doch wenn sich die physische Lage bessert, kommen auch die Tore wieder“, sagte Gomez selbstbewusst.

sid

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